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Dakar 2007: Lange Nachtschicht bei den Mechanikern von VW




Nachtschicht bei Volkswagen: Nach der Race Touareg 2 von Carlos Sainz gestern nach einem Motordefekt um 21.45 Uhr ins Volkswagen Biwak gezogen wurde und das Fahrzeug seines Teamkollegen Giniel de Villiers gegen 23 Uhr eintraf, begann für die Mannschaft von Volkswagen Motorsport ein Wettlauf gegen die Zeit. Bei Carlos Sainz, an dessen Volkswagen Race Touareg 2 der Zahnriemen als Folge eines defekten Schlepphebels im Ventiltrieb übergesprungen war, wurde der Motor komplett revidiert und der Zylinderkopf ersetzt.

Am Fahrzeug von Giniel de Villiers wurde, nachdem ein schadhafter Schlepphebel den Ventildeckel durchbrochen und austretendes Öl sich am heissen Turbolader entzündet hatte, ebenfalls der Zylinderkopf ersetzt. "Der Schaden durch die Flammen im Motorraum war grösser als zunächst angenommen", so Donatus Wichelhaus, Leiter der Motoren-Entwicklung bei Volkswagen Motorsport. "Wir mussten sämtliche Leitungen für Wasser, Bremsflüssigkeit, Hydrauliköl und Kraftstoff sowie viele elektrische Leitungen ersetzen."

Entsprechend starteten Carlos Sainz und Giniel de Villiers heute eine Aufholjagd. Carlos Sainz und sein französischer Beifahrer Michel Périn begannen die zehnte Etappe pünktlich und erreichten im Staub vieler Gegner die fünftbeste Zeit. In der Gesamtwertung liegt das Duo auf dem zehnten Platz, Giniel de Villiers belegte mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz den 14. Tagesrang. Dabei war das Duo nach der bis zum Morgen dauernden Reparatur mit 22 Minuten Verspätung in die Etappe gestartet und kam schliesslich mit 23.50 Minuten Rückstand ins Ziel. In der Gesamtwertung sind sie nun Zwölfte, das portugiesisch-deutsche Duo Carlos Sousa/Andreas Schulz (Lagos-Team) bleibt Siebter.

"Wir sind mit 22 Minuten Verspätung gestartet, aber dem Team sehr dankbar, dass wir überhaupt noch dabei sind" berichtet Giniel de Villiers. "Zieht man diese Zeit ab, wäre ein Ergebnis unter den ersten Drei möglich gewesen. Physisch war der Tag recht hart, die Navigation hingegen war sehr einfach. Leider fuhr uns irgendwann ein anderer Teilnehmer völlig ohne Not in die Seite. Ich kam mir vor, als wäre ich auf der Rundstrecke..."

Bester Race-Touareg war heute der Amerikaner Mark Miller, der mit dem dritten Platz sein bisher bestes Ergebnis einfahren konnte. "Heute habe ich alles gegeben und dem Auto alles abverlangt. Platz drei ist unser bisher bestes Ergebnis, aber es hätte noch mehr sein können, wenn ich mich bei der Abstimmung nicht vertan hätte. Das Auto hat nämlich etwas zu viel untersteuert. Nach 17 Kilometern überholte ich einen Buggy, später Jutta Kleinschmidt. Die Strecke war sehr ungewöhnlich: Grundsätzlich fuhren wir auf Sand, aber die Mitte des Weges war sehr hart. Man musste genau auf dieser Spur bleiben. Für mich war das eine ganz neue Erfahrung. Ich hoffe, auf der nächsten, wohl sehr langsamen Prüfung noch auf Mitsubishi aufholen zu können" so der Amerikaner.

"Nach der Situation vom Vortag hat sich die Lage stabilisiert" meint Motorsport-Direktor Kris Nissen nach der Etappe. "Das Team hat exzellent gearbeitet und die Autos von Giniel und Carlos sehr gut vorbereitet. Mark Miller hat heute nicht viel zum Etappensieg gefehlt, doch dieser Erfolg ging an Nasser Al-Attiyah und das Team von Sven Quandt - ihnen herzlichen Glückwunsch dazu. Da am nächsten Tag nur eine Verbindungsetappe gefahren wird, ist das fast wie ein Ruhetag. Damit hat das Team Zeit, die Autos in Ruhe vorzubereiten und selbst ein wenig Kräfte aufzutanken. Wir reisen als geschlossenes Team in Richtung Dakar. In den Tageswertungen wollen wir weiter Spitzen-Ergebnisse erzielen."

Glückwünsche in die Wüste: Carlos Sousa aus dem Lagos Team, der am 16. Januar 41 Jahre alt wurde, erhielt nur die besten Wünsche. Beifahrer Andreas Schulz zählte zu den ersten Gratulanten. Ernst Moser vom Einsatzteam Phoenix Sport kam zu spät. "Ich bin extra früh aufgestanden, um Carlos zu gratulieren, aber er war schon unterwegs zur zehnten Wertungsprüfung", erzählte er. Das holte der Teamchef am Nachmittag mit den Team-Mitgliedern von Volkswagen Motorsport nach: Nach der zehnten Etappe gab es für den Siebten der Gesamtwertung einen Geburtstagskuchen.

Artikel vom 16.01.2006, Artikel: Dakar-Live-Team/hs/VW Presse








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