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Dakar 2009: Der "Tag der Hinterbänkler" bei den Motorrädern.

Wenn der Sieg von Marc Coma bei der ersten Etappe auch vorhersehbar erschien, so hat das Ausmass seines Erfolges und der Zusammenbruch unter den Favoriten für die Motorradwertung alle Prognosen weit übertroffen. Despres und Casteu haben die Dakar vielleicht schon verloren.

Bei der Coma-Methode gibt es kein Zögern. Sie scheint sich seit der Dakar 2007 sogar noch gefestigt zu haben, als er sich bei den ersten beiden entscheidenden Etappen in Marokko - in Er Rachidia und in Ouarzazate - mit fast schon unverschämtem Vorsprung gegen all seine Verfolger durchgesetzt hatte. Bei der Eröffnungsetappe der 31. Ausgabe der Dakar hat der Spanier schon eine grosse Kluft zu seinen Konkurrenten entstehen lassen, wodurch sein inoffizieller Status als schnellster Fahrer der Welt bestätigt wurde.

Nach seinem Start hinter dem Titelträger Cyril Despres erzielte der Sieger von 2006 schon die beste Zwischenzeit nach 134 Rennkilometern mit 1 Sekunde Vorsprung. Vor allem aber nachdem er zu Despres aufgeschlossen und diesen schliesslich überholt hat - kurz nach der Passage bei CP 3 (km 248), nahm die Demonstration ihren Anfang. Auf den 123 km langen, geradlinigen Pisten, die er noch zu absolvieren hatte, konnte Coma seine Stärke voll ausspielen: auf der lang gezogenen Linie von San Saladillo musste man mehr als eine halbe Stunde warten, bevor der erste seiner Verfolger auftauchte. Schliesslich war es Jacek Czachor, der die zweitbeste Zeit erzielte, mit der Art von Rückstand, die selbst die hartgesottensten Kämpfer erbleichen lässt: mehr als 22 Minuten.

Man weiss nie wirklich, ob solche Aussetzer zu Beginn eines Rennens letztlich entscheidend sind. Doch die Lage war - im Hinblick auf den Gesamtsieg - noch nie so kritisch für Cyril Despres. Der Franzose, der sich vor dem Start bei der Wahl der richtigen Reifen für dieses Jahr nicht sicher war, hat vielleicht eine ansatzweise Antwort bei dieser ersten Etappe erhalten: Er hat die Ziellinie mit dem Hinterreifen auf der Felge und einem Rückstand von 41 Minuten auf Coma erreicht!

Das Unglück der anderen ist nur selten ein Trost für eigenes Missgeschick, doch David Casteu, ein ernst zu nehmender Herausforderer auf den Titel, hat ebenfalls Reifenprobleme gehabt. Nachdem sein Mousse explodiert ist, war er gezwungen, zum CP 2 zurückzukehren, wo einer seiner Teamgefährten, Emanuel Gyenes, ihm sein Hinterrad abgetreten hat. Insgesamt ist dadurch ein Rückstand von 01:01:53 entstanden, die er auf den 13 verbleibenden Etappen aufholen muss, wenn er sich noch Hoffnungen auf den Sieg machen möchte.

Es war also "der Tag der Hinterbänkler" - denn so konnten die Profis aus der zweiten Reihe einmal zeigen, was sie drauf haben. So wundert es wenig, das sich neben Jarek Czachor aus Polen oder Pal Anders Ullevalsetter auch der holländische Profi Frans Verhoeven und Breslau-Sieger Henk Knuiman wiederfinden.

Nach dem letzten Stand haben es auch die beiden Deutschen Norman Kronseder und Christina Meier geschafft. Kronseder kam mit etwas über 1 Stunde Rückstand auf Platz 66 ins Ziel, Christina Meier schaffte es in 1h:15 hinter Coma auf Platz 96 ins Camp.

Artikel vom 03.01.2009, Artikel: Redaktion/hs/js

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