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Dakar 2009 Exklusiv: Leonid Novitsky - "Wir wollen in die Top 10"






Er gilt nicht nur als äusserst erfolgreicher und cleverer Geschäftsmann, sondern neben Sergey Shmakov und Boris Gadasin auch als bester Rallyraid-Pilot Russlands: Der Moskauer Leonid Novitsky. Gemeinsam mit seinem Navigator Oleg Tyupenkin startet er erstmals mit einem X-Raid BMW X3CC auf der Dakar Rally.

Novitsky will ganz vorne mitfahren - doch spätestens seit den Evo-Mitsubishi und VW Race Touareg wurde das auch für gut betuchte Rallyfahrer unmöglich. Denn so gut wie kein - für Privatkunden erhältliches - Fahrzeug konnte es mit den Werks-Boliden aufnehmen. Novitsky versuchte es in der Not mit Ex-Werksautos wie dem ehemaligen Mitsubishi L200 von Andrea Mayer und Semi-Fahrzeugen wie dem Nissan Pathfinder des italienischen Rennstalles Tecnosport, doch gegen die Werks-Übermacht hatte man keine Chance.

Doch Volkswagen und Mitsubishi haben arge Konkurrenz bekommen - und die kommt aus dem hessischen Trebur: X-Raid BMW hat in der Vergangenheit und jüngstens mit einem Doppel-Weltmeistertitel gezeigt, das man auch mit einem erheblich kleineren Budget gegen die Grossen mithalten kann. Und nicht nur das. X-Raid ist auch der einzige Anbieter, der ein siegfähiges Auto für Privatkunden anbietet.

Für Novitsky die grosse Chance. Anfang des Jahres schlug er zu und wurde Kunde bei X-Raid. Von Rennen zu Rennen wurde man besser, zuletzt konnte man sogar mit dem X-Raid Primus Nasser Al Attiyah mithalten. Bei marathonrally.com berichtet Novitsky nun exklusiv über seine Pläne auf der Dakar 2009.

MR: "Leonid, wie waren Deine Dakar-Vorbereitungen, ist alles gut verlaufen?"

Leonid Novitskiy: "Ich denke, wir haben uns sehr gut vorbereitet. Wir haben insgesamt sechs Rennen mit dem neuen Auto bewältigt, dabei gelernt das Auto zu beherrschen - und sind dabei immer schneller geworden. Allerdings haben wir auch Schwachstellen am Fahrzeug aufdecken und so beheben können. Das Fahrzeug läuft nun fantastisch und wir kommen sehr gut damit zurecht. Zudem haben wir auch unser Team zusammengestellt und auf das Auto eingeschworen."

"Jetzt müssen wir noch den zweiten Teil abschliessen - unsere persönliche Vorbereitung. Schweisstreibende Stunden haben wir in Fitnessstudios verbracht und im Rahmen eines einwöchigen "Get-Together" haben wir mit X-Raid und allen anderen Piloten ein spezielles Höhentraining absolviert, damit wir besser mit der dünnen Luft in den Anden zurechtkommen."

MR: "Was denkst Du über die neue Strecke, fürchtet ihr die neue Route?"

Leonid Novitskiy: "Das kann man wohl sagen. Die Strecke ist sehr lang, der Kontinent für alle neu und unbeschrieben. Mein Navigator sass wochenlang vor dem Rechner um über Google-Maps und andere Seiten Informationen über die Länder, die Strecken und die Witterungseinflüsse zu bekommen. Vor allem die Strecke macht für uns einen Unterschied. Wir haben bei unseren Rennen gesehen, das uns z.B. europäische Strecken nicht so liegen, die Wüste dagegen umso mehr. In Südamerika erwartet uns ein Mix aus beidem."

MR: "Welche Ziele habt ihr auf der Dakar 2009?"

Oleg Tyupenkin: "Das Podium!"

Leonid Novitskiy: "Natürlich würden wir gerne einen Platz auf dem Podium einfahren, aber wir wissen, das ist sehr schwer. Also haben wir unsere Ziele ein wenig weiter gesteckt - wir wollen auf jeden Fall in die Top 10 kommen."

MR: "Ihr wart schon zweimal auf der Dakar dabei. Wie seht Ihr Eure Teilnahme 2009?"

Leonid Novitskiy: "Damals war alles neu und strange. Wir sind damals mit einem Nissan Pathfinder des italienischen Tecnosport-Teams gefahren. Wir mussten lernen und hatten ganz andere Ansprüche. Jetzt haben wir eine andere Situation. Wir haben Erfahrung, Ehrgeiz - und fahren in einem Top-Team - dann ändert man auch die Ansprüche. Heute hat man eher Angst vor technischen Probleme als vor dem eigenen Versagen."

Oleg Tyupenkin: "Man kann es auch einfacher sagen. Damals hatten wir den olympischen Gedanken - dabei sein ist alles und vielleicht kommt man ja auch an. Das ist vorbei. Wir sind jetzt in einem Topteam und erwarten ein entsprechendes Ergebnis, eventuell sogar besser als erhofft."

MR: "Es hat sich also viel geändert. Wie ist das, auf einmal in einem Top-Tem zu fahren?"

Leonid Novitskiy: "Wir haben in dieser Saison so unglaublich viel gelernt. Dazu gehört auch die Ideologie eines Top-Teams, der Einsatz von Taktiken und auch die Wahl des richtigen Personals, auch wenn das manchmal nicht fair ist. Soviel war neu für uns - und ist es noch immer. Auch wenn wir eine gute Saison hatten, wir könnten mit dem neuen Auto und Team immer noch wesentlich besser sein. Letztlich steigen auch die Erwartungen der anderen Rallyteams. Die sehen einen nicht mehr als "einen aus der Masse", die sehen einen als Top-Fahrer und erwarten dann auch entsprechende Leistungen."

MR: "Ihr seid also professioneller geworden. Auch beim Ehrgeiz?"

Leonid Novitskiy: "Sicher, in einem professionellen Teams wird man wesentlich selbstkritischer und erwartet auch, das die anderen im Team einen ehrlich z.B. auf Fehler ansprechen. Nach jedem Rennen machen wir eine ausführliche Analyse und schauen, wo man besser werden könnte. Das gilt übrigens für die Menschen wie auch die Technik. Die Ansprüche sind sehr gewachsen."

MR: "Wie seht Ihr Eure Dakar in einem Top-Team wie X-Raid? Als "grosses Finale" oder als "neuen Anfang"?"

Leonid Novitskiy: "Ersteinmal ist es für uns in der Tat das "Grosse Finale" - aber nur für dieses Jahr. Lasst uns sehen, wo wir nach der Dakar stehen. Wenn wir unsere Ziele erreichen sagen wir auf jeden Fall, das wir gut eine neue Saison eröffnet haben."

MR: "Und wie seht Ihr die Zukunft der Dakar?"

Leonid Novitskiy: "Ich glaube, Südamerika war eine Ausnahme. Bereits jetzt hört man immer wieder, das die Dakar 2010 wieder durch Afrika führen wird. Jetzt freuen wir uns aber ersteinmal auf Südamerika - wir können sogar immer noch nicht ganz begreifen, auf welch wunderbare Weise wir nun dieses Land kennenlernen dürfen!"

Leonid Novitsky und Oleg Tyupenkin starten als offizielle Partner von marathonrally.com auf der Dakar 2009 - und werden täglich über ihre Erlebnisse im grossen Dakar-Sondermagazin berichten, das noch vor Weihnachten online geht.

Artikel vom 01.12.2008, Artikel: Redaktion/hs/X. Dvoynikova

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