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Dakar 2008: Rennomierte Teams stehen vor der totalen Pleite




Die Absage der Dakar zieht grosse Wellen. Wie bereits gestern angekündigt, könnte das abrupte Ende der Dakar das Aus für viele kleine und grosse Teams bedeuten. Nachdem sich die drei grossen Teams Mitsubishi, Volkswagen und X-Raid am Freitag diplomatisch verhielten und die Entscheidung der A.S.O. unter den gegebenen Umständen bestätigten, lassen am Samstag - dem ursprünglichen Starttag - andere Teams ihrem Ärger Luft.

Besonders hart hat es das französische Buggy-Team SMG Gache um Gründer Philippe Gache getroffen. Gache ist entsprechend sauer: "Die Dakar-Absage ist eine Katastrophe, wir stehen vor dem finanziellen Aus. Wir haben alles Budget in unsere Fahrzeuge gesteckt, die Kunden werden ihr Geld zurückverlangen - das könnten wir nicht. Wir haben 18 Angestellte, zahlen allein 85.000 Euro Gehalt pro Monat - gleich nach der Dakar müssen wir sie erst mal nach Hause schicken. Die Dakar hätte in dieser Form nicht abgesagt werden dürfen, es gab keine Lösung, es gab keine Vorschläge, der A.S.O. ist unser Schicksal egal. Das sind Kranke, die mit unseren Existenzen spielen" berichtete er dem französischen Magazin "L´Equipe".

Besonders ausführlich äusserte sich auch André Dessoude vom gleichnamigen Nissan-Team aus Frankreich. "Wenn die Sicherheit auf dem Spiel steht, ist der Abbruch die richtige Entscheidung. Wir sind alleine verantwortlich für 60 Personen, das Risiko können wir nicht auf uns nehmen. Die Absage ist furchtbar, aber die Veranstalter hatten ihre Gründe, mit denen wir nun leben müssen.

Finanziell gesehen ist die Dakar 2008 ein schwerer Schlag, wenn nicht sogar unser Ende. Wenn wir nun zurückkommen, haben wir nichts zu tun. Wir wissen auch noch nicht, was mit unseren Kunden passiert. Eventuell können wir deren Budget für eine andere Veranstaltung verbuchen, aber wahrscheinlich wollen sie ersteinmal ihr Geld zurück. Wir hoffen, das unsere Kunden die Situation verstehen und wir eine gemeinsame Lösung finden.

Auch wenn wir die Startgelder zurückbekommen, wir verlieren unglaublich viel. Alles ist im voraus bezahlt, Flüge, Hotels, Sprit, jetzt kommen die Extrakosten für die Rückreise hinzu. Der grösste Faktor sind die Fahrzeuge, das Personal und die Arbeitszeit. Wir haben viel in die Fahrzeuge investiert, die nun neu aufgebaut ungenutzt herumstehen. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie es weitergeht."

André Dessoude äussert sich auch ausführlich über die Zukunft der Dakar: "Eine Dakar, die in Lissabon startet und in Dakar endet wird es nicht mehr geben. Meiner Meinung nach müssen die Veranstalter auf andere Regionen setzen, z.B. Süd-Amerika. Wir haben niemals mit so einer Situation gerechnet. Die Entscheidung kam sehr plötzlich und hat nicht nur uns in eine schlimme Lage gebracht. Das Problem haben viele kleine Teams und das wird sich auf die Zukunft ausweiten."

Artikel vom 05.01.2008, Artikel: Redaktion/hs

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