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FIA Baja Worldcup: FIA-Debakel - Baja UK vor dem finanziellen Aus



Die negativen Schlagzeilen um den Welt-Motorsportverband FIA reissen nicht ab. Nach dem Mosley-Skandal, der noch verblüffenderen Verhinderung seiner Abwahl (Stimmen von Andorra waren denen der USA gleichwertig) und der bekannten Unfähigkeit zu einem vernünftigen Worldcup im Rallyraid-Bereich gibt es nun nach der "Por las Pampas" das nächste Opfer im Worldcup - diesmal im "FIA Worldcup for Cross Country Bajas", kurz "FIA Baja Worldcup".

Nie zuvor nahm man den Baja-Worldcup so ernst wie in diesem Jahr. Selbst neue Veranstaltungen wurden ins Programm aufgenommen - das war bisher ohne "Vitamin B" schier unmöglich. Druck kam von der französischen ASO, die der FIA erfolgreich mit Hilfe der Werksteams von Mitsubishi und Volkswagen sowie den grossen Semi-Teams wie X-Raid oder Robby Gordon die gelbe Karte zeigte. Das Ergebnis: Zum ersten mal seit Jahren bietet der Baja-Worldcup in diesem Jahr "echten" vergleichbaren Motorsport.

Doch nun droht auch der ersten Baja-Veranstaltung das finanzielle Aus. Das Pikante: Es handelt sich ausgerechnet um die "Baja UK" in Wales/England. Keine andere Veranstaltung hat Rally-Veranstalter derart verärgert, wie die britische Rally. Denn nach nur einem Jahr wurde die Rally mit dubioser Dringlichkeit in den Worldcup gehievt.

Glaubt man Insidern, ging es den Briten von Anfang an nicht um eine ehrliche Baja. Vielmehr wusste man, das die WRC-Pkw-Rally in Wales keinen WM-Status mehr haben würde, da dieser nach dem Rotationsprinzip an Irland abgegeben wird. Man brauchte also einen motorsportlichen - und vor allem finanziellen Ausgleich. Da kam eine Baja im Worldcup als Ersatz gerade recht. "Wir durch ein Wunder" umging man die jahrelange Aufnahmeprozedur und erhielt prompt den FIA Worldcup Status.

"Die britische Baja ist ein Parade-Beispiel dafür, wie man mit guten Beziehungen eine eher dürftig organisierte und unausgereifte Rally in den Worldcup hebeln kann" hiess es schon 2007 hinter vorgehaltener Hand aus gut informierten Kreisen. Noch dreister: Man setzte den Termin 2007 so knapp an die seit Jahren um einen FIA-Status bemühte "Hungarian Baja", das dies einer Kampfansage gegen die Ungarn gleichkam.

Die Briten hofften schlicht auf das grosse Geld. Um die hohen Kosten für die "Baja UK" als FIA-Lauf zu bezahlen, machte man ein "Gentlement-Agreement" mit der Waliser Regional-Regierung - die im Zweifelsfall einen grossen Teil der Kosten übernehmen sollte. Man lockte die Regierung mit dem finanziellen Aufschwung der WRC-Läufe. Doch die erhofften Teilnehmer blieben 2007 aus, die Medien interessierten sich nicht für den "künstlich" geschaffenen Event.

Das Waliser Gouvernment wurde stutzig. Nachdem man bemerkte, das ein grosser Teil des staatlichen Geldes nicht der Qualität der Veranstaltung sondern der Finanzierung des FIA-Aufwandes dienen würde - und zudem der erhoffte Aufschwung ausblieb, drehte man den Geldhahn wieder zu.

Nun fehlen zwischen 120.000 und 150.000 Pfund (ca. 190.000 Euro) für die Durchführung der "Baja UK". Einen Grossteil hatte im vergangenen Jahr auch der Chef des Organisationskomitees, Chris Tomley, in das Projekt gesteckt. Das geht in diesem Jahr nicht mehr. "Wir hoffen nun auf einen Sponsoren, der die Fehlsumme bis Anfang kommender Woche abdeckt. Ansonsten müssen wir die Baja absagen und anderen Kandidaten das Feld überlassen" so Tomley.

Die stehen schon Schlange. So gut wie sicher ist die Teilnahme der russischen "Baja Northern Forest", die bereits seit drei Jahren um den FIA-Baja Titel kämpft und als perfekt organisiert gilt. Mit dabei sein will auch die thailändische "Baja Bangkok Motorshow", die zwar nicht viele europäische Teilnehmer anlocken dürfte, aber zumindest in Asien dem besonders beliebten Rallyraid-Sport einen Aufschwung bieten könnte.

Gesichert ist hingegen die Finanzierung der "Hungarian Baja", die in diesem Jahr zum ersten mal zum Worldcup zählt - und trotz sehr guter Organisation bereits seit über fünf Jahren um den FIA-Status kämpft. "Es war wie ein Kampf gegen Windmühlen" heisst es aus Ungarn. Auch wenn man die Absage der "Baja UK" bedauern würde, wundert man sich nicht: "Das beweist einmal mehr, das es nichts bringt, mit Beziehungen eine Baja zu erzwingen um das grosse Geschäft zu machen. Letztlich entscheidet der Teilnehmer - welche Baja gut ist, und welche nicht. Nicht die FIA."

Artikel vom 05.08.2008, Artikel: Redaktion/hs

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