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 Dakar 2011: Volkswagen setzt Dakar-Veranstalter ASO weiter unter Druck.
Volkswagen weicht bei seiner Entscheidung für eine weitere Dakar-Teilnahme nicht von seiner harten Linie ab und setzt den Veranstalter ASO weiter unter Druck: "Wir möchten ein stabiles Reglement und das die Dakar in Südamerika bleibt. Sollten diese Voraussetzungen erfüllt werden, dann sind wir weiterhin daran interessiert und wollen 2011 die Chance ergreifen den Hattrick zu erzielen" bestätigte Entwicklungsvorstand Dr. Ulrich Hackenberg anlässlich einer Dakar-Siegerparty in der Autostadt Wolfsburg.
Klare Ansage: Entweder die geplante Reglementsänderung wird zurückgenommen und Südamerika bleibt - oder wir und das Geld bleiben weg. Volkswagen will schlicht neue Entwicklungskosten für ein neues Fahrzeug sparen und den PR-Effekt in Südamerika nutzen.
Laut Angaben des "Rallye Magazin" wollte sich ein in Wolfsburg anwesender ASO-Vertreter nicht auf "den Wunsch" Volkswagens festlegen lassen: "Nach einem Doppel- und Dreifachsieg von Volkswagen kann ich natürlich verstehen, warum Volkswagen keine Reglementänderungen wünscht. Wir werden uns in Kürze zusammensetzen und bald verkünden, wo und wie die Dakar 2011 stattfinden wird."
X-Raid und Mitsubishi haben prinzipiell keine Probleme mit der Volkswagen-Forderung, auch wenn beide ihre Fahrzeuge schon nach dem neuen Reglement (2010 war Gnadenfrist) entwickelt und eingesetzt haben. Eine entgegenkommende Lösung wären im Gegenzug Einschränkungen in der Entwicklung des Race-Touareg - quasi nach dem Motto: "Wenn wir Euch die Teilnahme weiter erlauben, müsst Ihr aber so fahren wie bisher."
Ob das umsetzbar ist sei einmal dahingestellt. Realistischer ist da schon die konkrete Forderung von Mitsubishi-Chef Nicolas Misslin: "Bei den Vorteilen der Diesel müssen die Air-Restriktor-Regeln bei den Benziner-Pkw gelockert werden."
Unterdessen befindet sich Dakar-Chef Etienne Lavigne derzeit in Tunesien und Libyen, um neue Strecken für die eventuelle Rückkehr nach Afrika 2010 zu suchen und um mit Behörden zu sprechen. Gerüchten zufolge stelle das aktuelle Visa-Verbot zwar ein momentanes Problem dar, eine Dakar Rally würde dies wahrscheinlich aber nicht betreffen - zu gross sei das Interesse der libyschen Führung.
2010/02/27 | 19:44 CET | Editor: MR/HS


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