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Dakar 2009: Kahle und Schünemann rückwärts gen Ziel

Lesen Sie mehr im grossen Dakar-Sonderbereich: [ www.marathonrally.com/dakar ] Der Vorwärtsdrang von Matthias Kahle und Thomas Schünemann wurde auf der achten Etappe im wahrsten Sinne des Wortes gestoppt. Bei Kilometer 30 zwang die beiden Deutschen ein Reifenschaden zum Anhalten, ausserdem hakte der erste Gang in den engen Kurven, die manchmal nur mit Zurücksetzen zu meistern waren.

Als die beiden Deutschen 68 Kilometer vor dem Ende der Prüfung durch eine dieser Kehre fuhren, streikte das sequenzielle Sechsgang-Getriebe des Buggy plötzlich komplett. Der Rückwärtsgang klemmte. Was tun? Kahle und Schünemann versuchten zunächst den Schaden selbst zu beheben - vergeblich. Auf die rettende Hilfe in Form des MAN-Race-Truck konnten sie diesmal auch nicht zählen - die Etappe wurde für die Trucks verkürzt.

Also griffen Kahle und Schünemann zur einzigen Lösung: rückwärts weiterfahren. Unglaubliche 18 Kilometer (!) legte das "HS Rally Team" im Rückwärtsgang zurück. Doch wie fährt man auf steinigen Bergstrassen 18 Kilometer im Rückwärtsgang? "Matthias hat durch die offene Flügeltür nach hinten geschaut, eine Heckscheibe hat der Buggy ja nicht", beschreibt Copilot Thomas Schünemann, sonst Geschäftsführer von HS - Hamburger Software. "Für mich bestand die Herausforderung darin, die Wegpunkte des Roadbooks umzurechnen. Beim Rückwärtsfahren muss man in Gedanken rechts und links tauschen, um in die richtige Richtung zu fahren." In einigen Kurven nutzte jedoch auch das gute Händchen von Matthias Kahle nichts. Navigator Schünemann musste aussteigen, um den 2,20 Meter breiten Buggy um die Ecken zu lotsen.

50 Kilometer vor Schluss geschah dann die plötzliche Wunderheilung. Das Getriebe gab gleich alle sechs Vorwärtsgänge frei und die beiden Deutschen konnten einen letzten Schlussspurt hinlegen. Durch die Probleme belegten Kahle und Schünemann mit gut zwei Stunden Zeitverlust die 86. Position. In der Gesamtwertung liegen sie nun auf Rang 32. Zwei Plätze besser steht der MAN-Truck von Mathias Behringer, Siegfried Schadl und Hugo Kupper da. Der T4 liegt in der Tages- und Gesamtwertung auf Platz 19.

Matthias Kahle: "Die Strecke heute war nicht für Buggies geeignet. Wir haben schon vor dem Schaden beim Zurücksetzen bemerkt, dass mit dem Getriebe stimmt. Jetzt tauschen wir das Getriebe und hoffen, dass es morgen wieder besser läuft."

Thomas Schünemann: "So einen Tag wie heute habe ich noch nicht erlebt. Wir mussten schauen, dass wir auf der Strecke bleiben, den richtigen Weg finden und wurden dabei noch ständig von überholenden Autos eingestaubt. Morgen kann es eigentlich nur besser laufen."

Artikel vom 12.01.2009, Artikel: Redaktion/hs/D.Welter

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