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Dakar 2007: Volkswagen will die Dakar mit einem Diesel gewinnen





Die Wüste ruft: Am 6. Januar startet Volkswagen mit vier Race Touareg 2 zur Dakar 2007. Für die Volkswagen Werkspiloten Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika), Carlos Sainz/Michel Périn (Spanien/Frankreich), Ari Vatanen/Fabrizia Pons (Finnland/Italien) sowie Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Deutschland) stehen auf dem Weg in die senegalesische Hauptstadt Dakar 15 Etappen über insgesamt 8.696 Kilometer auf dem Programm. Nachdem die Wolfsburger Mannschaft im Januar 2006 mit Giniel de Villiers den zweiten Rang und damit die beste Platzierung eines Diesel-Autos in der 28-jährigen Geschichte des Wüstenklassikers erzielte, zählt Volkswagen zu den Favoriten auf den Gesamtsieg.

"Wir wollen die Ersten sein, die diese extrem lange und schwierige Rally mit einem Diesel-Auto gewinnen", erklärt Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen. "Wir haben uns in den vergangenen Monaten mit einem intensiven Test- und Entwicklungsprogramm auf diese Herausforderung vorbereitet und Fahrzeug, Logistik sowie Organisation noch weiter verbessert." Im Feld der 187 Starter in der Auto-Klasse erwartet Volkswagen wieder starke Konkurrenz. "Mitsubishi wird sicherlich unser stärkster Gegner sein", erklärt Kris Nissen. "Das Team hat ein neues Fahrzeug entwickelt, die Mannschaft verfügt über sehr viel Erfahrung im Marathonrally Sport und hat sehr gute Fahrer und Beifahrer." Weitere Wettbewerber in der Prototypen-Kategorie sind das BMW X-Raid Team sowie Buggy-Pilot Jean-Louis Schlesser. "Aus unserer Sicht kommt ein Dutzend Autos für Tageserfolge in Frage, sechs bis sieben dürften um den Gesamtsieg kämpfen", schätzt Nissen.

Seit der Dakar 2006 wurde der Volkswagen Race Touareg 2 konsequent verbessert. In dem allradgetriebenen Prototypen kommt eine neue Ausbaustufe des 2,5 Liter grossen Fünfzylinder-Dieselmotors zum Einsatz, der erstmals über einen Vierventil-Zylinderkopf verfügt. "Das Triebwerk bietet mit 285 PS etwas mehr Leistung und mehr Drehmoment in einem grösseren Drehzahl-Bereich, was die Fahrbarkeit deutlich verbessert", erläutert Donatus Wichelhaus, Leiter der Motor-Entwicklung von Volkswagen Motorsport.

In intensiven Tests wurden viele Komponenten des Race Touareg weiter entwickelt: Rund 35 Prozent der Teile wurden verändert oder neu entworfen. Unter anderem wurde das Getriebe optimiert. "Die Fahrer loben, dass bei den Schaltvorgängen weniger Kraftaufwand nötig ist. Ein unschätzbarer Vorteil auf den langen Tages-Etappen der Dakar", erklärt Kris Nissen. Weitere Veränderungen betreffen das Fahrwerk und seine Kinematik. "In Zusammenarbeit mit ZF Sachs haben wir ausserdem einen Dakar-Dämpfer entwickelt, der sich auf hartem Untergrund und im Kamelgras gut bewährt hat."

Zu den Vorbereitungen auf die Dakar zählten auch ausgewählte Wettbewerbs-Einsätze. Bei der Transibérico Rally in Portugal und Spanien sowie bei der Orpi Maroc in Marokko erzielte Volkswagen Werkspilot Giniel de Villiers zusammen mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz zwei Siege im FIA Marathonrally Worldcup, Carlos Sainz gewann mit Co-Pilot Michel Périn drei der sechs Etappen bei der UAE Desert Challenge. "Diese Erfolge spiegeln unseren Leistungsstand wider. Wir sind in der Lage, die stärksten Konkurrenten unter Druck zu setzen und zu schlagen", bekräftigt Kris Nissen.

Nach den zwei Saisonsiegen ist Giniel de Villiers hoch motiviert. "Wir wollen die Dakar gewinnen. Wir sind gut vorbereitet, die Mannschaft hat hart an der Weiterentwicklung des Race Touareg gearbeitet", erklärt der Südafrikaner. "Bei den Testfahrten und Einsätzen waren die Verbesserungen an Fahrwerk und Motor deutlich spürbar. Zusätzlich wurden viele kleine Dinge verbessert, von denen wir auf den langen Tagesetappen bei der Arbeit im Cockpit profitieren."

Volkswagen verfügt bei der Dakar 2007 über ein starkes Fahrer-Quartett. Seit Herbst verstärkt der Finne Ari Vatanen die Mannschaft von Volkswagen. Mit vier Siegen in den Jahren 1987 sowie 1989, 1990 und 1991 ist der ehemalige Rally-Weltmeister einer der erfahrensten Teilnehmer und zugleich der erfolgreichste Pilot in der Auto-Wertung des Marathon-Klassikers. Seine routinierte Copilotin Fabrizia Pons zählt bereits länger zur Mannschaft von Volkswagen. Der Vorjahres-Zweite Giniel de Villiers bestreitet seinem zweiten Einsatz für Volkswagen bei dem Marathon-Klassiker. Sein Beifahrer ist der Deutsche Dirk von Zitzewitz, der 2005 an der Seite von Robby Gordon und 2006 als Copilot von Mark Miller im Volkswagen Race Touareg startete. Carlos Sainz, der 2006 mit Volkswagen sein Dakar-Debüt feierte, hat mit dem dreimaligen Dakar-Sieger Michel Périn inzwischen drei weitere Wettbewerbseinsätze absolviert und sich mit dem Marathonrally Sport noch stärker vertraut gemacht. Wie 2006 zählt auch der Amerikaner Mark Miller zur Volkswagen Mannschaft, sein neuer "Co" ist der Südafrikaner Ralph Pitchford.

"Wir wollten eine Mischung aus Piloten und Beifahrern, die Speed und Siegeshunger genauso mitbringen wie Reife und Erfahrung. Das ist uns mit unserem Aufgebot gelungen. Das Alter allein ist im Marathonrally Sport nicht so ausschlaggebend wie in anderen Motorsport-Disziplinen. Denn bei der Dakar wird eine Mischung aus schnellem Fahren, Gelände lesen und Fahrzeugbeherrschung gefordert. Dazu spielt eine sehr gute Fitness eine grosse Rolle, die alle Fahrer und Beifahrer im gemeinsamen und individuellen Training unter Beweis gestellt haben", erklärt Kris Nissen.

Rund 80 Teammitglieder machen sich am 6. Januar auf den Weg nach Dakar. Im Begleittross mit drei in die Lkw-Wertung eingeschriebenen Race-Trucks sowie sieben Service-Trucks, drei Volkswagen Transporter T5 und zehn Service Touareg müssen sowohl das komplette Personal, aber auch 25 Tonnen Werkzeug, Ausrüstung und Ersatzteile über 15 Tagesetappen transportiert werden. "In anderen Motorsport-Disziplinen kann man von Wochenende zu Wochenende vieles am Fahrzeug verbessern. Sobald die Dakar begonnen hat, gibt es hingegen keine Chance, noch etwas an Fahrzeug, Organisation oder Logistik zu ändern. Deshalb muss dort jedes Teammitglied an jedem Tag einen perfekten Job machen", erläutert Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen. "Bei einer so langen Rally - immerhin ist sie fast ebenso lang wie die Renndistanz einer kompletten Formel-1-Saison - müssen alle Rädchen reibungslos ineinander greifen, sonst hat man keine Chance auf den Sieg. Und selbst wenn sich ein Team akribisch vorbereitet hat, gibt es keine Erfolgs-Garantie."

Bei der Dakar erwartet die vier Volkswagen Werks-Duos eine klassische Route durch sechs Länder mit einem Mix aus den Etappen der vergangenen Jahre. "Diese Streckenführung hat den Vorteil für die Teilnehmer, dass diese Rally durch die Erfahrungen und Kontakte der Veranstalter sehr gut organisiert sein dürfte", meint Kris Nissen. "Die Rally wird sehr viele Herausforderungen für die Fahrer bieten: Die Organisatoren haben verkündet, dass der Anteil an Sand sehr hoch sein wird." Die Dakar führt über insgesamt 15 Tagesetappen durch Portugal, Spanien, Marokko, Mauretanien und Mali bis in den Senegal. An zwei Abenden - am 14. Januar in Tichit sowie am 16. Januar in Timbuktu - ist auf so genannten Marathon-Etappen über zwei Wettbewerbstage kein regulärer Service erlaubt.

Der traditionelle Ruhetag ist am 13. Januar in Atar in Mauretanien. "Ruhetag ist ein irreführender Begriff, da an diesem Tag extrem viel Arbeit auf das Team wartet", erläutert Kris Nissen. "Die Fahrer und Copiloten haben viele Termine mit Journalisten und Sponsoren. Unterdessen wird die gesamte Mannschaft jede Minute der am Ruhetag zur Verfügung stehenden Zeit nutzen, um die Fahrzeuge nach der ersten Hälfte der Rally für die harte zweite Wettbewerbs-Woche optimal vorzubereiten." Am 21. Januar werden die Teams am malerischen Zielort am Lac Rose bei Dakar erwartet.

Neben den vier Fahrzeugen des Werksteams startet bei der Dakar 2007 auch ein Volkswagen Race Touareg 2 des Kundenteams "Team Lagos". Den Einsatz übernimmt Phoenix Sport aus Meuspath am Nürburgring, als Fahrerpaarung kommen der Portugiese Carlos Sousa und der Deutsche Andreas Schulz zum Einsatz. Carlos Sousa, Titelträger im FIA Marathonrally Worldcup 2003, ist auf den europäischen Dakar-Etappen der Lokalmatador. Bei seinem zwölften Start bei der Dakar vertraut der 40-Jährige aus Lissabon auf die Ansagen des erfahrenen Copiloten Andreas Schulz, der den Marathon-Klassiker bereits 2001 und 2003 gewann.

Artikel vom 22.12.2006, Artikel: marathonrally.com/VW Presse








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