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Dakar 2008: Miller & Pitchford: "Wir wollen die Dakar gewinnen"






Wenn Mark Miller und Ralph Pitchford am 05. Januar in Lissabon zur Dakar starten, ist gute Stimmung im Cockpit des 280 PS starken VW Race Touareg programmiert. "Ralph und ich verstehen uns blendend", erklärt Miller. Der US-Amerikaner und sein südafrikanischer Copilot harmonieren nicht nur auf der persönlichen Ebene: Mit Rang vier - damit bestes Volkswagen Team bei der Dakar 2007 - waren sie bei ihrem ersten gemeinsamen Rally-Einsatz auch sportlich erfolgreich.

Miller und Pitchford teilen viele Gemeinsamkeiten: Beide sind 45 Jahre alt, ehemalige Enduro-Piloten und lieben die Einsamkeit der Wüste. Ein Vorteil für die Verständigung im Cockpit: Beide sprechen Englisch als Muttersprache und wissen genau, worauf es für die optimale Kommunikation im Rally-Stress ankommt. "Wir kennen uns seit 1999, als wir als Konkurrenten bei einem Motorradrennen in Portugal starteten", erinnert sich Miller. "Wir haben uns auf Anhieb perfekt verstanden und nie den Kontakt abbrechen lassen." Als er Ende 2006 einen neuen Copiloten suchte, fiel die Wahl auf den Südafrikaner: "Ralph ist sehr professionell, er arbeitet stets ruhig und höchst konzentriert."

Da beide in ihrer Karriere als Motorradpiloten bei Wüstenrallys antraten, haben sie einen ähnlichen sportlichen Background: Beide können navigieren und gleichzeitig ein Fahrzeug im Gelände bewegen - also kennt jeder die Arbeit des anderen sehr genau. Und das hat Auswirkungen auf die Zusammenarbeit: "Während der Wertungsprüfungen gibt es kein Gequatsche. Alle Ansagen sind sachlich und präzise. Ich lobe Ralph nicht, kritisiere ihn aber genauso wenig, wenn einmal etwas schief läuft", erklärt Miller. "Er verfährt genauso. Wir haben sehr grossen Respekt voreinander."

Miller ist ein Mann klarer Prinzipien: Als Jugendlicher opferte er eine Karriere als Enduro-Pilot, um sich auf sein Studium zu konzentrieren. Als dann erfolgreicher Investment-Manager ging er später den umgekehrten Weg und zog sich aus dem Geschäft zurück, um sich als Werkspilot bei VW ganz dem Motorsport zu widmen.

"Mark ist im Auto sehr relaxt und handelt als Fahrer sehr überlegt. Er agiert meist sogar etwas konservativ, das ist eine gute Voraussetzung für den Marathonrally-Sport. Allerdings besitzt er genügend Aggressivität, um richtig schnell zu fahren", so Pitchford, der auf den langen Tagesetappen der Dakar auch für die Betreuung seines Fahrers zuständig ist. "Mark ist da wie ein kleines Kind, er braucht jede Stunde etwas zu essen, um seinen Energiespiegel hoch zu halten", verrät der Beifahrer schmunzelnd, der während der Fahrt seinem Piloten kleine Häppchen zuschiebt. "Bei Tempo 120 auf harten Offroad-Pisten mit den gleichzeitigen Roadbook-Kommandos hat das Füttern einen Hauch von Slapstick", lacht Miller.

Besonders konsequent engagiert sich der Volkswagen Werkspilot für seine Fitness. Bis zum Dakar-Start trainiert er in den USA in einem Leistungssport-Zentrum, von dem sich auch Fussball-Trainer Jürgen Klinsmann professionell beraten liess. "Ich absolviere ein Programm, das speziell für mich erarbeitet wurde", erklärt Miller. "Schliesslich bin ich ein Athlet, der sich auf das wichtigste Rennen seiner Karriere vorbereitet."

Auch Ralph Pitchford verbringt bis zu fünf Stunden pro Tag mit Fitnesstraining. "Gute Kondition hilft einem Beifahrer, sich über viele Stunden im Cockpit zu konzentrieren oder bei einem Reifenwechsel richtig zupacken zu können", erklärt der Südafrikaner, der früher als Mechaniker für Motorrad- und Auto-Teams arbeitete und selbst Enduro-Rennen bestritt. Als 2004 kurzfristig ein Copilot ausfiel, bekam er seine Chance als Navigator und setzte sich auf Anhieb im neuen Job durch.

Die Wohnorte von Miller und Pitchford liegen viele Flugstunden auseinander - dementsprechend selten sind gegenseitige Einladungen zum Kaffee. "Mark und ich sehen uns häufig bei Tests. Dort haben wir viel Zeit, unsere Zusammenarbeit zu perfektionieren und die Dakar-Strategie gemeinsam zu planen", erklärt Ralph Pitchford.

Die Liebe zu Enduro-Motorrädern verbindet die beiden Volkswagen Werksfahrer auch in der Freizeit. Miller liebt ausgedehnte Touren mit dem Snowmobil oder auf der Enduro-Maschine in Arizona und Colorado, wo er abwechselnd lebt. "Ausserdem verbringe ich gern Zeit im Hubschrauber, beim Fliegenfischen oder ich schaue dem Fussballtraining meiner beiden Söhne zu." Pitchford besitzt zu Hause in Pretoria ein Motorradgeschäft und organisiert Enduro-Touren durch die südafrikanische Landschaft. "Neuerdings restauriere ich ein altes Motorrad. Das ist interessant und zeitintensiv, da ich viele Ersatzteile nachbauen muss. Mein Ziel ist, damit einmal an einer historischen Rally teilzunehmen."

Wenn Mark Miller und Ralph Pitchford Anfang Januar im Race Touareg 2 in Lissabon über die Startrampe fahren, haben sie ein gemeinsames Ziel. "Wir möchten die Dakar gewinnen", sagen sie unisono. "Diese Veranstaltung ist eine besondere Herausforderung. Ich freue mich das ganze Jahr auf den Start. Mir gefallen besonders die Härte der Strecken und die familiäre Atmosphäre", erklärt Ralph Pitchford. Mark Miller ergänzt: "Volkswagen hat ein starkes Team, der Race Touareg 2 ist ein exzellentes Fahrzeug. Ich werde mich jeden Tag darauf konzentrieren, mein Bestes zu geben. Denn die Dakar 2008 wird länger und härter als in den Vorjahren. Dieses Mal ist es besonders wichtig, an den 15 Rally-Tagen möglichst keinen einzigen Fehler zu machen."

Artikel vom 26.11.2007, Artikel: marathonrally.com/hs/VW-Presse

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