

|

 Dakar Rally 2013: Schott - "Zuerst kein Glück und dann auch noch Pech".
Es war die erwartet schwere Prüfung. Rückschläge und Aufholjagden sollten am Ende dennoch nicht das erhoffte Ergebnis für das KS Tools Team mit Startnummer 324 bringen. Unterm Strich, blieb nur der 68 Tagesrang übrig.
So hart wie 2013 begann noch nie eine Daker. Erinnerten in den vergangenen Jahren die ersten Tagesabschnitte zum "Warmlaufen" eher an klassische Rallyprüfungen, geht es dieses Jahr gleich so richtig in den "Sandkasten". War schon der gestrige Tag durch viele Dünenfelder gekennzeichnet, wurde es heute an Tag drei noch überboten.
Das erste Drittel des Tagesabschnittes wurde von ganz feinen Sanddünen beherrscht, die eigentlich alle und alles - egal ob Mensch oder Maschine - schon einmal an ihre Grenzen brachte. Finden dabei die Motorradfahrer am frühen morgen noch relativ festen Sand vor, wird dieser im Tagesverlauf immer heisser, feiner und lockerer und somit die Probleme für die schwereren Autos auch immer grösser. Die Navigation in meterhohen Dünenfeldern wird dadurch auch nicht gerade erleichtert.
Das KS Tools Team wurde heute als 38. Auto auf die Strecke geschickt und konnte sich zwischenzeitlich, bis zur zweiten Zwischenzeit bei Kilometer 62, bis auf Platz 26 verbessern. 40 Kilometer später, bei Kilometer 108, war der rot-weisse Mini nur noch auf Platz 67 zu finden. Das Team hatte da ca. 40 Minuten verloren. Danach folgte eine tolle Aufholjagd, die den hessischen Unternehmer und seinen Leipziger Co-Piloten zwischenzeitlich wieder auf Platz 46 brachten, bis kurz vor dem Ziel der KS Tools Mini All4 Racing erneut eine Stunde einbüsste. Was war passiert?
"Anfangs, bei ca. Kilometer 74 haben wir uns bei der Ausfahrt aus dem ERG einmal richtig festgefahren, mussten dabei sogar Luft ablassen um weiterzukommen. Damit aber nicht genug kam gleich noch ein Reifenschaden dazu - also wieder Anhalten und das Rad wechseln. Die dann folgenden, knapp 170 Kilometer gingen wieder richtig gut, sodass wir einige vorher verlorene Positionen zurück gewinnen konnten."
"Das Pech ereilte uns 1,2 km vor dem Ziel, das bereits in Sichtweite war! Eine letzte hohe Düne war durch andere Teilnehmer schon förmlich "zugeparkt", so dass wir eine Umfahrung wählten mussten. Wir hätten aber vielleicht links herum fahren sollen wie sich dann gleich rausstellen sollte. Ein paar Meter weiter mussten wir noch einen letzten Dünenkamm von max. 1,5 m Höhe überqueren. Nur konnten wir bei der Anfahrt leider nicht sehen, wie es danach gleich weiterging, nämlich mit einem Gegenhang. Also sind wir genau in diesen Gegenhang eingeschlagen und steckten dann richtig fest."
"Unser Mini war hinten und vorne fest eingekeilt und regelrecht aufgebockt. Alle Räder hingen in der Luft und das hiess nun graben! Das kostete uns über eine Stunde und wir konnten uns nur mit Hilfe von peruanischen Zuschauern befreien. Aber das schlimmste dabei war immer zu sehen, wie die anderen Teilnehmer nach und nach ins Ziel fuhren" berichtet ein merklich enttäuschter Stephan Schott.
Heute konnte Stéphane Peterhansel mit seinem dritten Tagesrang die Gesamtführung übernehmen. Das Team Schott/Schmidt hat dagegen ordentlich Boden verloren und ist nun mit einem Rückstand von 3:11:44 Stunden auf Gesamtplatz 51 zurückgefallen.
2013/01/08 | 17:13 CET | ARTICLE: MR/HS/KS-TOOLS







|



|

|