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Dakar 2007: X-Raid BMW trotz Rückschlägen mit einer guten Leistung



Trotz Platz 6 keinen Grund zur Freude gab es wie berichtet bei X-Raid BMW, nachdem sich Nasser Saleh Al Attiyah und Alain Guehennec durch wiederholte Geschwindigkeitsüberschreitungen erst ihren möglichen dritten Platz und schliesslich auch noch die Platzierung als bestes Dieselfahrzeug selbst wieder nahmen. Entsprechend enttäuscht zeigten sich Teamchef Sven Quandt und das restliche Team. "Ich habe nach der ersten Zeitüberschreitung immer wieder darauf hingewiesen, sich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen zu halten" sagt Quandt, "das Ergebnis ist daher mehr als enttäuschend."

Was war los mit den beiden X-Raid Piloten, die als Profis gerade solche Fehler vermeiden sollten und ansonsten eigentlich eine glänzende Leistung hinlegten? "Es ist verhext, ich habe aus meiner Sicht immer rechtzeitig gebremst. Irgendwas muss mit dem GPS nicht gestimmt haben" meint Nasser Al Attiyah. Das GPS gibt bei Geschwindigkeitskontrollen immer ein Warnsignal, das aufhört, wenn die langsame Passage durchquert ist. Kommt das Signal zu spät, wird man schon "geblitzt".

So ganz mag man das dem sympathischen Qatari nicht glauben, ist er doch gerade für seine schnelle und risikofreudige Fahrweise bekannt. Doch drei Vergehen trotz eindringlicher Warnung von Sven Quandt scheinen dann doch etwas ungewöhnlich. Wir erinnern uns: Al Attiyah und Guehennec kämpften sich bis auf den dritten Platz vor - mit nur wenigen Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Jean-Louis Schlesser. Und prompt verhängte die ASO eine Zeitstrafe gegen die BMW-Crew - wegen einer Geschwindigkeitsübertretung, die aber bereits Tage zurücklag. Das klingt irgendwie mehr nach Politik als Sport.

Teamchef Quandt legte Protest ein, immerhin ging es um einen Podiumsplatz. Die Zeitstrafe hätte früher ausgesprochen werden müssen - das sagt selbst das Reglement der Dakar. Doch der Veranstalter ASO beharrte auf seiner Entscheidung - und es lässt sich erahnen, das man Al Attiyah und Guehennec nun besonders ins Visier nehmen könnte. Ein Indiz dafür ist die Aussage eines Orga-Mitgliedes nach einem weiteren Geschwindigkeitsvergehen: "Keine Sorge, hier hat es heute auch viele andere Teilnehmer erwischt". Nur wurden am selbigen Tag fast keine weiteren Teilnehmer belangt.

Ob nun wegen eines technischen Defektes, Politik oder aus anderen Gründen - eine bis dato sehr gute Leistung, ein eventueller Podiumsplatz und der Gewinn der Dieselkategorie wurden am Ende nur durch Zeitstrafen genommen. Und wie schnell die vergeben werden, beweist das "Sündenprotokoll": Nur sieben (!) Meter lang war Al Attiyah im letzten Fall zu schnell - sieben Meter zu Beginn einer ganzen Ortschaft.

Dennoch beweist die Leistung des Qataris und seines französischen Beifahrers, das X-Raid in diesem Jahr in der Weiterentwicklung der Fahrzeuge Riesenschritte gemacht hat. Das französische Duo Guerlain Chicherit/Matthieu Baumel bot bis zum Unfall eine sehr gute Performance, Jutta Kleinschmidt wurde ungeplant der "Pechfänger" der Truppe, konnte sich dennoch am Ende bis auf Platz 15 vorkämpfen. Mit Platz 16 (Jose-Luis Monterde) und Platz 37 (Paulo Nobre) im X5CC boten schliesslich auch die Privatiers eine gute Leistung.

In der Berichterstattung ein wenig untergegangen sind zudem zwei weitere X-Raid Crews: Die beiden T4-Servicetrucks des Teams, pilotiert von Klaus Bäuerle sowie Klaus Leihener (der vormals bei Volkswagen fuhr und mit Jutta Kleinschmidt zu X-Raid wechselte). Bäuerle schaffte es mit seinem immer gut auflegten Co Phillip Tiefenbach sowie Dwayne Voogt sogar auf Platz 16 im Lkw-Klassement - und wurde somit bester Servicetruck in Wertung. Klaus Leihener und seine Co´s Baumann und Rumpelhardt wurden hingegen mit Platz 55 nur Fünft-Letzte: "Am Ende haben wir satte 55:56 Stunden Zeitstrafe sammeln können" schmunzelt Leihener, "die meisten bei einer Abschleppaktion." Immerhin, ohne die Zeitstrafen wäre es Platz 19 in der Truckwertung geworden, "aber wir sind als Service und nicht zum Rennen da".

Artikel vom 22.01.2006, Artikel: Dakar-Live-Team/hs








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