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FIA dreht weiter durch - Optic Tunesien Rally ausgestiegen





Nachdem die FIA mit ihrer nicht nachvollziehbaren Entscheidung zur Belegung des FIA Marathonrally Worldcups und des FIA European Baja Cup (wir berichteten) bereits Ende 2006 für Aufsehen sorgte und somit den FIA Marathonrally Worldcup faktisch für kleinere Teams unmöglich machte, setzten die FIA-Offiziellen nun am 28. Februar noch einen drauf - und verhängten einen Entwicklungsstop für T1-Fahrzeuge für einen Zeitraum von zwei Jahren.

Damit wird es Werksteams wie Volkswagen und Mitsubishi, sowie Semi-Teams wie BMW X-Raid, Schlesser-Ford, SMG Gache oder Nissan Dessoude quasi unmöglich gemacht, sich mit für die Dakar-Rally weiterentwickelten Fahrzeugen international zu messen - die Folge: Die interessanten Teams bleiben auf FIA-Veranstaltungen aus.

"Wir können die Entscheidungen der FIA keinesfalls mehr nachvollziehen" berichteten bereits im vergangenen Jahr die Pharaonen-Rally Chefs Jacky Ickx und Daniele Cotto, "diese Organisation tut alles dafür, diesen Motorsport in der bisherigen Form zu zerstören". Bereits nach der Pharaonen Rally 2006 wuchs die Idee des Veranstalters JVD, aus dem FIA-Reglement auszusteigen und wie die Dakar nach eigenen Regeln zu arbeiten. "Die Offiziellen in Paris müssen lernen, das nicht sie diesen Sport ausmachen, sondern wir" so Jacky Ickx im Oktober gegenüber marathonrally.com.

Das neue Ziel der Veranstalter: "Wir wünschen uns eine eigene internationale Serie ähnlich dem Worldcup, deren Reglement in Zukunft nicht mehr von der FIA, sondern den Veranstaltern geregelt wird" so Jacky Ickx weiter. Ende 2006 gab die FIA bekannt, das nur noch vier Läufe aller FIA Marathonrallies zum Worldcup zählen würden - dazu zählen die Transiberico in Portugal, die Por las Pampas in Argentinien und die UAE Desert Challenge in Dubai. Als vierte Veranstaltung konnten die Teilnehmer zwischen der Optic Tunesien, der Orpi Marokko Rally und der African Heritage in Süd Afrika wählen.

Wie uns mehrere FIA-Offzielle unter der Hand bestätigten, geht es bei der Vergabe von FIA-Rallies schon lange nicht mehr nach rationellen Gesichtspunkten, hier herrschen vielmehr ein knallharter Lobbyismus und finanzielle Interessen.

Nur so ist auch zu erklären, warum eine so gut wie nicht besuchte Veranstaltung (2 ! Teilnehmer) wie die "African Heritage" in Süd Afrika (deren Organisatoren mit der FIA Ernennung gar nicht so glücklich waren) oder eine erst zum zweiten mal (und noch in den Kinderschuhen steckende) Baja UK in England zum FIA Kalender zählen, gut organisierte und gut frequentierte Rallies wie die Pharaonen Rally, die Hungarian Baja, die Baja Deutschland oder die Northern Forest aber missachtet werden.

Bisher profitiert vom FIA-Lobbyismus hatte auch die französische NPO-Organisation, welche die Optic Tunesien Rally und die Orpi Marokko Rally austrug. Vergangene Woche starb der zweite NPO-Chef (neben Cyril Neveu) Jean-Christophe Pelletier, und Cyril Neveu sah sich vor einem grossen, vor allem finanziellen Problem. "Die FIA-Kosten fressen uns auf und die neuen Regelungen der FIA machen es fast unmöglich, grosse Werksteams auf eine unserer Veranstaltungen zu bekommen" berichtet der Franzose. "Daher ziehen auch wir unsere Konsequenzen und ziehen die Optic Tunesien Rally aus dem FIA-Reglement zurück." Was mit der Marokko-Rally geschehe, ist noch unklar.

Der FIA droht nun eine "Revolution" des Rallyraid-Motorsports - nicht mehr die FIA entscheidet, sondern die Veranstalter. Weiterer grosser Vorteil für die Teilnehmer: Die exorbitanten FIA-Gebühren fallen weg, somit werden die "neuen" FIA-freien Rallies für die Teilnehmer nicht nur günstiger, sondern aufgrund eines eigenen, an die Dakar-Rally angelehnten Reglements auch interessanter. "Das Reglement der ASO wird zukünftig für die Optic Tunesien Rally ausschlaggebend sein" erklärt NPO-Chef Cyril Neveu.

Artikel vom 03.03.2006, Artikel: marathonrally.com/hs

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