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 Dakar Rally 2013: Ohne Kupplung kann man nicht durch die Wüste kommen.
Gestern wurde der bisher längste Tagesabschnitt de diesjährigen Dakar absolviert. Mit den 289 Wertungsprüfungskilometern gleich zu Beginn der Etappe, wollte der Veranstalter wahrscheinlich endgültig die Spreu vom Weizen trennen.
Das gelang ihm auch, denn die Abstände in der Gesamtwertung waren bei keiner anderen Dakar noch nie so früh so gross gewesen. Nur die ersten sieben der Gesamtwertung sind gerade noch innerhalb einer Stunde.
Nach dem Zeitverlust am dritten Tag von etwa 2 Stunden für das KS Tools Mini Team von Stephan Schott und Holm Schmidt, konnte es gestern eigentlich nur besser werden. Aber das wurde es leider nicht.
Im ersten Dünenfeld der Tagesetappe von Nazca nach Arequipa war es um die Kupplung des Mini mit der Nummer 324 schon geschehen. Bei Kilometer 17 ging nichts mehr und es musste die komplette Kupplung vor Ort gewechselt werden. Was schon bei einem normalen Service ordentliche Arbeit bedeuten würde, ist mitten in einer Sandwüste definitiv nicht die einfachste Angelegenheit.
"Diese Reparatur mitten in den Dünen hat uns weit über 6 Stunden gekostet. Das war echt der Hammer. Anschliessend wurde es aber auch nicht viel besser, da wir dann am Ende des Feldes über total ausgefahrene und zerstörte Pisten bis zum Ziel mussten."
"Das allein ist schon nicht einfach, aber das ganze zum Ende hin auch noch im Dunkeln gibt einen dann noch den Rest. Aber auf jeden Fall sind wir durchgekommen, auch wenn ein wenig sehr spät" berichtet ein merklich gedrückter Stephan Schott, kurz vor dem Start der heutigen Etappe.
Erschwerend für das Team kam noch hinzu, dass Stephan Schott und Holm Schmidt erst gegen 3 Uhr morgens das Biwak im Etappenziel Arequipa erreichten. Dafür gab es aber eine andere Erklärung.
Auf der abschliessenden Verbindungsetappe bis zum Service herrschte ein unüberwindbarer Megastau – durch Dakartouristen. Eine Umfahrung war nicht möglich und so hiess es dann einfach nur Anstellen und Warten, für Stunden!
Stéphane Peterhansel im Mini All4 Racing kam auch gestern wieder als Tagesdritter ins Etappenziel und konnte damit seine Gesamtführung verteidigen. Es folgen ihm Al-Attiyah im Qatar Red Bull Buggy und De Villiers im Toyota.
Für das KS Tools Team Schott/Schmidt hat diese Etappe auf jeden Fall eine Menge Zeit gekostet. Wie viel genau, konnte bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keiner sagen. Nicht einmal im Biwak direkt vor Ort ist eine Etappenzeit oder Gesamtplatzierung bekannt.
2013/01/09 | 15:13 CET | ARTICLE: MR/HS/KSTOOLS







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