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Dakar 2010: Neues Reglement, neue Strecke durch Nord-Afrika?




Ja, wir lieben sie - die Gerüchteküche. Besonders um die Dakar ranken sich immer wieder die spannendsten Gerüchte - und neben Gerüchten gibt es auch klare Fakten. Zu den Fakten zählt, das die FIA das Reglement für den Rallyraid-Sport für 2010 grundlegend überarbeitet und vor allem die Über-Prototypen einschränken will. So plant die FIA, das Teile des Fahrzeuges mehr der Serie angelehnt werden müssen, im Detail sind das vor allem die Windschutzscheibe, die A-Säule und die Türen. Mitsubishi hat deshalb den neuen Racing-Lancer schon angepasst, X-raid fährt schon nach diesen Bedingungen - jetzt muss vor allem Volkswagen nachziehen.

Allerdings - alle grossen Teams setzen auf Diesel. Aber glaubt man den Berichten über das neue Reglement, sollen 2010 wieder Turbo-Benziner zugelassen werden. Das spräche dann vor allem die Semi-Teams an, die seit 2003 im Prinzip keine Chance mehr gegen die Werksteams haben.

Noch spannender als das neue Reglement ist aber die Streckenführung für die Dakar 2010. Kaum jemand glaubt an eine Fortsetzung in Südamerika, zu hoch sind die Kosten für die Logistik, die in diesem Jahr zum Grossteil von der ASO gesponsert werden. Doch Mauretanien, Marokko und andere Länder sind immer noch sauer auf ASO - oder sagen wir besser auf das Land Frankreich, das sich für die Absage verantwortlich zeigte. Offiziell wegen Terrorismusdrohungen, inoffiziell wegen politischen Machtspielchen vor allem mit Mauretanien.

Zudem machen sich gerade andere Spieler in diesem Terrain breit. Hubert Auriol fährt sein "Africa Race" auf den Strecken der Dakar, die "Budapest Bamako" startet im Frühjahr zu Spottpreisen (ab 2.500 Euro Startgeld) gen Afrika und will an die ursprünglichen Gedanken des Dakar-Erfinders Thierry Sabine anknüpfen. Die Starterzahlen sprechen für sich. Auriol hat bereits über 70 Starter aus der Profi-Szene (darunter Jean-Louis Schlesser, Jan de Rooy und Hans Bekx), die "Budapest-Bamako" hat mit über 200 Fahrzeugen ein Rekord-Starterfeld und war bereits im September ausgebucht.

Der ASO wird also "die Butter vom Brot" genommen - bleibt also noch eine andere Route, die allen entgegenkommen würde. Laut spanischen Medienberichten ist die ASO bereits fleissig am scouten, glaubt man den bisher zuverlässigen Kollegen aus Spanien, sieht die Dakar 2010 wie folgt aus:

- Start in Europa (Portugal, Frankreich oder Überraschung)
- Verschiffung nach Tunesien
- Rennen durch Tunesien, Libyen und Ägypten
- Ziel in einer grossen Hafenstadt, man liebäugelt mit Qatar oder Dubai

Tunesien, Libyen und Ägypten sind keine Neuerung bei der Dakar, bereits sechs mal ging es durch Libyen, zweimal durch Tunesien und Ägypten. Doch seit diesem Jahr muss man auch das böse Wort "Terrorismus" mit in Betracht ziehen - und da hat man ein wenig Kopfschmerzen. Tunesien und Libyen gelten als sicher, bzw. können eine Sicherheit grösstenteils garantieren. Ägypten ist da schon kritischer, auch wenn die Ägypter selbst wenig damit zu tun haben - denn die eventuellen Fundamentalisten und bisherigen Verantwortlichen für Anschläge kamen zumeist nie aus Ägypten und sind haben in Ägypten kaum Fürsprecher. Letztlich beweist alljährlich die "Pharaons Rally", das eine Rally dort sicher durchführbar ist.

Kritisch wird es nach Ägypten. Zwar wäre ein Ziel in Qatar oder Dubai "ein Knaller", aber die zu durchquerenden Länder sind kritisch. Am sinnvollsten würde eine Verschiffung von Ägypten nach Saudi Arabien erscheinen, so umgeht man Israel und Jordanien. Aber selbst dann müsste man einmal quer durch Saudi Arabien, bevor man (kürzer) in Qatar oder (länger) in Dubai ankommen würde. Zwar hat sich auch Saudi Arabien dem Offroad-Motorsport international geöffnet, doch eine Sicherheit ist angesichts der Grösse des Landes und der Unerfahrenheit der Saudis mit einer Veranstaltung diesen Ausmasses kritisch.

Es bleibt also in jedem Fall spannend. Denn die perfekteste und günstigste Variante war inoffiziell noch nicht im Gespräch - ein grosser Rundkurs "Europa - Tunesien - Libyen - Ägypten - Libyen - Tunesien" - das würde dann logistisch die günstigste Dakar aller Zeiten werden - auch auch für Rallyfans aus aller Welt die günstigste Möglichkeit aller Zeiten, die legendäre Dakar zu begleiten.

Artikel vom 15.11.2008, Artikel: Redaktion/hs

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