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 Dos Sertoes: Spinelli (Lancer), Kolberg (Ethanol) und Nobre (X-raid) die Stars.
Zwar zählt die "Rally Dos Sertoes" in Brasilien nicht zum FIA World Cup - dafür zum Motorrad World Cup FIM. Und die Rally ist etwas Besonderes: Eine echte "Marathonrally" im klassischen Sinn, lange Etappen durch verschiedene Landschaften, quer durch den Dschungel und die Steppen Brasiliens.
Vom 10. bis 18. August müssen insgesamt 4.026 Km Gesamt / 2.411 Km in Wertung in Angriff genommen werden. In 10 Etappen geht es von Goiânia in Zentralbrasilien nach Fortaleza an der nördlichen Küste.
Es sind vor allem nationale Stars, die in der Auto-Kategorie (offen ist die Rally für Pkw, Lkw, Mopeds und Quads) um den Titel kämpfen. Allen voran Mitsubishi Brasilien und deren Aushängeschild Guilherme Spinelli. Der Dakar-Pilot startet gemeinsam mit Navigator Youssef Haddad in einem brasilianisch revidierten, Ex-Werks Mitsubishi Racing Lancer.
"Ich muss mich erstmal wieder an das Auto gewöhnen" berichtet Guilherme Spinelli kurz vor der Rally, "immerhin war ich 7 Monate nicht mehr mit dem Racing Lancer unterwegs." Das Auto ist erst kurz vor der Rally fertig geworden, für Tests war kaum Zeit. Die Dos Sertoes sieht man vor allem als ersten grossen Test für die Südamerika-Dakar 2012 an.
Weitere Piloten des brasilianischen Mitsubishi Werks-Teams sind Cristian Baumgart/Beco Andreotti und Mark Baumgart/Kleber Cincea mit einem neu aufgebauten Mitsubishi Triton (L200 Pickup) Evo sowie Reinaldo Varella/Eduardo Bampi mit einem Mitsubishi Triton (L200 Pickup) SR.
Übrigens, nicht über die deutschen Namen wundern: Bei der Rally starten zahlreiche Auswanderer und deren Nachkommen - über 10 Namen im Starterfeld klingen deutsch, sind es aber nicht.
Ein weiterer Star ist der Brasilianer Klever Kolberg, früher vor allem mit Ralliart-Mitsubishi auf der Dakar unterwegs. Im vergangenen Jahr sattelte er um, startete mit einem Ethanol-betriebenen Mitsubishi Triton (bei uns L200 Pickup in der alten Version, aber mit starkem Facelift) - was vor allem eine besondere Eigen-Logistik erforderte.
Auch auf der Dos Sertoes startet Kolberg mit Ethanol - allerdings in einem neu aufgebauten Triton/L200, der in der Front stark an einen Volkwagen Amarok erinnert. Kein Wunder, ist der in Argentinien gebaute Amarok doch ein starker Mitsubishi-Konkurrent im "Volkswagen-Land" Brasilien.
"Das Auto macht Spass und sieht gut aus" sagte Kolberg nach ersten Tests. "Allerdings ist er noch zu laut - wir konnten kaum den eigenen Funk im Auto verstehen."
Auch X-raid ist mit einem privaten BMW X3CC am Start. Der ehemalige Dauer-Kunde Paulo Nobre (Brasilien) startet gemeinsam mit seinem langjährigen Navigator Filipe Palmeiro (Portugal) - fast schon traditionell.
"Der Veranstalter verspricht die schwierigste Dos Sertoes aller Zeiten und wir sind gespannt, was uns erwarten wird," so X-raid Teamchef Sven Quandt. "Paulo beendete die Dos Sertoes bei seiner letzten Teilnahme auf dem dritten Rang und ich gehe bei dieser Ausgabe von einer Steigerung aus."
2011/08/09 | 17:42 CET | ARTICLE: MR/SY/QUANDT


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