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Erg Oriental: Neue Satellitenortung für 2008 - Test erfolgreich




Als erster deutscher Veranstalter plant die "Erg Oriental" Tunesien-Rally in diesem Jahr die Einführung eines Satelliten-Systemes ähnlich dem auf der "Dakar" bewährten Iritrack-System. Auf der jüngst beendeten Vortour für die 4. Ausgabe der Rally wurde das System erstmals getestet

"Das Ortungsgerät, für das wir uns entschieden haben, liess den Verkäufer schwärmen, was dieses kleine runde Ding, so gross wie eine Untertasse und voll gestopft mit Elektronik und mit Satelliten- Sende- und Empfangsteil, so alles kann" berichtet Veranstalter Jörg Steinhäuser. "Die Handhabung des Gerätes ist ganz einfach: Es wird im oder am Fahrzeug an Plus und Minus angeschlossen, und schon ist es einsatzbereit."

Im Fahrzeug der Rennleitung, in dem auch die Auswertung der einzelnen Etappen durchgeführt wird, steht ein Laptop, ausgerüstet mit einem Satelliten- Sende- und Empfangsteil. An Hand der einzelnen Spuraufzeichnungen kann die Organisation jederzeit sehen, wo sich die Teilnehmer befinden, wie schnell die Fahrzeuge fahren oder ob die Fahrzeuge stehen. "Wir können jederzeit zu jedem Kontakt aufnehmen und erfahren, ob Hilfe benötigt wird, und dann Notwendiges veranlassen" so Steinhäuser.

Das System verfügt auch über eine Balise, ein Notsignal, das per Knopfdruck vom Teilnehmer oder einem Helfer ausgelöst werden kann. "Der Notruf geht in ein Rechenzentrum und von dort direkt zur Rennleitung in die Wüste. Die Rennleitung ist also in kürzester Zeit über den Notruf informiert. Kurze Zeit später erhält der Absender des Notrufs schon die die Nachricht, dass sein Hilferuf registriert ist und dass von der Rennleitung Hilfe organisiert wird, u.a. auch, dass man unterwegs zum Notrufabsender ist" erklärt Steinhäuser.

Auf der Vortour wurde das System durch die Organisation getestet. "Ich habe das Opfer gespielt und mich mit meinem Nissan Navara versteckt" berichtet Steinhäuser. In der Rally-Zentrale wurde dann die Suche eingeleitet. Mit einem Laptop zeigte die Organisation die Funktionsweise: "Wir haben hier z.B. den Track aufgezeichnet. Die Teilnehmer senden ein Signal, was als Punkt auf der Strecke angegeben wird. Dabei kann der Punkt auch mit Daten belegt werden. Weicht ein Fahrzeug ab, können wir das hier sofort sehen."

Neben der genauen Ortung von Teilnehmern und dem damit verbundenen hohen Sicherheitsaspekt bietet die neue Satellitenortung weitere Vorteile. Neben der Vermeidung von "Schummeleien" (wie z.B. das Fahren von Abkürzungen) wird die tägliche Auswertung immens beschleunigt. "Kurz nachdem der letzte Teilnehmer im Ziel ist, haben wir das Ergebnis. Nach Ablauf der Einspruchsfrist der Teilnehmer wird ca. eine Stunde später die endgültige Etappenwertung ausgedruckt und bekannt gegeben." Auch die Start- und Zielzeiten werden elektronisch aufgezeichnet, automatisch in den Auswertungsrechner eingegeben und für die weitere Auswertung hinzugezogen. Sollte es zu Differenzen kommen, wird zusätzlich noch das GPS-Gerät ausgelesen.

Der grösste Clou: Nicht nur die Organisation kann die Teilnehmer live verfolgen und orten, sondern auch jeder "Daheimgebliebene" mit einem Computer und Internetzugang. "Wenn alles klappt, sind wir die erste Amateurveranstaltung mit einem Livetracking."

Die Organisation plant zudem die Anschaffung mehrerer Geräte im Kauf. "Man kann die Geräte mieten oder kaufen, auf die Dauer ist ein Kauf günstiger. Unsere Überlegungen gehen dahin, das System zu kaufen und dann weiteren Veranstaltern zur Miete anzubieten. So könnten bald alle Amateurrallys auch mit kleinem Budget über dieses geniale System verfügen und ihren Teilnehmern einen völlig neuen Sicherheitsstandart anbieten" so Steinhäuser.

Die "Erg Oriental" wird in diesem Jahr zum vierten mal ausgetragen und gilt als Nachfolger der im vergangenen Jahr in Konkurs gegangenen "Rally El Chott", die Organisator Steinhäuser einst gründete und 2002 an einen neuen Betreiber verkaufte. Bereits seit 1981 veranstaltet Steinhäuser mit seinem Team Marathonrallys in Afrika und gilt damit weltweit als am längsten aktiver Rally-Veranstalter.

Artikel vom 11.04.2008, Artikel: Redaktion/hs








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