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 | Erg Oriental: Speed am Dienstag, letzte Dünen am Mittwoch |
 Am Dienstag wurde es (wie kurz berichtet) nochmals richtig schnell - und zwar so schnell, das "Die Grossen" allen Anderen davonfuhren. Wie berichtet hatte man nach der Absage der zweiten El Borma Etappe einen Fast-Speed Kurs auf der Pipeline-Piste bis zum Grenzpunkt des Sperrgebietes als Ersatz geschaffen, und die lag vor allem den Trucks. Frantisek Svoboda und seine Crew verbliesen mit ihrem Tatra die Konkurrenz und schafften die Strecke in 2:08 Stunden, knapp 2:39 Minuten vor ihren Landsleuten Martin Mikulencak und Mila Janacek im Racing Hummer. "Das war richtig gut" grinst Svoboda im Ziel, "einfach auf dem Gas stehen bleiben, das war Spass pur!"
Überhaupt lagen die Zeiten "Dakar-ähnlich" ganz dicht beieinander. Bei den Pkw entschieden Christian und Corinna Windfeder in einem schnellen Duell mit Dr. Ulli Müller und Willi Janke die Etappe für sich, kamen nach 2:11 Stunden nur satte 7 Sekunden (!) vor dem Toyota der Norddeutschen ins Ziel. Nur 13 Sekunden hinter Müller/Janke kam der Käfer-Range von Karl-Heinz Porschen und Steffen Körver an, erst danach gingen die Abstände in den Minutenbereich, das Team Lampert aus Österreich (LR Defender) schaffte es mit 02:19 Stunden als Vierter.
Letzter Pkw wurde am Dienstag ausgerechnet die Vorjahressieger Stephan Arendt und Torsten Giering. Auf der Etappe kamen sie nach einer unübersichtlichen Kurve bei 120 km/h ins Schlingern und drohten, seitlich in die Stein-Ränder der Piste zu driften. "Wir haben dann blitzschnell entschieden einzulenken und über die Steine zu fahren - immer noch besser als ein Überschlag" erzählt Stephan Arendt. Doch dabei schlug man voll in die Steine ein, riss sich die Kardanwelle ab und zerstörte Teile des Fahrwerks, den Unterbodenschutz sowie optisch das vordere Differential. "Vorne ging es noch, also haben wir auf Frontantrieb umgebaut und sich auf der Asphaltstrecke nach Douz gefahren. Für uns ist das Rennen gelaufen."
Motorradpilot Michael Hanniger kam in 2:48 Stunden ins Ziel, das einzige Quad mit Gerhard Arzberger ging nicht mehr an den Start. Bei den Buggies traten nur noch Annett Fischer/Katrin Wustmann sowie Titus und Julius Dittmann an, die Mädels machten die Strecke in 3:09 Stunden klar, die beiden Skater-Experten benötigten 3:28 Stunden. "Wir mussten anhalten, weil es im Buggy so saukalt war" berichtet Titus, am Ende hatte ich mehrere T-Shirts, Jacken und Hosen gleichzeitig an. Überhaupt war es in diesem Jahr kalt wie nie zuvor, selbst am Tag schaffte es die Sonne kaum über 22 Grad, Morgens und Abends lag das Thermometer zwischen 5 und 13 Grad.
Am Mittwoch ging es dann ein letztes mal durch die Dünen, von Ksar Ghilane knapp 90 Kilometer bis nach Douz, wobei gleich hinter der Oase Ksar ein knapp 20 Kilometer langes Dünenfeld für ein letztes grosses Highlight vor der Strandetappe sorgte. Das Ende war nach letzten Mini-Verwehungen im Kamelstadion von Douz aufgebaut.
Als Erster überquerte Motorrad-Pilot Michael Hanniger das Ziel, dicht gefolgt von Karl-Heinz Porschen (Käfer-Range) und den Svobodas im Tatra. Als zweites Auto passierten die Österreicher Lampert/Lampert die Ziellinie - zwar fuhr man mit dem Landy von Tinla/Ehlermann zusammen, doch Letztere hatten nicht alle Punkte. Es könnte also nochmal spannend werden - ein erster Tagessieg vom Österreichischen Ehepaar Lampert oder doch ein weiterer Sieg für Porschen/Körver?
Artikel vom 11.11.2009, Fotos: Redaktion/hs

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