Liveberichte und Fotos von Rallys & Events



Aktuelle Nachrichten 4x4, Offroad, Rally



Teams, Fahrzeuge, Links, Downloads...



Das Fotoarchiv zum Ansehen und Bestellen

















Sie befinden sich in den marathonrally.com News Einzelartikeln. Um zur Übersicht zurückzugelangen, klicken Sie bitte unter dem Artikel auf den gewünschten Link.





Dakar 2009: VW weiterhin mit drei Autos an der Spitze

Lesen Sie mehr im grossen Dakar-Sonderbereich: [ www.marathonrally.com/dakar ] Volkswagen hat auch auf der zehnten Etappe der Dakar mit drei Autos in Führung die Oberhand behalten. Carlos Sainz und Michel Périn (E/F) bauten ihren Vorsprung in der Gesamtwertung auf 27:31 Minuten aus. Das Duo erreichte auf der gekürzten Schleife um Copiapó, die viel Kamelgras und hohe Dünenfelder mit weichem Sand ebenso enthielt wie steinige und raue Abschnitte, den Etappensieg nur knapp. Nach 470 Kilometern trennte das Team ganze 21 Sekunden von Robby Gordon im Hummer. Für Sainz, der erst seine dritte "Dakar" bestreitet, war es bereits der 15. Etappensieg.

Der US-Amerikaner Mark Miller festigte seinen zweiten Gesamtrang trotz eines Reifenschadens mit der drittbesten Zeit im Tagesergebnis. Er und sein Beifahrer Ralph Pitchford (Südafrika) erreichten das Ziel 7:39 Minuten hinter Sainz. Ihre Teamkollegen Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz fuhren die sechstbeste Zeit mit 18:15 Minuten Minuten Rückstand. Sie hatten sich 20 Kilometer vor dem Ziel an einer unübersichtlichen Dünenkuppe im tiefen Sand festgefahren. Im Gesamtklassement bleibt das südafrikanisch-deutsche Duo weiter Dritter, liegt nun jedoch 41:13 Minuten hinter der Spitze.

Der Vorsprung von Volkswagen ist in der Gesamtwertung erstmals auf über eine Stunde angewachsen: Die Spanier Nani Roma/Lucas Cruz als einziges verbliebenes Mitsubishi-Team fehlen auf Gesamtrang vier bereits 1:13 Stunde auf Carlos Sainz. Dieter Depping/Timo Gottschalk erlebten in einem weiteren Volkswagen Race Touareg einen kuriosen Unfall, der sie weit zurückwarf: Hinter einen Dünenkuppe entdeckten sie an der nächsten Talsohle ihren gestrandeten Landsmann Matthias Kahle, konnten ihren Race Touareg bei der Bergabfahrt im Sand nicht mehr abbremsen und rutschten dem Buggy des Deutschen ins Heck. Beide Teams konnten die Rally nach dem Freischaufeln und entsprechendem Zeitverlust fortsetzen.

Stimmen aus dem Volkswagen-Team

"Der zehnte Tag der Rally war der bislang härteste und wir sind zufrieden, dass alle vier Race Touareg das Ziel erreicht haben" berichtet Teamdirektor Kris Nissan am Abend. "Carlos Sainz und Michel Périn haben heute wirklich gute Arbeit geleistet, haben den schweren Dünenabschnitt am Ende perfekt gemeistert und gut navigiert. Wir sind unserem Ziel - dem Sieg - heute einen Schritt weitergekommen. Trotz behaupteter Dreifachführung sollte aber niemand glauben, dass wir schon auf der sicheren Seite sind. Die nächsten Tage werden wieder extrem hart - und auch wenn ich mich wiederhole: Wir haben zwar viel erreicht, aber noch nichts gewonnen."

Carlos Sainz: "Viel Offroad, hohes Kamelgras, weicher Sand, viele Steine - diese Wertungsprüfung hat uns alles abverlangt. Besonders auf dem Schlussstück hat der Veranstalter harte Aufgaben gestellt. Diese letzten 30 Kilometer waren wirklich die bisher schwersten der gesamten Rally. Entsprechend ausgepumpt bin ich heute. Natürlich ist es schön, wieder eine Etappe gewonnen und den Vorsprung in der Gesamtwertung damit weiter ausgebaut zu haben. Doch heute war Ankommen ohne grosse Probleme wirklich das Wichtigste."

Giniel de Villiers: "Allein über diese Etappe kann man ein ganzes Buch schreiben. Die Route war extrem anspruchsvoll und trotz eines Reifenschadens verlief die Wertungsprüfung für uns extrem gut - bis wir etwa 20 Kilometer vor dem Ziel auf der Kuppe einer Düne in ein Loch gefahren sind und danach alle vier Räder in der Luft standen. Wir mussten graben, um dort wieder herauszukommen. Dass Mark Miller uns nicht herausziehen konnte, war nicht seine Schuld - diese Stelle war einfach zu weich. Er hat richtig gehandelt und ist weitergefahren. Aber leider hat uns das 20 Minuten gekostet. Doch dass wir weiter auf Platz drei rangieren, ist gut für uns und vor allem für Volkswagen."

Dieter Depping: "Als wir über einen Dünenkamm fuhren, hat uns niemand gewarnt. Als wir drüber waren, konnten wir das Auto von Matthias Kahle, der am Fuss der Düne feststeckte, erst im letzten Moment sehen. Da war es aber schon zu spät. Ich konnte nichts mehr machen und bin langsam in sein Auto gerutscht. Von der Spitze dieser sehr steilen Düne war das Auto für uns einfach nicht zu sehen. Das war wirklich grosses Pech - und es ist auch kurios, dass sich ausgerechnet zwei deutsche Teams in der weiten Wüste auf diese Weise treffen."

Mark Miller: "Das war mit Abstand die schwerste Wertungsprüfung der Rally Dakar bislang. Zu Beginn haben wir uns mehrfach verfahren. Noch als wir nach dem richtigen Weg suchten, haben wir uns einen Plattfuss eingefangen. Kein Vorwurf an meinen Beifahrer Ralph Pitchford - er hat wie immer einen guten Job gemacht. Es war heute nur unendlich schwierig, weil das Roadbook nicht exakt war. Am Ende mussten wir leider Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz, die sich festgefahren hatten, zurücklassen, weil wir uns ansonsten selbst festgefahren hätten. Dafür will ich mich entschuldigen, doch es bestand einfach keine Chance, sie aus diesem weichen Sand herauszuziehen."

Artikel vom 14.01.2009, Artikel: Redaktion/hs/U.Baldes

Zurück zur News-Übersicht: [ HIER KLICKEN ]

Zurück zur Startseite: [ HIER KLICKEN ]








































smava - Kredite von Mensch zu Mensch









Kostenlos und wöchentlich - der Marathon Newsletter







 COPYRIGHT 2003 - 2010 MARATHONRALLY.COM | LONDON | COLOGNE | NUREMBERG | BUDAPEST | KUALA LUMPUR | ST. PETERSBURG | QATAR | PRAHA | MANILA