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Erg Oriental: Freud und Leid, Kampf und Spiel - die Marathon-Etappe





Für Einige war die heutige Marathonetappe schneller als erwartet beendet, Andere hatten extrem schwer zu kämpfen... Das heutige Roadbook bestand überwiegend aus GPS-Punkten, die teilweise etwas "gemein" ausgelegt waren. Musste man in die Dünenfelder, links oder rechts um die Dünen herum...und gar die Hauptpiste verlassen? Nicht nur ein gutes Auto, fahrerisches Können und Navigation - sondern auch eine Portion Glück waren heute für eine gute Platzierung unbedingt nötig.

Zu Beginn ging es über schnelle Pisten, die dann in lange, härtere Sandfelder übergingen, diese waren zudem mit riesigen Kathedraldünen durchzogen. Einige Teilnehmer kämpften sich durch die Dünenfelder vor, Andere fuhren drumherum. Wer früher kam, hatte noch harten Sand, mit jeder Stunde wurde dieser bedingt durch die brennende Sonne weicher. Ab Tiaret dann nur noch Highspeed - 150 Kilometer Piste, Piste, Piste. "Das war nicht zu unterschätzen, die Kurven waren zum Teil unheimlich eng" berichtet Matthias Krüger vom Daktec-Team. "Einmal habe ich gezuckt und dachte "das wars", das Auto ging total quer - aber wir haben ihn wieder einfangen können."

Unglaublich schnell kamen heute Ernst Rübsam Senior und Ernst Rübsam Junior ins Ziel - selbst die Zielkontrolle war noch nicht aufgebaut. "Damit haben wir nicht gerechnet" wundert sich Veranstalter Steinhäuser, "bei der Vortour hatten wir hier richtig zu kämpfen." Der Nissan Navara des Teams litt erneut unter der Fahrweise - der Pickup-Aufbau brach ab und zerlegte sich teilweise. "Kein Problem" grinst Rübsam Senior, "das ist nur Blech. Das Auto geht unheimlich gut, wir sind zuversichtlich das wir bis zum Ende der Rally durchkommen."

Glück hatte der tschechische Motorradfahrer Ladislav Skoda. Mitten in den Dünen fiel sein Roadbookhalter aus, Skoda hatte keine Orientierung mehr. Also hing er sich an Rübsam ran, konnte kaum das Tempo halten: "Wahnsinn, wie der durch die Dünen geknallt ist. Ich war dann richtig überrascht, das wir zusammen als Erste im Ziel waren."

Über 20 Minuten nach dem Nissan-Duo kamen Simon Garnham und Rolf Blaess ins Ziel - und waren verdutzt und glücklich zugleich über die gute Platzierung. "Wir haben den ganzen Donnerstag zusammen mit den Jungs von Daktec damit verbracht, die Achse zu reparieren, die nach dem heftigen Sprung verbogen war" so Blaess. Mit Lkw-Wagenhebern, gefundenen Ketten und Stahlträgern bog man die Achse aufwendig wieder hin und ersetzte die innenliegende, abgerissene Steckachse. "Das Auto hielt, die Bremsen auch, ein schöner Tag" freut sich der Brite Garnham.

Lange hatte man sich ein Duell mit Peter Mühmel im Mitsubishi geliefert, dann blieb Mühmel mit einem platten Reifen stehen und verlor wertvolle Zeit. Das nutzte Matthias Krüger (Nissan Terrano) und kam als Dritter ins Ziel. Markus Dvorny landete mit seinem Land Rover und Beifahrer Willi Janke an vierter Stelle, muss am Abend aber alle Dämpfer auswechseln. "Das ist wie ein Fluch" grinst der Land Rover Pilot.

Mitten in den Dünen gab es heute einen Überschlag, der zum Glück glimpflich ohne Verletzungen ausging. Das einzige Mercedes-Team Moyzio/Moyzio rollte sich an einem Dünenabhang - für die beiden doppelt hart, denn bereits im April überschlugen sich beide, der Mercedes G320 war gerade erst wieder fertig geworden. Andreas Wulf und Anja Bork fuhren hinter den beiden, hielten sofort an um die Piloten aus dem Fahrzeug zu holen und stellten den Mercedes wieder auf. "Dadurch haben wir natürlich viel Zeit verloren, aber Sicherheit steht an erster Stelle" so Wulf.

Nach dem aktuellen Stand fielen heute zwei Motorräder aus, Karl-Heinz Porschen blieb mit seinem Renn-Käfer erneut liegen und Ullrich Müller verlor über 1,5 Stunden, nachdem Luft im Dieselschlauch für Stillstand mitten in den Dünen sorgte.

Die genaue Wertung liegt noch nicht vor, da erneut einige GPS-Punkte kontrolliert werden müssen. Wir melden uns daher heute Abend nochmals mit dem letzten Stand.

Artikel vom 03.10.2008, Artikel: Redaktion/hs








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