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Erg Oriental: Toyota-Duell an der Spitze, Garnham gewinnt Etappe






Es war der Tag der Toyota: Simon Garnham und Rolf Blaess sowie Dr. Ulli Müller und Maik Hiekisch fahren nicht nur beide einen Land Cruiser, sie blieben auch den ganzen Tag "wie Kletten" zusammen. Der Brite Garnham folgte nach einer Idee seines deutschen Beifahrers Blaess dem Toyota der Norddeutschen Müller/Hiekisch. "Die beiden haben mehr Wüstenerfahrung als wir, also haben wir uns rangehängt um zu sehen, welche Geschwindigkeiten so gehen" schmunzelt Blaess am Abend. "Wir wechselten uns ständig in der Führung ab, am Ende wurde es schneller. Wir setzten uns nach vorne, an einer kniffligen Stelle verfuhr sich Müller kurzfristig, so war der Tagessieg unser."

Auf den dritten Platz schafften es Markus Dvorny und "ausnahmsweise"-Beifahrer Willi Janke (Land Rover Defender) vor Stepahn Arendt/Torsten Giering (Land Rover Defender), Matthias Krüger/Toni Skrypek (Nissan Terrano I) und dem Vater-Sohn-Duo Rübsam im Nissan Navara. Lange sah es so aus, als wenn die beiden Rübsams ihren zweiten Etappensieg einfahren sollten - bis kurz vor dem Ziel führten sie, obwohl man sich zweimal eingrub. Doch ein Navigationsfehler machte den Etappensieg schliesslich zunichte. In der Gesamtwertung führen Rübsam/Rübsam allerdings weiterhin knapp mit 44 Sekunden vor Müller/Hiekisch und Dvorny/Janke.

Besonders für Dvorny war die gute Etappe etwas Besonderes: "Ich habe mir erneut einen meiner HT-Dämpfer zerstört, das war auf den letzten Kilometern hart. Ist schon komisch, das ist meine dritte Rally, jedesmal musste bisher ein Dämpfer dran glauben."

Bei den Motorrädern gewann heute Otto Ulrich mit seiner KTM, auf den zweiten Platz kam der Tscheche Ladislav Skoda (Yamaha) vor dem Slowenen Niko Jakelj (Yamaha). In der Gesamtwertung führt Ladislav Skoda nun vor Otto Ulrich und Eric Fierhauser (KTM). Schwer zu kämpfen hatte vor allem Markus Konrad, der mit einer schweren KTM 950 Adventure angetreten ist. "Der Gute war richtig fertig, musste bei uns eine Pause machen" berichtet Ralf Müller, der den letzten CP besetzte.

Eigentlich hatten die Veranstalter für heute die grosse Marathonetappe von fast 500 Kilometern vorgesehen, doch die örtlichen Militärs (die zur Bewachung der Rally abgestellt sind) waren noch nicht bereit und monierten zudem die teilweise enge Streckenführung an der Algerischen Grenze. Bereits am Vortag machten sich daraufhin Rennleiter Rainer Burrichter und seine Crew auf, um die Strecke gemeinsam mit einigen hochrangigen Militärs zu ändern - die "Königsetappe" soll nun am Freitag gefahren werden.

Als Ausgleich zog man den kleinen Rundkurs, der ursprünglich für Freitag geplant war, vor. Knapp 250 Kilometer galt es in zwei Runden zu bewältigen, die Teilnehmer erwarteten "Offroad-Navigation" durch buckelige Kamelgrasfelder, lange, extrem versandete Etappen sowie erste (aber noch kleine) Dünen. Schwierig wurde es vor allem gegen Ende - denn gleich mehrere Wege verführten einige Navigatoren dazu, den Falschen auszuwählen. So wurde das Feld interessanterweise ausgerechnet auf den letzten 5 Kilometern nochmals komplett durcheinander gewürfelt.

Das Wetter war wie in den Vortagen ungewohnt wechselhaft. Der Tag begann mit leichtem Regen, nur kurz liess sich die Sonne blicken. Gegen Mittag nahm der Wind zu, weiter draussen in den Dünen entwickelte sich ein kleiner Sandsturm, der vor allem die Sicht auf die Strecke beeinflusste. Dennoch war es mit 25 Grad (bei bewölktem Himmel) angenehm warm, der Wind sorgte für Erfrischung.

Vor allen der zuvor tagelange Regen in El Borma und im Südwesten Tunesiens hatte die Dünen und die Kamelgrasfelder ungewöhnlich hart gemacht. An einigen Dünenkanten konnte man sehen, das die Feuchtigkeitsdicke bis zu 40 Zentimeter betrug. Übel wenn man einbrach - denn unter der harten Sanddecke verbarg sich Pulverfeiner Sand. "Mit jedem Sonnenstrahl wird die Schicht allerdings aufgelöst, das kann unheimlich schnell gehen" erklärt Veranstalter Jörg Steinhäuser. Der Brite Garnham kam bereits nach 3 Stunden und 45 Minuten ins Ziel - "das hätte bei weichem Sand sicher länger gedauert" so Steinhäuser.

Gleich zwei Piloten hatten heute besonderes Pech: Der Deutsch-Schweizer Andreas Tank legte seinen Mitsubishi Pajero auf die Seite und das Rheinländer Original Karl-Heinz Porschen (Volkswagen Käfer Proto) tuckerte mit einem klackernden und defekten Getriebe über die Strecke. "Der Wind hat die Spuren verweht, man hat kaum noch Wellen oder Rillen gesehen" berichtet Tank. "Auf einmal wurde das Auto schwammig, drehte sich hinten weg. Ich rutschte auf eine rechte Kuppe, kippte um, rutschte mit der Seite auf eine linke Kuppe, die mich wieder aufrichtete. Dem Motor war nichts passiert, aber drei Reifen waren platt, die Frontscheibe defekt und die Aufhängung krumm. Schade, wir waren ganz vorne dabei. Wir konnten den Schaden aber reparieren, sind am Donnerstag wieder im Rennen."

Porschen hingegen stand ein langer Abend bevor. Das Getriebe war hin, zum Glück hatte man Ersatz dabei. Aber um die Getriebe auszutauschen musste der Motor raus - nicht leicht bei dem eigenwilligen VW Käfer Proto, dessen "Corrado G60"-Motor millimetergenau in die Käfer-Front eingepasst wurde - die Karosserie basiert widerum auf einem VW Iltis. "Wir könnten auch keine Schäden haben und uns entspannen" grinste Porschen mit Kölscher Dialekt, "aber wir werfen eine "De Höhner"-CD ein und tauschen lieber den Motor. Wär doch sonst langweilig!" Bis zum frühen Abend dauerte die Reparatur, dann war der Käfer wieder rennfertig.

Am morgigen Donnerstag (02.10.2008) geht es (planmässig) weiter mit der 3. Etappe, einem grossen Rundkurs über 280 Kilometer, in dem die ersten grossen Dünen bewältigt werden müssen.

Artikel vom 01.10.2008, Artikel: Redaktion/hs








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