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Dakar 2008: Volkswagen bereits seit 29 Jahren mit dabei







Am 21. November blickt die Rallyraid-Welt gespannt nach Paris - dann nämlich gibt der Dakar-Veranstalter ASO detaillierte Infos über die 30. Ausgabe der Rally im Januar sowie die Rallystrecke bekannt. Wie nur ganz wenige andere Motorsport-Veranstaltungen umgibt die "Dakar" bis heute ein Mythos. Keine andere Rally ist länger, härter, anstrengender, unerbittlicher. Jahr für Jahr treten Profis wie Privatiers zu diesem einzigartigen Wettkampf quer durch Afrika an. Ihr Ziel ist nicht der Sieg allein: Schon wer den Marathon übersteht und in Dakar ankommt, darf sich als Gewinner fühlen.

Alles begann mit dem Franzosen Thierry Sabine, der 1977 mit einem Motorrad an der "Rally Abidjan-Nizza" teilnahm und sich dabei fast hoffnungslos in der libyschen Wüste verirrte. Es dauerte mehrere Tage bis der völlig auf sich allein gestellte Sabine wieder auf Zivilisation traf. Diese Erfahrung brachte den Franzosen auf die Idee, seine eigene Wüstenrally zu gründen - er wollte es besser machen.

Nach einer kurzen Planungsphase war es dann am 26. Dezember 1978 soweit: 170 Teilnehmer starteten vom Place du Trocadéro mitten in Paris auf ein 10.000 Kilometer lange Marathonrally durch offenes Gelände. Bereits ein Jahr später stellte sich Volkswagen als erster Automobilhersteller dieser beispiellosen Herausforderung mit einem werksseitigen Aufgebot. Das Zeltstoffdach des Geländewagens Iltis und die Freizeitbekleidung der vielen privaten Teilnehmer in ihren überwiegend seriennahen Fahrzeugen von damals spiegeln bis heute den Charakter dieses Abenteuers treffend wider. Dabei waren die Wüstenetappen durch Algerien, den Niger, Mali, das damalige Obervolta und den Senegal im Zeitalter vor GPS-Navigation und Mobiltelefonen alles andere als eine Spazierfahrt.

Der Iltis stand für ein Erfolg versprechendes Konzept: Ein robuster seriennaher Geländewagen, ergänzt um Sicherheits- und Navigationsausstattung, einen grösseren Tank, Sandreifen und ein paar PS mehr, galt als siegfähig. Dies bewiesen der routinierte Rennfahrer Freddy Kottulinsky und der Audi-Mechaniker Gerhard Löffelmann auf dem Beifahrersitz und fuhren mit dem 110 PS starken Geländewagen den Gesamtsieg heraus.

Ihre Teamkollegen Patrick Zaniroli/Philippe Colesse komplettierten den Doppelsieg, die beiden weiteren eingesetzten Iltis kamen ebenfalls unter den zehn Ersten ins Ziel. In den Jahren danach setzten sich verschiedene Werke mit immer eigenständigeren Prototypen-Konstruktionen durch. Parallel traten Privatiers weiterhin mit seriennahen Geländewagen an - oder mit Buggys, die häufig auf Volkswagen Komponenten aufbauten.

Das Werksteam von Volkswagen entschied sich seinerseits für eine Buggy-Konstruktion, als es 2003 zur Dakar Rally zurückkehrte - mit Erfolg. Der Versuchsträger wurde bereits von einem innovativen Vierzylinder-TDI-Motor angetrieben und fuhr auf Anhieb den Doppelsieg in der Klasse für Zweiradantrieb sowie die Gesamtränge sechs und acht ein.

Mit ihren offenen technischen Konzepten und ihren drei Säulen - Automobil-, Lkw- und Motorradwertung - ist die Dakar ihren Ursprüngen bis heute treu geblieben. Gleichzeitig hat sich der sportliche Wettbewerb deutlich verschärft. Nach dem seriennahen Iltis 1980 und dem Buggy 2003 hat sich Volkswagen ab 2004 mit dem Race Touareg für einen reinrassigen Prototypen mit Allrad-Antrieb entschieden. 20 Etappensiege und 17 Führungstage weist die Bilanz bislang aus. Mehr noch: 2005 stand mit dem Race Touareg auf Platz drei erstmals ein Auto mit Dieselantrieb bei der härtesten Marathonrally der Welt auf dem Podium, im vergangenen Jahr wurde dieser Rekord mit Platz zwei verbessert. 2008 könnte der Race Touareg das erste Rennauto mit Diesel-Antrieb werden, das die Dakar gewinnt.

Mit 5.000 bis 6.000 Wertungsprüfungs-Kilometern bestehen die Dakar-Teilnehmer eine Distanzprüfung, die sich in der Formel 1 über ein ganzes Jahr verteilt - allerdings in der rauen Rally-Wirklichkeit in Afrika. Rund 13.600 Männer und Frauen haben seit 1979 an dem Abenteuer teilgenommen, das in den vergangenen 29 Ausgaben durch 21 afrikanische Länder geführt hat. Fahrer aus 43 Nationen waren 2007 am Start.

Das Medien-Interesse ist enorm: Start und Ziel verfolgten in diesem Jahr über 550 Journalisten von 300 Medien. Ein halbstündiges TV-Highlight wird vom Veranstalter ASO jeden Abend direkt im Biwak produziert und per Satelliten-Übertragung bereit gestellt, das von 75 Sendern weltweit ausgestrahlt wird. In 185 Ländern der Erde ergibt sich eine Summe von 580 Stunden an Fernsehbeiträgen. Alleine in Europa werden mehr als 150 Millionen Zuschauer erreicht - eine eindrucksvolle Entwicklung, berichteten beim Debüt 1979 gerade einmal 20 Journalisten über die Veranstaltung.

Wie keine zweite Veranstaltung zieht die Rally Dakar jedes Jahr im Januar Hunderte von Teilnehmern und Millionen von Zuschauern vor Ort und an den Fernsehschirmen in ihren Bann - der Mythos "Dakar", an dem Volkswagen im Januar einmal mehr mit Ehrgeiz und Begeisterung teilnimmt, ist auch nach 30 Jahren quicklebendig.

Artikel vom 20.11.2007, Artikel: marathonrally.com/hs/VW Presse

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