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Dakar 2007: Raphael Sperrer kämpft gegen vorzeitigen Ausfall


Die Frage des Abends - wo war Raphael Sperrer? Der Österreicher und Co-Pilot Sylvain Poncet starteten - nach ihrer ausgezeichneten Leistung auf den ersten beiden Etappen - an der sechzehnten Position, ein grosser Vorteil bei der schwierigen Streckenführung, wo vor allem der Staub der vielen Vorderleute zum Problem werden kann.

Sperrer liess sich auf keine Experimente ein und begann die ersten SP-Kilometer in Afrika umsichtig, den ersten Checkpoint passierte der Buggy-Pilot auf dem 31. Rang, im weiteren Verlauf der Prüfung schob sich das österreichisch-französische Duo dann erneut weiter nach vor und lieferte sich ein kleines Duell mit Robby Gordon, den man Sonntags noch aus einer misslichen Lage zu befreien versuchte.

"Es lief eigentlich ganz gut, die Prüfung selbst war zwar höllisch schwierig, mit unzähligen grossen und scharfkantigen Steinen überall, aber wir kamen bestens zu Recht und waren gut in der Zeit. Doch dann plötzlich, rund 40 Kilometer vor dem Ziel der Speziale, gab’s einen fürchterlichen Krach und ich wusste sofort, dass wir ein sehr grosses Problem hatten." schildert Sperrer die dramatischen Momente am Nachmittag, als er im dichten Staub der Vorderleute einen tiefen Graben übersehen hatte. "Wir haben uns zwar selbst nix getan, aber dafür war unser SMG-Buggy schwer in Mitleidenschaft gezogen: Eine Hinterachsschwinge war vollkommen verbogen und teilweise sogar ausgerissen".

Es begann das zermürbende Warten auf den Race-Truck des Teams, der die benötigten Ersatzteile zwar mitführt, aber schon beim Teamkollegen von Raphael Sperrer, dem Franzosen Philippe Monnet, einen längeren Zwischenstopp einlegen musste - auch er hatte sich einen Teil an der Aufhängung beschädigt. Dementsprechend spät kamen die Mechaniker zum Auto des Oberösterreichers, dementsprechend knapp wurde die Zeit.

Sperrer war verständlicherweise am Boden zerstört: "Was für eine Enttäuschung. Wir wussten, dass die wahren Herausforderungen der Dakar ab dem ersten Meter auf afrikanischem Boden lauern. Dass wir aber schon jetzt gegen einen frühen Ausfall kämpfen müssen, kann ich einfach nicht glauben. Ich hoffe wirklich, dass die Mechaniker unseren Buggy wieder fahrbereit bekommen und wir noch rechtzeitig Er Rachidia erreichen. Nach dem 14. Platz am ersten und dem 16. Rang am zweiten Tag soviel Pech auf einmal, das kann nicht sein!"

Artikel vom 09.01.2006, Artikel: Dakar-Live-Team/M. Wolf








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