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Dakar 2008: Dakar-Absage - Millionen-Poker vs. Motorsport



Die Dakar ist abgesagt. Schuld ist die El Qaida. Wie für Alles Böse. Wirklich? Keiner weiss, was hinter den Kulissen geschoben und gedealt wurde. Und die, die es wissen, werden mit Sicherheit nicht darüber reden. Zu viel steht auf dem Spiel. Wie selbst der TV-Sender Eurosport vorsichtig berichtet "spielten mit Sicherheit auch finanzielle Argumente eine Rolle. Ein kompliziertes Geflecht von Versicherungen, Sponsorenverpflichtungen, Media-Deals, das Image der Marke Dakar sowie Wohl und Wehe der Teilnehmer galt es abzuwägen."

In diesem Jahr war der verbrecherische Tod von vier Franzosen der offizielle Auslöser der Terrorgefahr, der daraufhin mehr oder weniger mit Wissen oder Unwissen medial ausgeschmückt wurde. Inwiefern der Tod der Franzosen nun ein terroristischer Anschlag war oder ein Verbrechen, wie es jeden Tag leider überall auf der Welt passiert, wird wohl kaum jemand wirklich erfahren. Doch ein Anfang war gemacht, das Thema Terror erneut in Verbindung mit der Dakar gebracht.

"Die terroristische Gefahr besteht und die Absage war eine notwendige Konsequenz dessen" ist der einhellige Tenor, der so von keinem bestritten wird. Doch die Gefahr des Terrorismus bestand seit Anbeginn der Dakar, führte in deren Geschichte immer wieder zu mehr oder wenigen spontanen Planänderungen.

Am Samstag legten Boulevard-Blätter in Frankreich nach. Gemäss "geheimen Unterlagen" seien der US-amerikanische CIA und der Französische Geheimdienst über geplante Attentate informiert gewesen, "El Qaida-Terroristen" hätten den Dakar-Tross mit Raketenwerfern empfangen. Die mauretanische Regierung dementierte und verwies weiterhin auf den von ihr gestellten militärischen Schutz von über 3.000 Mann.

Unabhängig von der Gefahr, niemand möchte verantwortlich sein, wenn es tatsächlich einmal einen Anschlag geben sollte. Das wäre ein Desaster, erst recht finanziell. Fast immer sind es Versicherungen, die am Ende für Schäden gerade stehen müssen. Umso wichtiger ist den Versicherungen, jede potentielle (finanzielle) Gefahr abzuwiegeln - und dies könnte schliesslich auch einer der Hauptgründe für die Absage der Dakar gewesen sein.

Unbestritten ist, das die A.S.O. von sich aus kein Interesse an einer Absage hatte - denn niemand schaufelt sich gerne sein eigenes Grab. Glaubt man den zahlreichen Geschichten, hat die A.S.O. bis zum Schluss für einen Start gekämpft, wurde dann aber spätestens durch die erstaunlich hastig (quasi in letzter Minute) herausgebrachte Reisewarnung der französischen Regierung gestoppt. Denn damit könnte ein vereinbarter Versicherungsschutz nichtig werden.

Das würde auch erklären, warum die A.S.O. vehement gegen eine Verkürzung der Strecke war oder auf Tricks wie "wir fahren mal nach Marokko und brechen dann plötzlich ab" verzichtete. "Wir können nicht, selbst wenn wir wollten" soll Etienne Lavigne gemäss ernstzunehmenden Quellen mehreren Teilnehmern im kleinen Kreis gesagt haben, als diese mit verschiedensten Mitteln versuchten, explizit einen Start nur in Portugal durchzusetzen - damit hätte keinerlei Terrorgefahr vorgelegen und viele Sponsorengelder wären doch noch an die Teilnehmer geflossen.

Zu Beginn der Dakar in den späten Siebzigern und frühen Achtzigern ging es um Enthusiasmus. Heute geht es um ein Milliongeschäft - und das will gesichert werden. Zur Not auch auf Kosten Einzelner. Thierry Sabine, der Gründer der Dakar, sagte einst: "Die Dakar ist ein Nervenkitzel für die, die dabei sind - und ein Traum, für alle die zusehen" - seit dem 4. Januar sind wir von diesem Traum weit entfernt" kommentierte treffend ein grosses französisches Team.

Artikel vom 05.01.2008, Artikel: Redaktion/hs

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