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Dakar 2009: Interview mit Cyril Despres, Red Bull KTM




Cyril Despres ist einer von vier offiziellen KTM-Werksfahrern bei der Dakar 2009, die zum ersten Mal auf südamerikanischem Terrain über die Bühne geht. Wir haben uns mit dem 34-jährigen Rallypiloten und zweifachen Dakar-Sieger unterhalten.

MR: Erzähl uns über Deine Vorbereitungen.

Despres: Wir haben in Frankreich getestet. Alles ist gut gelaufen. Das 690er KTM Werks-Bike ist ausgereift und wir verfügen inzwischen über ausreichend Erfahrung damit. Etwas Feintuning, die Motoren sorgfältig einfahren – das war es schon. Dann haben wir die UAR-Desert Challenge in Dubai bestritten und ich habe gewonnen. Es ist immer gut zu gewinnen, vor allem wenn starke Gegner am Start sind. Für die Dakar war das ein ausgezeichnetes Warm-up. Natürlich werden die Verhältnisse in Südamerika anders sein. Nützlich war es dennoch; das Team konnte sich einspielen und die letzten Kleinigkeiten ausssortieren. Der Sieg hat bestätigt, dass alles wie vorgesehen funktioniert.

MR: Wirst Du das Abenteuer auf dem afrikanischen Kontinent nicht vermissen?

Despres: Natürlich werde ich Afrika vermissen. Die Eindrücke dort sind immer aussergewöhnlich. Aber ich werde gleich im Anschluss an die Dakar dorthin reisen, um bei den Kindern und Schulprojekten, die ich und andere andere unterstützen, nach dem Rechten zu sehen. Was die neue Dakar in Südamerika betrifft: Ich freue mich darauf. Uns erwartet eine fazinierende Landschaft. Und die Rally wird genauso hart und schwierig wie bisher auch. Ich glaube nicht, dass es an Herausforderung mangeln wird. Deshalb bereite ich mich so gut wie möglich vor.

MR: Es geht durch Argentinien und Chile. Alles wird neu sein – dennoch, was kann man erwarten?

Despres: Die Organisation hat unmissverständlich kommuniziert, dass die Rally sehr anspruchsvoll werden wird, und es gibt keinen Grund daran zu zweifeln. Ich denke, dass vieles von dem, was uns erwartet, sich nicht grundsätzlich von Afrika unterscheidet. Also auch viel Sand und jede Menge Dünen. Der grösste Unterschied wird sein, dass es mehr Abwechslung bei den verschiedenen Terrains gibt. Und weniger steinigen Untergrund. Ungefähr so wie in Marokko. Was meine persönliche Erwartungshaltung betrifft: Ich will am Ende ganz oben auf dem Podest stehen. Das ist das Ziel.

MR: Es ist momentan unsicher, ob die Dakar erneut in Afrika stattfinden kann. Beginnt also eine neue Ära dieses Events? Und wie optimistisch darf man sein, dass die Dakar als ein weltweit bedeutendes Sport-Event eine Zukunft hat?

Despres: Natürlich verspüren alle, die in die Dakar involviert sind, ein bisschen Wehmut. Ich denke aber, dass jeder, der in Südamerika gewahr wird, was dieser Kontinent zu bieten hat, auch gerne dorthin zurückkehren wird. Thierry Sabine, der die Dakar erfunden hat, hat immer gesagt, dass die Rally neue Kontinente und Länder entdecken sollte; so gesehen entspricht diese Entwicklung seinem Willen. Ich denke, dass der Wechsel der Rally neues Leben einhauchen wird, und dass diese am Ende noch bekannter und populärer sein wird als bisher schon.

MR: Die Streckenführung wird 2009 für alle Neuland darstellen. Erwartest Du erneut Marc Coma als härtesten Rivalen im Kampf um den Dakar-Gesamtsieg?

Despres: Ja. Auch wenn etliche Unbekannte im Spiel sind, erwarte ich, dass Marc Coma mein Hauptrivale sein wird. Wo immer wir aufeinander treffen, entwickelt sich zwischen uns ein Zweikampf. Das wird diesmal nicht anders sein. Für mich ist das absolut okay. Wir bekämpfen uns sportlich sauber, immer, weil wir beide grossen Respekt voreinander haben.

MR: Bist Du bereits in Argentinien oder Chile Rennen gefahren? Was wird anders sein, was darf man erwarten?

Despres: Ich bin einmal in Chile die Los Pampas Rally gefahren, also ist nicht alles für mich völlig neu. Abgesehen von abweichenden Landschaftsstrukturen und anderer Vegetation erwarte ich unterschiedliche Temperaturen, auch die zu bewältigenden Höhenunterschiede werden deutlicher ausfallen. Was die Anteilnahme der Bevölkerung betrifft: Ich erwarte von den Südamerikanern eine höhere Begeisterung, es gibt dort sicherlich mehr Motorsport-Fans als in Afrika. Ich rechne vor allem auf den Wertungsetappen mit mehr Zuschauern als z.B. in der Sahara.

MR: Vor der Dakar ist noch Weihnachten. Wie läuft das bei Dir ab?

Despres: Eher ruhig, mit Freunden und Familie in Andorra. Bis zum 25. Dezember möchte ich alle meine Vorbereitungen abgeschlossen haben. Trotzdem ist es nicht einfach, so ein wichtiges Rennen in den Tagen vorher aus dem Kopf zu bekommen. Ich hoffe, ich schaffe es, ein paar Tage zu entspannen.

MR: Und über die Dakar hinaus, was sind die Pläne und Ziele für die Saison 2009?

Despres: Es sind noch nicht alle Entscheidungen gefallen, aber ich denke, es werden nächste Saison eine Menge Wüsten-Rallys zusammen kommen. Das ist mir Recht, weil ich gerne Desert-Wettbewerbe fahre. Die 690er Rally-KTM fühlt sich wohl in eher offenem Terrain, insofern bin ich sehr optimistisch. Ich werde wie immer mein Bestes geben, in jedem Wettbewerb. Aber zuerst kommt die Dakar…

Artikel vom 24.12.2008, Artikel: Redaktion/hs/KTM

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