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Dakar-Review: Privatier Stephan Schott über die Dakar 2009




Nach einer erlebnisreichen Dakar Rally 2009 durch Südamerika schildert der erfolgreiche Privatier und Geschäftsführer der Werkzeugschmiede KS-Tools, Stephan Schott, seine Eindrücke von der "Mutter aller Marathonrallys". Für den Unternehmer war es die erste Teilnahme an einer Dakar-Rally.

MR: Stephan, es war deine erste Dakar. Unterscheidet sie sich wirklich so sehr von anderen Veranstaltungen?

Schott: Bisher hatte ich mit dem 2drive-Pajero fünf Rallys absolviert - viermal waren wir auf der UAE Desert Challenge in Dubai und letztes Jahr kam dann noch die Central Europe Rally dazu. Insgesamt sahen wir bisher mit unserem Pajero dreimal die Zielflagge - mit der Dakar nun viermal.

Obwohl die gefahrenen Rallys allesamt nicht einfach waren, kamen sie nicht im Entferntesten an die Schwierigkeiten der Dakar heran. Nicht nur die Länge spielt dabei eine Rolle. Wir wurden bei der Dakar vom ersten bis zum letzten Meter extrem gefordert so wie bei keiner anderen Veranstaltung und sind auch echt stolz darauf, das der 2drive-Pajero das durchhielt.

MR: Gab es bei der diesjährigen Dakar für euch einmal eine Situation, an der ihr dachtet "Das war’s jetzt für uns, die Zielankunft können wir abhaken"?

Schott: Da gab es eigentlich nicht nur eine aber die fünfte Etappe hatte es von Anfang an auf uns abgesehen. Zuerst fuhr uns kurz nach dem Start ein Truck ins Heck. Dabei war so eine schlechte Sicht, dass wir nicht einmal erkennen konnten wer es war - überall war nur Staub. Bei Kilometer 90 hatte es dann unsere Kupplung erwischt. Da ging für uns nichts mehr und die Rally war für uns quasi zu Ende. Mit der defekten Kupplung hätten wir nie das Ziel erreicht und an eine Reparatur on Stage war auch nicht zu denken.

Ein paar Ölarbeiter halfen uns erst einmal mit Steaks und kühlem Bier aus und zeigten uns dann einen Weg zur nächsten Strasse. Dort stiessen wir dann auf unseren Service-Actros. Auf der Strasse im argentinischen Nirgendwo wurde dann die Kupplung gewechselt und wir waren schon fast auf dem Weg zurück nach Buenos Aires. Auch wenn wir wieder auf die Strecke zurückgekommen wären, hätten wir soviel Zeit verloren und soviel Kontrollpunkte verpasst, dass wir letztendlich aus der Wertung wären.

Ein Anruf von einem Mitstreiter liess uns dann wieder hoffen. Er meinte wir sollten auf jeden Fall ins nächste Biwak fahren da durch die Probleme von so vielen Teilnehmern eine Annullierung der Etappe sehr wahrscheinlich wäre. Da war die Hoffnung wieder da und es war ja dann auch so.

MR: Was hat dich als Neuling an der Dakar besonders fasziniert?

Schott: Die Begeisterung der Menschen in Argentinien und Chile. Schon vor dem Start waren wir immer umringt von Menschenmassen. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft mit der wir immer wieder empfangen wurden war unbeschreiblich. Man hat uns sogar Weintrauben und Weinflaschen ins fahrende Auto gereicht und überall war eine ausgelassene Stimmung - einfach unbeschreiblich und einmalig.

MR: Du bist Geschäftsführer eines Unternehmens, welches hochwertige Werkzeuge herstellt, unter anderem auch für den Kfz-Bereich. Welche Symbiosen ergaben sich da für das Unternehmen?

Schott: Nicht nur unser Team war komplett mit KS-Tools Werkzeug ausgerüstet, auch andere Teams vertrauten bei der Dakar auf Produkte aus unserem Haus. So war das X-Raid Team sogar noch weitaus besser mit unserem Werkzeug ausgerüstet wie wir selbst. Allein das Team rüstete über zehn Servicetrucks mit KS-Tools Werkzeug aus. So wussten wir auch immer wo es Werkzeug gab, welches wir aus Platzgründen auf unserem Servicetruck nicht mit hatten.

Dazu kam noch, dass ich unsere Produkte mehr als je zuvor zu schätzen lernte. So oft wie in den 14 Tagen der Dakar hatte ich wohl noch nie zuvor unser eigenes Werkzeug in den Händen gehabt. Da war ich gleich noch als Qualitätsprüfer in eigener Sache unterwegs.

MR: Wie sieht abschliessend deine weitere Planung für die kommenden Monate aus?

Schott: Diese Dakar müssen wir erst einmal sacken lassen. Auch ist der Pajero ja noch nicht wieder zurück und das wird auch noch ein paar Tage dauern bis er wieder in Leipzig in der Werkstatt ist. Dort braucht er auch erst einmal dringend mehr als nur eine grosse Durchsicht. Schon aus diesem Grund ist ein Start bei der UAE Desert Challenge in diesem Jahr für uns nicht möglich, da man den Termin für diese Rally auf März vorverlegt hat. Aber einen entsprechenden Ersatz für diese Rally werden wir über das Jahr schon finden. Und bis zur nächsten Dakar ist ja auch nicht mehr so viel Zeit...

Artikel vom 12.02.2009, Artikel: Redaktion/hs/Frank Hartmann

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