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Essen Motorshow Kolumne: Mädchen, Mädchen - und Autos gab es auch






Man kann sie schlecht kategorisieren - die Motorshow in Essen. Eine echte Automesse? Nein. Eine reine Tuningmesse? Auch nein. Eine Ausstellung? Zu sehr hebt sich die schrille Messe in Essen von der Masse ab. Auch wenn sie im Volksmund immer noch die "Proleten-Messe" ist, in Wirklichkeit ist sie ein Mix aus allem und verdient den Begriff "Show" in dieser Form zu Recht.

Noch vor einigen Jahren war die Motorshow kurz davor, sich als dritte Automesse hinter der IAA in Frankfurt und AMI in Leipzig zu etablieren. Doch die grossen Hersteller haben sich aus Essen zurückgezogen, lediglich Volkswagen und einige Andere sind noch in einer einzigen Halle dabei. Die legendäre Halle 1 war in diesem Jahr nur noch Ausstellung und Verkaufsplatz von Oldtimern und edlen Sportwagen.

Es sind vor allem die Ausrüster und Zubehörhersteller, die die Motorshow ausmachen. Denn das klassische Publikum ist geblieben. Neben den vielen seriösen Ausstellern tummeln sich vor allem im hinteren Bereich dutzende von fliegenden Händlern, bieten billige Kunststoffspoiler, blinkenden Schnickschnack oder Klarplastik-Rücklichter zum mitnehmen an.

Und immer sieht man ihnen noch gerne zu: Den Baseball-Kappen-tragenden Jugendlichen, die mit voluminösen Spoilern über der Schulter und etlichen Tüten teils mit Klebeband an den Spoilern fixiert schwitzend durch die Hallen schnaufen, um dann das kostbare Gut zum Schmunzeln der Umstehenden krampfhaft aber erfolglos in einen alten verrosteten Ford Fiesta zu verladen.

Doch zwischen den in diesem Jahr erstaunlich vielen Billigteil-Händlern und überteuerten Fressbuden entdeckt man in Essen auch Highlights. So stellen auch zahlreiche Verbände und Motorsport-Arten aus, in einer grossen Halle hat man eigens einen Drift-Parcours aufgebaut. Und - wohl bewusst - etwas weiter abgeschlagen präsentieren sich immer noch die Nobel-Tuner in "Auto-Salon"-Atmosphäre und teils aufwändigst veredelten Luxusfahrzeugen sowie SUV´s - galant hinter dicken Kordeln und auf feinem Teppich.

Dennoch, gerade die für Essen einst so legendären Shows mit barbusigen Botox-Schönheiten oder Ausstellungen von Showcars sind auf ein Minimum geschrumpft. Vor allem der Branchen-Primus D&W, der einst grosse Teile der Motorshow ausmachte, ist nicht mehr dabei - und das merkt man.

Auf knapp bekleidete Schönheiten muss man allerdings nicht verzichten: Hier darf und muss man zeigen, was geht. Je knapper, je sexier, umso besser. Denn auch wenn in diesem Jahr laut Aussagen der Messeleitung zum ersten Wochenende Rekord-Besucherzahlen gemessen wurden - das überwiegende Publikum ist gleich geblieben. Als Aussteller lernt man schnell: Das Produkt ist egal, alles was zählt ist die Schönheit, die es präsentiert (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Als Mann fühlt man sich in Essen also immer noch sehr wohl. Das liegt vielleicht auch an einem ganz besonderen Gefühl: Es ist irgendwie wieder wie in der spät-pubertären Zeit, in der das Autofahren noch neu war und das Beeindrucken weiblicher Schönheiten mit quietschenden Reifen als selbstverständlich galt.

Artikel vom 02.12.2008, Artikel: Redaktion/hs

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