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 Dakar 2011: Chile will die Dakar, aber Finanzierung durch Sponsoren.
Die ASO steckt immer mehr in der Klemme - und die Dakar Rally stolpert immer mehr über die eigene Kommerzialisierung. Nun hat sich die chilenische Regierung deutlich zu Wort gemeldet. Die ASO fordert von dem durch ein Erdbeben erschüttertes Land 7 Millionen Dollar, Chile lehnt das verständlicherweise ab. "Wir haben Interesse an einer Austragung der Dakar, wollen und können diese aber nicht finanzieren" erklärt nun Gabriel Ruiz-Tagle, Staatssekretär für Sport der chilenischen Regierung nach Angaben des lokalen Magazines "RallyGlobal".
Vorsichtig liess Ruiz-Tagle die eigentlich absurde Situation durchscheinen. Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Die ASO verdient mit Teilnehmern, TV-Rechten und Sponsoren Millionen, zerpflügt das Land mit einem Rallytross und will dafür auch noch Geld bekommen - in vielen anderen Ländern muss man hingegen für Re-Naturierung, Genehmigungen etc. bezahlen.
"Wir sind bereit, Land und Strecken zur Verfügung zu stellen, aber die finanziellen Mittel sollten mit Hilfe der zahlreichen Sponsoren, TV-Vermarktungen oder anderen Mitteln aufgebracht werden. Wir haben dafür angesichts der schwierigen Lage im Land nach dem Erdbeben keine Mittel."
Gerüchte und Vorschläge, die Dakar könnte nach Brasilien ausweichen, wurden mittlerweile von der ASO abgelehnt. "Im Prinzip interessant, aber die Strecken in Brasilien entsprechen nicht denen einer Dakar" hiess es zu diesem Thema. Wenn Südamerika, dann wolle man an Argentinien und Chile sowie einem Start/Ziel in Buenos Aires festhalten.
2010/03/16 | 10:43 CET | ARTICLE: MR/HS/RALLYGLOBAL


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