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Dakar 2008: Die Würfel sind gefallen - die Dakar Route 2008


Am 21. November präsentierte der Dakar-Veranstalter ASO die mit Spannung erwartete Route für die Jubiläums-Ausgabe der Rally 2008. Auch wenn es sich um die 30. Ausgabe der legendären Wüstenrally handelt, an die einstigen Kilometerzahlen von über 10.000 Kilometern kommt auch die Strecke 2008 nicht heran. Dafür gibt es im kommenden Jahr etwas ganz Besonderes: Sand, Sand, Sand.

9.273 Kilometer insgesamt und 5.736 Kilometer in Wertung bietet die Rally im kommenden Jahr - somit wurden die Verbindungsetappen verkleinert und die Wertungsetappen verlängert. Interessant sind einige "historische" Strecken, die teils ab 1994 nicht mehr gefahren wurden. Dazu gibt es viele komplett oder teilweise neu ausgebaute Etappen.

Besonders aussergewöhnlich ist der in diesem Jahr bevorzugte Streckenverlauf in Mauretanien - der auf sehr viel Sand schliessen lässt. Nach dem Start im portugiesischen Lissabon warten 2 Etappen in Europa und 4 Etappen in Marocco auf die Teilnehmer. Die West-Sahara wird ebenfalls angesteuert, in Smara pausiert die Rally in einem Camp. Durchfahren wir die West-Sahara allerdings nur in Überführungen.

Der Rest der Rally (3853 Wertungskilometer) spielt sich quasi nur noch in Mauretanien ab, auch alle vier Prüfungen, die mehr als 500 WP-Kilometer aufweisen, fallen in diesen Streckenabschnitt. Damit nicht genug: Auch die beiden Marathon-Etappen vom 11. auf den 12. und vom 16. auf den 17. Januar, auf denen kein regulärer Service erlaubt ist, werden in mauretanischem Gebiet ausgetragen.

Nur noch als Überführung wird der Senegal durchquert, bevor es traditionell zur letzten, 23 Kilometer langen Runde an den Lac Rosé in der Nähe Dakars geht. Die längste Etappe mit Überführung ist 2008 die 5. Etappe von Ouarzazate nach Guelmim (Marokko, 834 Kilometer), die längste Etappe in Wertung ist die 7. Etappe von Smara (West-Sahara) nach Atar (Mauretanien) mit 619 Kilometern.

Für die 30. Ausgabe der Dakar haben sich die Veranstalter einige Besonderheiten ausgedacht, darunter erstmals teilweise gesonderte Bedingungen für Motorräder und Quads. So gibt es mehrfach getrennte Camps (Motorräder/Quads müssen weniger Überführung fahren), in Marokko zudem teils getrennte Strecken, um gefährliche Überholmanöver zu vermeiden.

Die Dakar in Portugal

* 2 Besuche (2006, 2007)
* 4 Etappen
* Etappen-Städte: Lissabon, Portimao

Etappe 1 - 05.01.2008 - Lissabon > Portimão

Überführung: 104 km
Wertung: 120 km
Überführung: 262 km
Gesamt: 486 km

Eine komplett neue Etappe, die den Teilnehmern zum ersten mal die Tücken des Sandes aufzeigen will - denn neben Schotterpisten wird diese Etappe vor allem durch tiefsandige Gebiete führen.

Etappe 2 - 06.01.2008 - Portimão > Málaga

Überführung: 15 km
Wertung: 60 km
Überführung: 460 km
Gesamt: 535 km

Bei dieser Strecke handelt es sich um die gleiche wie im Vorjahr - es geht ins Gebirge. Hier zählen vor allem fahrerisches Können und Geschicklichkeit, denn die Strecke ist hart und steinig - eine klassische WRC-Etappe. Die Kondition der Teilnehmer wird zum ersten mal gefordert, denn am Abend kann man auf dem Schiff ausruhen. Besonderheit: Trucks sind auf dieser Etappe nicht zugelassen.


Marokko - Der Einstieg in Afrika

Marokko hat in den vergangenen Jahren immer eine Schlüsselrolle auf der Dakar gespielt. Brutale Felsgebirge und -Pisten wechseln sich mit ersten Dünen und schnellen Schotterpisten ab, erste Komplettausfälle sind keine Seltenheit. So erwischte es hier schon Dakar-Sieger Hiroshi Masuoka oder das russischen Kamaz-Team.

Etappe 3 - 07.01.2008 - Nador > Er Rachidia

Überführung: 182 km
Wertung: 372 km
Überführung: 163 km
Gesamt: 717 km

Gleich nach dem Anlegen der Fähre startet die Rally in die erste Etappe, die sehr abwechslungsreich gestaltet ist und europäische wie afrikanische Offroad-Verhältnisse miteinander verbindet. Besonderheit: Nach 160 Kilometern trennen sich die Wege von Motorrädern/Quads und Autos/Lkw, die Veranstalter wollen dadurch gefährliche Überholmanöver verhindern.

Etappe 4 - 08.01.2008 - Er Rachidia > Ouarzazate

Überführung: 29 km
Wertung: 356 km
Überführung: 199 km
Gesamt: 584 km

An diesem Tag wird die Rally erneut gespalten - diesmal jedoch komplett. Die Motorräder machen sich auf den Weg durch enge Wege in bergigen Regionen, dabei werden auch Trial-Erfahrungen gefordert. Die Motorräder beenden die Etappe in einem eigenen Camp ohne Assistance in Zagora. Die Pkw und Lkw werden Gebiete durchqueren, die bisher kaum von der Dakar durchfahren wurden, für sie endet der Tag mit Assistance im Hauptcamp in Ouarzazate. Besonderheit: Verschiedene Strecken, verschiedene Camps.

Etappe 5 - 09.01.2008 - Ouarzazate > Guelmim

Überführung: 188 km
Wertung: 498 km
Überführung: 148 km
Gesamt: 834 km

Nach einem sehr harten ersten Teil, der äusserste Sorgfalt der Piloten erfordert, erreichen die Teilnehmer die ersten Sanddünen. Nach den Dünen wird es wieder heftig, schnell und steinig - die Strecke könnte für viele weitere Ausfälle sorgen. Auf jeden Fall versprechen die Veranstalter am Ende des Tages eine gemischte Wertung, wobei die Abstände schon in den Stundenbereich fallen können.

Etappe 6 - 10.01.2008 - Guelmim > Smara

Überführung: 66 km
Wertung: 454 km
Überführung: 105 km
Gesamt: 625 km

Diese Etappe ist laut Veranstalter die abwechslungsreichste Etappe der Dakar 2008 und wurde seit 10 Jahren nicht mehr gefahren. Es geht über schnelle Pisten, steinige Pfade, kleine Sanddünen - und über 25 Kilometer mit Highspeed entlang am Strand.


Mauretanien - Das Herzstück der Dakar 2008

Die mauretanischen Etappen sind traditionell ein Wendepunkt in der Rally - seit 1983 durchquert der Rallytross das Wüstenreiche Land, das in jedem Jahr für die eine oder andere Überraschung in der Gesamtwertung verantwortlich ist. In diesem Jahr auf jeden Fall - denn der fast der ganze Rest der Dakar wird sich in Mauretanien abspielen. Neben viel Sand und schnellen Pisten sind die mauretanischen Etappen vor allem für ihre schwierige Navigation bekannt.

Etappe 7 - 11.01.2008 - Smara > Atâr

Überführung: 198 km
Wertung: 619 km
Überführung: 12 km
Gesamt: 829 km

Diese Etappe wird sehr an den Kräften der Teilnehmer nagen, ist die Überführung aus der West-Sahara nach Mauretanien mit 619 Kilometern die längste Wertungsprüfung der Rally. Nicht nur die Länge macht die Etappe spannend: Sowohl zum Beginn als auch zum Ende der Rally geht es durch fiese Dünengebiete, was vor allem gegen Ende der Etappe für einige Teilnehmer sehr hart werden dürfte.

Etappe 8 - 12.01.2008 - Atâr > Nouakchott

Überführung: 44 km
Wertung: 450 km
Überführung: 37 km
Gesamt: 531 km

Nach einem steinigen Einstieg schicken die Veranstalter die Teilnehmer auf dieser Etappe in ein grosses Dünengebiet, das neben tiefem und weichem Sand vor allem eine schwierige Navigation bietet. Die Gefahr, sich komplett zu verfahren ist auf dieser Etappe am grössten - ein Grund mehr für den darauf folgenden Ruhetag.

Ruhetag - 13.01.2008 - Nouakchott

Der 13. Januar dient nach der anstrengenden als verdienter Ruhetag - Zeit für Reparaturen, Pausen und Interviews mit der Presse.

Etappe 9 - 14/01.2008 - Nouakchott > Nouhadibou

Überführung: 37 km
Wertung: 525 km
Überführung: 86 km
Gesamt: 648 km

Diese Etappe ist erneut typisch für Mauretanien: Über 80% Sand stehen auf dem Tagesprogramm. Seit 1994 ist die Dakar nicht mehr gen Nouhadibou gefahren, entsprechend spannend dürfte es in den Dünen werden, da auch die "Dakar-Kenner" hier ihre Schwierigkeiten bekommen könnten. Die Veranstalter sind sich sicher, das sich die Wertung nach dieser Etappe entscheidend ändern könnte.

Etappe 10 - 15.01.2008 - Nouhadibou > Atâr

Überführung: 111 km
Wertung: 552 km
Überführung: 22 km
Gesamt: 685 km

Erneut geht es wieder in Richtung Atar, dabei stellen vor allem Sand und Kamelgrasbuckel die besondere Schwierigkeit. Gegen Ende der Strecke muss ein "Majestätisches Gebirge" überquert werden - die Veranstalter versprechen "ein Fest für die Augen".

Etappe 11 - 16.01.2008 - Atâr > Tidjikja

Überführung: 35 km
Wertung: 524 km
Überführung: 133 km
Gesamt: 692 km

Auch die 11. Etappe verspricht wieder viel Sand, der aber leichter als in den bisherigen Etappen zu bewältigen sein soll. Besonderheit: Motorräder/Quads und Pkw/Lkw haben wieder verschiedene Camps. Während die Motorräder direkt am Ende der Strecke campieren, müssen die Pkw und Lkw noch 133 Kilometer Überführung nach Tidjikja absolvieren.

Etappe 12 - 17.01.2008 - Tidjikja > Kiffa

Überführung: 131 km
Wertung: 398 km
Überführung: 2 km
Gesamt: 531 km

Auch wenn die Strecke bekannt klingt, ist sie in grossen Teilen neu ausgearbeitet worden und will nochmals die gesamte Vielfalt von Mauretanien bieten - die unterschiedlichen Bedingungen erfordern laut Veranstalter "Multi-Talente".

Etappe 13 - 18.01.2008 - Kiffa > Kiffa

Überführung: 25 km
Wertung: 484 km
Überführung: 6 km
Gesamt: 515 km

Die Veranstalter versprechen eine risikoreiche Etappe, in der zum letzten mal Dünen bewältigt werden müssen. Als knifflige Passage gilt die Überquerung des Néga Passes, bevor es in eine langatmige Offroad-Passage übergeht. Der kleinste Fehler kann hier grosse Auswirkungen haben...

Etappe 14 - 19.01.2008 - Kiffa > Saint-Louis

Überführung: 326 km
Wertung: 301 km
Überführung: 130 km
Gesamt: 757 km

Seit 1997 hat die Dakar nicht in Saint Louis gestoppt - entsprechend unbekannt dürfte auch für Profis das Terrain sein. Es geht noch einmal durch eine sandige Passage, gefolgt von vielfältigem Offroadgelände. Die 14. Etappe ist die letzte Etappe in Mauretanien und letzte "richtig harte" Etappe der Dakar 2008.

Senegal - Das Ziel der Dakar

Senegal ist traditionell das letzte zu durchquerende Land der Dakar, in der gleichnamigen Haupstadt wird die Rally auch 2008 wieder beendet. Auch wenn es 2008 keine grosse Etappe mehr im Senegal gibt, dieses Land hat in der Vergangenheit bewiesen: Die Dakar ist erst am Lac Rosé beendet.

Etappe 15 - 20.01.2008 - Saint-Louis > Dakar

Überführung: 239 km
Wertung: 23 km
Überführung: 42 km
Gesamt: 304 km

Zum 30-jährigen Jubiläum wird der Senegal "entschärft". In einer langen Überführung geht es von Mauretanien an die Westküste des Landes - die Veranstalter wollen die Teilnehmer am letzten Tag bewusst nicht mehr überfordern sondern ihnen einen genüsslichen Zieleinlauf bescheren. Das Ziel ist traditionell der Lac Rosé nahe der Hauptstadt Dakar, hier werden die letzten 23 Kilometer in Wertung bewältigt bevor es über die grosse Zielrampe geht.

Artikel vom 21.11.2007, Artikel: marathonrally.com/hs

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