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Erg Oriental: Etappe gecancelt, aufwändige Rettungsaktion der Teilnehmer



Wie gestern am Sonntag bereits angekündigt, wurde die heutige Montags-Etappe gecancelt, die Teilnehmer fahren auf der Asphaltstrasse nach Douz und können sich dort in Ruhe auf die Etappe am Dienstag vorbereiten. Erst gegen 19:30 Uhr kamen die letzten Teilnehmer im Camp an, entgegen der ersten Gruppe mussten sie sich noch länger durch die Dünen kämpfen und hatten zudem das Problem, das durch die Versuche der ersten Gruppe die Dünen völlig ausgefahren und noch weicher waren.

Eine fast schon unglaubliche Aktion an Zusammenhalt der Teilnehmer und Organisation gab es am Sonntag Abend. Nachdem der Land Rover des österreichischen Ehepaars Lampert aufgrund des Achsen- und Lenkungsschadens immer noch in den Dünen verblieben war und in dieser Form nicht geborgen werden konnte musste man neue Ideen suchen.

Teilnehmer Markus Dvorny (Platz 2, Land Rover Defender) hatte aufwändigst mit einem eigenen PC-Programm ein kartografisches Informationsblatt erstellt, das alle GPS-Punkte, Geschehnisse und Uhrzeiten auf einer Luftaufnahme des Dünengebietes zusammenfasste. Aufgrund dieser Grafik konnte man sich ein genaues Bild der Strecke und Beschaffenheiten machen.

Die Quadfahrer von KOS, die tagsüber den Motorradfahrer geborgen und die Teilnehmer mit Wasser und Sprit versorgten, ergänzten die Listen mit Informationen, wo es fahrbar ist bzw. wo man tunlichst nicht durchfahren sollte. Aufgrund dieser Zusatzinformation brachte KOS einen Rettungsplan ins Spiel - zuerst als "fixen Gedanken", dann als "die Lösung".

Ab diesem Punkt hielten alle zusammen. Caterer Wolfgang Dieterle stellte seinen Land Rover Defener als vorläufigen Ersatzteilspender zur Verfügung. Aufwändigst wurde durch den Service von Daktec die Vorderachse des Catering-Landys ausgebaut, in Einzelteilen verpackt und in den Pinzgauer (das für diese Aktion neben den Quads tauglichste Fahrzeug im Rennen) von Gregor Schiller und Lutz Lindenmeyer geladen. Gemeinsam mit den Quads von KOS und Mechaniker von Daktec machte man sich gegen 5:00 Uhr morgens in Richtung des havarierten Land Rovers auf.

Der Plan: Der Pinzgauer fährt bis an den Dünenrand, dort werden die Ersatzteile auf die Quads verteilt, gemeinsam mit den Daktec-Mechanikern fahren die Quads zum Land Rover und reparieren ihn mit den Teilen des Catering-Landrovers. Sollte der Land Rover dann fahrbereit sein, fahren alle gemeinsam zurück nach Ksar Ghilane. Dort wird die Achse wieder ausgebaut und geht zurück in den Catering-Landy. Der Berge-Lkw von Jörg Schumann (kommt nicht in die Dünen, diese sind zu hart) lädt den havarierten Landy auf, im Konvoi fahren alle im Anschluss nach Douz.

"Dies ist ein Paradebeispiel an Zusammenhalt und Fairness" berichtet Matthias Krüger von Daktec, "wir haben gemeinsam eine Lösung gefunden, alle arbeiten zusammen, keiner hält dabei die Hand auf." Sein "West-Pendant" Klaus Krüger von KOS ergänzt: "Unter den gegebenen Umständen konnte der Land Rover nicht geborgen werden, also musste eine Lösung her."

Auch Veranstalter Jörg Steinhäuser zeigte sich von dem Engagement der Teilnehmer und der Servicecrews beeindruckt: "Ich bin schon stolz wenn man sieht, wie die Servicecrews der Rally und die Teilnehmer im Ernstfall zusammenhalten. Das zeigt auch, das hier keine alleine gelassen wird."

Zuvor hatte sich auch das Militär an der Aktion beteiligt, konnte zur Bergung nicht viel beitragen, besetzte aber wichtige Punkte um den havarierten Land Rover, um deren Sicherheit in der Nacht zu gewährleisten.

Am Dienstag geht es in Wertung von Douz aus weiter nach Nefta, dort trifft man auf die legendäre Kulisse der Star-Wars-Filme, die sich immer noch zwischen zwei Dünen befindet und als Touristenattraktion genutzt wird.

Artikel vom 06.10.2008, Artikel: Redaktion/hs








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