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Dresden-Breslau: Die Motorsport-Legende Walter Röhrl kommt




Ein Highlight folgt auf das Nächste - die Dresden-Breslau 2008 schlägt alle Rekorde. Mit 160 Pkw in Wertung, ca. 50 Lkw und 90 Motorrädern und Quads rechnet die Organisation in diesem Jahr. Jetzt gelang Veranstalter Klaus Leihener ein neuer Coup: Die deutsche Rally-Legende Walter Röhrl wird den offiziellen Showstart in Dresden zelebrieren.

Für die meisten Motorsport-Fans ist Walter Röhrl nachwievor der beste deutsche Motorsportler aller Zeiten. Zwar erlang Formel 1 Pilot Michael Schumacher wesentlich mehr Erfolge - doch Schumacher konnte fahrerisch nur eines: Schnell im Kreis fahren.

Röhrl hingegen war ein Multi-Talent. Niki Lauda nannte ihn einst "Genie auf Rädern". In Italien wurde er schon vor längerer Zeit zum "Rally-Fahrer des Jahrhunderts" gewählt und eine Jury aus 100 Motorsport-Experten aus der ganzen Welt ernannten ihn zum "besten Rally-Fahrer aller Zeiten".

Röhrl war in allem schnell. Zweimal wurde er Rally-Weltmeister, 14 mal siegte er auf WM-Läufen, viermal gewann er die legendäre "Rally Monte Carlo", 1987 setzte er beim "Pikes Peak Rennen" in den USA neue Masstäbe. Doch nicht nur auf Rallys war Röhrl ganz vorne dabei. So nahm er z.B. für Audi an der US-amerikanischen IMSA-Serie und Trans-Am-Championship teil und fuhr mehrfach in der DTM mit einem Audi V8 auf das Podium.

Röhrls Top-Zeit waren die Siebziger und Achtziger Jahre, in denen der Rally-Sport noch "über allem" stand und der Formel 1 Sport die Massen eher langweilte. Hunderttausende Zuschauer säumten die Rallystrecken weltweit. Nach diversen Einsätzen mit BMW, Fiat, Ford und Alfa Romeo wurde er 1974 erstmals Europameister mit einem Opel Ascona.

1978 wechselte er zu Fiat (131 Abarth) und Lancia (Stratos) und wurde 1980 erstmals Fahrer-Weltmeister. Nach einem "Luft-Vertrag" mit Mercedes und diversen Einsätzen mit Porsche kam 1982 der "Wiedereinstieg" bei Opel. Legendär waren seine Einsätze im blau-weissen Opel Ascona 400, die im gegen Ende des Jahres den zweiten Weltmeisterschaftstitel brachten.

1983 ging es zurück zu Lancia, mit dem "037 Rally" gelang ihm der zweite Platz in der WM. Doch Audi, seit 1981 mit dem neuen "Quattro" äusserst erfolgreich, wollte Röhrl unbedingt haben - und so wechselte Röhrl 1984 ins Lager der Ingolstädter. Doch diverse Ausfälle brachten ihm zu Beginn bei Audi kein Glück, immerhin wurden die Bayern dennoch mit Stig Blomqvist Weltmeister.

Es folgten die Jahre der "wahnsinnigen Gruppe B" Fahrzeuge mit bis zu 600 PS - berühmt der kurze Audi Quattro S1, der Austin Metro, der Peugeot 205 oder Lancia Delta HF Integrale. Audi ist auf seinem Rally-Höhepunkt. 1986 wird die "Gruppe B" nach einem schweren Zuschauer-Unfall in Portugal verboten. Die Konkurrenz wird besser und besser und so beschliessen die Ingolstädter, sich nach 1987 und letzten Einsätzen auf einem Audi 200 Quattro aus dem Rallysport zurückzuziehen.

Der Rückzug Audis sorgte für ein Ende "der fetten Jahre" des Rallysports vor allem in Deutschland, die Rally-WM wurde immer mehr professionalisiert und Marken wie Lancia, Toyota, Ford und Peugeot übernahmen das Ruder. Audi stieg mit Röhrl in den Rundstreckensport ein, holte einen Sieg nach dem anderen in den USA und dominierte dann lange Zeit die Anfang der 90er Jahre aufblühende und fortan sehr beliebte DTM (Deutsche Tourenwagen Meisterschaft).

Walter Röhrl wechselte nach vielen Erfolgen mit Audi zu Porsche. Für den Stuttgarter Sportwagenhersteller ist er noch heute als Rennfahrer, Testfahrer, Instruktor und Fahrzeugkonstrukteur aktiv.

Hartnäckig versuchte Volkswagen und insbesondere Kris Nissen, Walter Röhrl für eine Teilnahme im VW Race Touareg auf der "Dakar" und im Marathonrally-Worldcup zu begeistern. Doch anders als sein langjähriger Weggefährte Ari Vatanen lehnte der Bayer ab. "Das ist nichts mehr in meinem Alter, ausserdem würde das mein Rücken nicht mehr mitmachen" erklärte Röhrl Ende 2003 anlässlich der Präsentation des ersten VW Race Touareg.

Entgegen vielen heutigen Motorsportlern ist Walter Röhrl ist trotz seiner Erfolge ein ganz normaler Mensch geblieben. "Ich brauche keinen Hubschrauber, keine Yacht, kein Haus in Florida. Mir reichen mein Rennrad, eine Tour in den Bayerischen Wald und zehn Mark für eine Brotzeit zum Glücklichsein" erklärte er einst in einem Interview.

Am 29. Juni wird die Rally-Legende die 14. Dresden-Breslau in der Dresdener Innenstadt eröffnen - eine Hommage vor allem an alle Teilnehmer der grössten Offroad-Rally nach der Dakar.

Artikel vom 10.06.2008, Artikel: Redaktion/hs

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