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Dakar 2009: Mitsubishi testete im Atlas-Gebirge und der Sierra Nevada




Erstmals wird auch Mitsubishi mit einem Diesel auf der Dakar antreten - Neuland für die Japaner, denn auf diesem Sektor sind vor allem Volkswagen und X-Raid BMW die "Platzhirschen". Entsprechend spannend sieht man die Dakar 2009. Insider vermuten, das in diesem Jahr Volkswagen erstmals die Siegesserie der Japaner beenden könnte und gleichzeitig der ersten Diesel-Sieg in Anspruch nimmt. Mitsubishi hält dagegen.

Er ist ein Mann hinter den Kulissen - der Franzose Thierry Viardot, zuständig für die Entwicklung des neuen Mitsubishi Racing Lancer. Gebaut wurde der neue Renner bei MMSP SAS in Frankreich in Kooperation mit den Konstrukteuren von Mitsubishi Okazadi in Japan. Bei marathonrally.com berichtet Viardot nun im Interview über den neuen Mitsubishi, mit dem man sich eine Fortsetzung der Dakar-Siegesserie erhofft.

MR: "Sie haben mit dem Racing Lancer bisher nur ein Rennen bestritten. Ist das Fahrzeug wirklich "reif" für die Dakar?"

Viardot: "Neben dem Rallyeinsatz in Portugal hatten wir drei grosse und ausgiebige Tests in Marokko, dazu zahlreiche Erprobungen in Europa, vor allem in Frankreich. Auch wenn wir nur ein Rennen gefahren haben, insgesamt hat der Racing Lancer schon über 17.500 Test-Kilometer absolviert. Dabei wurde alles berücksichtigt, auch die besondere Höhen-Situation in Südamerika. Neben vielen Neuteilen haben wir auch Elemente aus dem Pajero Evolution übernommen, z.B. Bremsen, Kardanwelle etc. - Teile, die sich bereits jahrelang bewährt haben."

MR: "Die Dakar 2009 bietet gleich zwei neue Herausforderungen, zum einen die extremen Höhen in den Anden, zum anderen die Vielseitigkeit der Strecken, die zudem den meisten völlig neu sein dürften. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?"

Viardot: "Die Strecken sind für Alle neu, auch wenn einige schon Erfahrungen auf der Por las Pampas sammeln konnten. Die grösste Herausforderung sehen wir in den Anden, auf Strecken, die 3.000 Höhen-Meter übersteigen. Wir haben uns ausführlich vorbereitet. Das begann mit speziellen Motorentests in Japan. Nachdem die Motoren auf dem Prüfstand fit schienen, haben wir mit den Fahrzeugen gestestet. Um vergleichbare Situationen zu schaffen, sind wir dafür in die Sierra Nevada in Spanien und das Atlas Gebirge in Marokko gefahren."

MR: "Mitsubishi startet erstmals mit einem Diesel. Was sind die Stärken des neuen 3-Liter V6 Turbodiesel?"

Viardot: Der neue V6 ist vor allem stärker als der Benziner-Vorgänger. Neben 25 Mehr-PS konnte vor allem das Drehmoment von 412 auf 650 Nm gesteigert werden. Mit Ausnahme von weichem Sand konnte zudem auf fast allen Untergründen gleichzeitig der Verbrauch gesenkt werden. Bei der Entwicklung haben wir uns schon stark nach dem neuen FIA-Reglement ausgerichtet, das 2010 in Kraft tritt. Deswegen - und wegen des Umstiegs auf Diesel - wurde auch ein ganz neues Getriebe eingebaut. Wir haben den Fokus auf eine solide und schnelle Performance gelegt, ich denke, das ist uns gelungen."

MR: "Was sind die wichtigsten Neuerungen ausser dem Motor?"

Viardot: "Oberste Priorität hatte das Fahrwerk. In langen und aufwändigen Erprobungen haben wir zuerst mit Computer und Modellen die optimale Fahrzeuggeometrie ausgelotet und dann immer wieder auf verschiedensten Untergründen mit verschiedenen Einstellungen getestet. Im Anschluss kam die Feinarbeit, um einen Mix aus effizienter und komfortabler Fahrweise zu schaffen. Nicht zuletzt wegen der zahlreichen Tests denke ich, das wir eine "First-Class"-Lösung geschaffen haben."

MR: "Was hat sich im Cockpit verändert?"

Viardot: "Sie brauchen nur einen Blick hinein zu werfen und werden entdecken, das hier radikal mehr Platz geschaffen wurde. Zum einen bietet das mehr Komfort für die Insassen, aber hauptsächlich ist dies ebenfalls das Ergebnis des neuen FIA-Reglements ab 2010, das mehr Platz im Innenraum vorschreibt um noch mehr Sicherheit zu bieten. Das geht allerdings zu Lasten der Aerodynamik. Auch wenn wir das 2009 noch nicht bräuchten, haben wir uns entschieden: Wenn wir ein neues Auto bauen, dann komplett."

Artikel vom 19.12.2008, Artikel: Redaktion/hs

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