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 EXKLUSIV: Neues Buggy-Projekt aus Deutschland steht in den Startlöchern.
Kaum eine Fahrzeugklasse boomt derzeit international so stark wie die Buggies. In den USA bilden sie die Mehrheit, in der südafrikanischen ABSA-Serie dominieren sie die Szene - auf der Dakar, im FIA-Sport und auch in Deutschland sieht man immer mehr "Leichtgewichte".
Was jedoch kaum einer weiss: In vielen erfolgreichen Buggies steckt deutsches Ingenieur-Knowhow. Nun will man mit einem eigenen Projekt durchstarten - in Deutschland.
Die grösste Besonderheit des neuen Buggy-Projekts ist die Vielseitigkeit - selbst Allradantrieb soll möglich sein, auch nachrüstbar. Basis ist ein Gitterrohrrahmen, der mit Hilfe von modernster CAD- und FEM Technologie entwickelt wird. Auch beim Design will man neue Wege gehen. Wer es puristisch mag, fährt "nackt" - auf Wunsch sind aber auch Phantasie-Design oder Kopien von Pkw oder Geländewagen als Hülle möglich.
In Sachen Technik setzt man auf Bewährtes und greift auf Grosserientechnik wie z.B. von Volkswagen oder Toyota zurück. Das betrifft Motoren, Getriebe, Differenziale, Antriebsstrang und -Wellen, Radlager, Lenkgetriebe, Bremsanlage und mehr. Das dient nicht nur der Haltbarkeit, vielmehr können Ersatzteile günstig und nahezu überall organisiert werden.
Bei der Motorleistung sollen 80 bis 280 PS möglich sein. "Schon beim Einsatz eines 1.6 Liter 20V Toyota Motors erreicht man eine Leistung von ca. 240 PS je Tonne - damit ist man ganz eindeutig im oberen Leistungssegment und schlägt selbst wesentlich teurere Modelle" berichtet der Konstrukteur. Das neue Projekt ist keine Utopie: "Unser System wurde bereits in der Südafrikanischen ABSA-Serie in der Klasse B erfolgreich eingesetzt."
Selbst an Wüsten- und Breslau-Teilnehmer wurde gedacht. Bis zu 80 Liter Tankvolumen sind möglich, das reicht für bis zu 600 Kilometer. Optional kann auf 120 Liter erweitert werden. Ein Schnorchel soll Wasserdurchfahrten bis zu einer Tiefe von 1,65 Metern erlauben, möglich ist auch eine Winde bis 2.500 kg.
Um das Fahrzeugkonzept noch attraktiver zu machen, wird es auch als Kit-Car verfügbar sein. Hierbei kauft der Kunde dann einen Kit, bei dem bis auf den Motor und das Getriebe alle Teile für den Bau eines rennfertigen Buggies geliefert werden.
Wann der neue Buggy kommt, ist noch offen - die Vorbereitungen laufen aber bereits. Wenn alles klappt, will man noch in diesem Jahr auf ein oder zwei deutschen Veranstaltungen fahren. "Ein idealer Test wäre das 24-Stunden Rennen" meint der Konstrukteur. Man darf also gespannt sein...
Technische Eckdaten
- Zweisitzer Rally Raid Buggy mit Mittelmotor von 1.6-2.0 L
- Gitterrohrrahmen FIA aus nahtlos kaltgezogenem hochfestem Stahlrohr
- Rechts- oder Linkslenker-Ausführung verfügbar
- Bis 80 Liter Tankvolumen
- Leistung von 80-280 PS
- Höchstgeschwindigkeit je nach Motor bis 185 km/h
- Einzelradaufhängung
- Hochleistungs-Mehrkolben-Scheibenbremsen
- 2 vollwertige Ersatzräder
- Aufnahmen für Tripmaster und GPS
- Schnorchel bis 1,65 m Wassertiefe
- Unterbringungsmöglichkeiten für Werkzeug und Biwakausrüstung
- Trinkwasservorrat bis zu 20 Liter
- Teil- oder vollständiger Bodykit
- FIA 6 Punkt-Gurte
- FIA Schalensitze
2011/04/28 | 17:29 CET | ARTICLE: MR/SY


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