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Dakar 2008: Neue Rally in Südamerika oder Transorientale?

Nach der Absage der Dakar überschlägt sich die internationale Presse mit Meldungen, wie es denn nun weitergehen könnte. Als heisser Kandidat für einen neuen Austragungsort gilt Süd Amerika, hier hat sich die A.S.O. angeblich schon umgesehen, sogar der Kauf der "Por las Pampas" Rally ist im Gespräch. Die A.S.O. dementiert die Kaufabsichten gegenüber marathonrally.com, sieht aber in Süd Amerika eine Alternative. "Wir treffen in den kommenden Tagen zusammen und hoffen, bis Ende Februar eine Lösung zu finden" meint David Castera, Sportdirektor bei der A.S.O.

Laut der deutschen Presseagentur (DPA) brennen die Süd Amerikaner auf die Austragung einer Dakar. "Es gibt drei, vier Möglichkeiten, aber Argentinien ist Favorit Nummer eins" meint der Argentinier David Ely gegenüber der Agentur. "Südamerika ist nicht nur die beste, sondern die einzige Option" sagt der Chilene Carlo de Gavardo, dessen Vater Giorgio nebenbei der Südamerika-Vertreter der Dakar ist.

Auch wenn die Südamerikaner eine Austragung in ihrer Heimat begrüssen, eine "Dakar" in Süd Amerika wäre keine "Dakar" mehr. Nicht nur, das die eigentliche Dakar nunmal eine afrikanische Rally ist, vielmehr ist sie seit Anbeginn eine Rally der Franzosen und die wenigsten würden ihr nach Südamerika folgen. Auch die internationale Presse - bisher überwiegend europäisch - wäre wohl im bisherigen Umfang nicht dabei, zu teuer wäre alleine die Logistik. Und ohne Presse wäre eine "Süd Amerika Dakar" so interessant wie die kaum beachtete Por las Pampas Rally.

Zudem darf die Frage gestellt werden, ob der A.S.O. eine alleinige eine Austragung der Rally in Süd Amerika gelingen würde - in Afrika bediente man sich zumeist ehemaliger französischer Kolonien, somit war nicht nur die Sprache eine essentielle Gemeinsamkeit. Man musste sich kaum anpassen - das wäre in Süd Amerika komplett anders. Die A.S.O. gab am 4. Januar noch nicht einmal die Absage in Englisch bekannt - internationale Teilnehmer wissen seit Jahren, das französische Sprachkenntnisse auf der Dakar unabdingbar sind.

Viel weniger Spekulation als Fakt ist, das vor allem die grossen Teams eine Alternative zur Dakar benötigen, die in ihrer medialen Präsenz ebenbürtig ist. Es wurden Millionen investiert - und am 4. Januar Millionen versenkt. Um die Budgets zu halten, benötigt man eine grosse Plattform, der Marathonrally Worldcup reicht dafür wahrscheinlich nicht aus.

Bleiben aktuell drei direkte Alternativen: Die Dresden-Breslau, an Teilnehmern gemessen die grösste Offroad-Rally nach der Dakar, die Pharaonen-Rally, die lange der Dakar ebenbürtig war (und eine Renaissance erleben könnte) und die neue Transorientale Rally, die im Juni in Sankt Petersburg (Russland) startet und in Beijing (China) endet.

Als Ergebnis dürfte die Transorientale das Rennen machen. Sowohl Russland als auch China sind heiss begehrte Absatzmärkte, die zu passierende Landschaft weitaus vielseitiger als die der Dakar und der Veranstalter René Metge nicht nur ehemaliger Dakar-Sieger, sondern auch Veranstaltungsprofi (Master Rally, Rally D´Orient). Die Dresden-Breslau wäre für die grossen Teams zu klein in der Ausführung, die Pharaonen Rally startet in Afrika und wäre erneut ein eventuelles Terrorziel. Zudem fehlt beiden Veranstaltungen die mediale Präsenz, die zur Transorientale aufgrund ihrer Grösse gegeben sein dürfte.

Teams wie Kamaz oder KTM sollen schon genannt haben - auch Dessoude aus Frankreich, Robby Gordon und Ronn Bailey aus den USA und viele mehr sind interessiert. Doch wie Motorradpilotin Christina Meier in ihrem Weblog [ www.dirtgirls.de ] berichtet, soll es langsam eng werden: "Am Montag habe ich mit dem Veranstalter telefoniert und die Aussage war klar, wer sich sofort anmeldet und 6.000 Euro Anzahlung auf das Startgeld überweist ist dabei" so die Deutsche, die wie viele Andere als Teilnehmer von der Absage der Dakar betroffen ist. "Mein Geld hängt noch bei der A.S.O. fest. Und das ich alles wiederbekomme glaube ich erst, wenn es auf meinem Konto eingegangen ist. Wie lange das dauert wird sich zeigen."

Artikel vom 09.01.2008, Artikel: Redaktion/hs

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