

|

 Dresden-Breslau: Genehmigungen stehen, neuer Showstart, Ludolfs kommen.
Nur noch vier Wochen, dann startet in Dresden mit der "Dresden-Breslau" erneut die grösste Marathonrally Europas (neben der Baja Saxonia als grösste Baja Europas). Die sehr gute Nachricht zuerst: Alle Genehmigungen sind vorhanden und die Verträge mit den regionalen Forstbehörden und dem Militär unter Dach und Fach. Nach der Absage der MT Rally kam es zu Gerüchten über die Genehmigungen, diese sind damit endgültig vom Tisch.
2010 wird es zahlreiche Neuerungen geben - so wird die Stadt "Wroczlaw", in Deutschland als "Breslau" bekannt, auch erstmals echter Zielort der Rally. Trotz des Hochwassers in Breslau wünscht der Bürgermeister der Stadt ausdrücklich eine Durchführung des Finales. Im Gegenzug wollen die Organisatoren der Rally um Henrik Strasser der Stadt die Erlöse der "Breslau Charity" zukommen lassen - eine noble Geste der Veranstalter und ein Zeichen der Polen, das man nachwievor sehr an der Rally interessiert ist.
Auch in diesem Jahr wird es wieder einen Charity-Prolog mit prominenter Unterstützung geben. In Wertung mit dabei: Die Brüder "Ludolfs" aus der gleichnamigen Fernsehserie. Rally-Moderator Klaus-Peter Kessler schmunzelte schon anlässlich deren Beliebtheit: "Das wird schwer gegen die Ludolfs anzukommen - jetzt muss ich mir als Background noch einige Folgen der Serie anschauen."
Der Prolog wird wie in den letzten Jahren wieder in Dresden abgehalten, neu ist die Verlegung des Showstarts auf der Augustus-Brücke auf den Samstag Abend, bei dem dann zuerst die Trucks und Autos mit dem Charity-Prolog über die Rampe rollen sollen. "Die Trucks und Autos sind mehr in die Charity eingebunden und am Samstag Abend ist einfach mehr los in der Innenstadt" berichten die Veranstalter.
Bis Sonntag bleibt man in Dresden, dann geht es ins "Baja Saxonia-Gelände" bei Hohenmölsen. Dort wird es allerdings kein Camp geben, nach der Etappe geht es direkt weiter nach Drawsko in Polen. Dort wartet am Montag der bisher längste Drawsko-Rundkurs. Es folgt die Hannibal-Etappe gleichzeitig als Überführung nach Trezbien bei Zagan, von dort aus geht es weiter nach Breslau. Das Finale kann sich aufgrund der Hochwasserlage eventuell noch ändern.
Beim Thema Sicherheit bleibt man beim bewährten Rettungsservice von ORMS, der von polnischen Teams ergänzt wird. Je nach Genehmigungslage ist auch der Einsatz eines Helikopters für den Notarzt angedacht.
Bei der Zeitnahme setzt man erneut auf das "Sport-Ident" System, das bereits im Vorjahr und auf der Baja Saxonia eingesetzt wurde. Ergänzt wird das System durch die Ortungstechnik von "Finder", mit der die Einhaltung der Strecken gewährleistet werden soll. Dazu werden sogenannte "Tracking Points" in der Strecke installiert, die von den Teilnehmern angefahren werden müssen. Das System ist automatisiert - jedoch werden die ersten 30 Fahrzeuge alle manuell nachkontrolliert. Besteht Verdacht auf Verlassen der Strecke kann durch andere Teilnehmer Protest eingelegt werden und dies ist jetzt leicht nachvollziehbar.
Aus versicherungstechnischen Gründen werden auch die Überführungen etc. überwacht. Bei Überschreitung der Geschwindigkeit um 10 km/h gibt es eine Strafstunde, bei 20 km/h 2 Strafstunden - ab 25 km/h wird das Team disqualifiziert.
Über die "Finder"-Gerätefunktion kann jeder Teilnehmer geortet werden, wenn er in einem GPRS Bereich (besseres Handynetz) ist. Die Organisation kann somit schneller die Strecken leeren und bereits länger festsitzende Fahrzeuge früher bergen sowie kleinere Hilfestellungen (Benzin/Diesel etc.) leisten. Über einen Notfalllknopf kann die Organisation alarmiert werden. Das Ortungssystem wurde erfolgreich bei den "Lila Tagen" in Rumänien getestet (wir berichteten).
Um einen geregelten Zeitablauf zu gewährleisten, hat sich die Organisation entschieden, ein Zeitlimit einzuführen. Bei schlechter Witterung kann eine Strecke verkürzt werden, die Entscheidung kann vor aber auch während des Rennens erfolgen. Ebenfalls wird bei der Hannibaletappe ein Zeitlimit eingeführt.
Wie im Vorjahr wird es im Camp einen Tankservice geben, der aber auf 30.000 Liter ausgeweitet wurde. Beim Preis kommt man den Teilnehmern entgegen, so soll der Sprit günstiger als an Tankstellen angeboten werden. Die Organisation bittet um eine rege Nutzung des Service, so können auch die günstigeren Spritkosten gehalten werden.
Wie bereits vor vier Jahren zur Fussball-WM kommen auch die Fans vom Fussball nicht zu kurz. Im Fahrerlager wird eine grosse Leinwand aufgebaut, wo die Fussball begeisterten Teilnehmer die WM verfolgen können.
Alle ausführlichen Informationen für Teilnehmer und Fans finden Sie auf der offiziellen Webseite [ www.rallye-breslau.com ].
2010/06/01 | 11:34 CET | ARTICLE: MR/HS/KPK/KESSLER


|

|