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FIA Worldcup: Rally-Veranstalter planen bessere Worldcup-Serie





Wer hätte das gedacht: Die Absage der Dakar 2008 und der "drohende" Dakar-Cup der A.S.O. hat die teils verstrittenen FIA-Veranstalter aus Frankreich und Italien dazu gebracht, sich an einen Tisch zu setzen und über die Zukunft des FIA Marathonrally Worldcups nachzudenken. Es blieb eine überwiegend französischsprachige Runde.

Interessanteste Teilnehmer: Cyril Neveu (NPO), Daniele Cotto (Pharaons Rally), Gregoire de Mevius (Overdrive Team), Lydie Arpizou (Dessoude), Gérard Ancement (Bourgin), David Casteu (Driver, KTM), Denis Desvignes (Toyota France), David Fretigne (Yamaha), Jean Gaborit (Henkel/Loctite), Jean-Pierre Garcin (SMG Gache), Stéphane Le Bail (FIA), Arnaud Guilloteau (Heroes Legend Rally), Marco Pastorino (X-Raid), Marc Roy (FFSA), Rafa Tibau (Tibau Team) und Frans Verhoeven (Driver KTM).

Die A.S.O. sitzt den "kleineren" Veranstaltern mit ihrem Vorschlag, einen Dakar-Cup in Kooperation mit den Werksteams zu machen, heftig im Nacken. Eine Aussage wie von Sven Quandt gegenüber der Zeitung "Motorsport Aktuell" á la "Wir sind an einer Serie interessiert, aber nicht unter Führung der NPO. Wenn dann mit der A.S.O., da diese die für eine Serie notwendige Kompetenz mitbringt" ist da nicht gerade motivierend. Und so fehlten fast alle ganz grossen Namen, weder von Mitsubishi, Volkswagen und MAN sowie vielen weiteren grossen Teams waren Vertreter anwesend. Auch Veranstalter der anderen führenden Marathonrallys und Bajas sassen nicht mit am Tisch.

In den vergangenen Jahren verloren die französischen Veranstalter immer mehr die Dominanz im internationalen Rallyraid-Sport, Veranstaltungen wie die "UAE Desert Challenge" in den Emiraten, "Pharaonen Rally" in Ägypten, "Baja Portalegre" und "Rally Transiberico" in Portugal, "Dos Sertoes" in Brasilien sowie Bajas in Spanien, England, Ungarn oder Russland setzten sich immer mehr durch.

Streitereien zwischen den Organisatoren gipfelten 2007 in der Auseinandersetzung zwischen der NPO (Frankreich) und JVD (Italien), nachdem die NPO ihre "Marokko Rally" fast zeitgleich auf das Datum der "Pharaonen Rally" der JVD in Ägypten legte und dies auch für 2008 wiederholte.

Resultat: Die "Marokko Rally" verlor sowohl ihren FIA (Auto) als auch FIM (Motorrad) Status, die FIM wechselte auf die Seite der Pharaonen Rally. Somit war ein Gespräch zwischen Daniele Cotto (JVD) und Cyril Neveu (NPO) im Rahmen des Treffens wohl fast schon ein historisches Ereignis, gemeinsam beschloss man, sich nicht mehr gegenseitig im Wege zu stehen und Termine besser zu koordinieren.

Überhaupt waren die Termine des FIA Marathonrally Worldcups und die Gestaltung des Worldcups die Top-Themen der Diskussionsrunde. "Der Rallyraid-Kalender ist einfach zu unübersichtlich geworden, es fehlt eine Struktur, eine Leitung, etwas, das die Serie für Teams, Sponsoren und Medien wieder interessant macht" war die einhellige Meinung auf der Versammlung.

"Wir brauchen genug Zeit zwischen den Veranstaltungen für Testphasen, Reparaturen, die Logistik" so Patrick Lardeau von Toyota France. "Auch die Zusammenarbeit zwischen der FIM und der FIA muss besser koordiniert werden" ergänzt der Belgier Philippe Jansens. In diesem Jahr kommt es im Rally-Kalender erneut teilweise zu Überschneidungen.

Motorradfahrer Frans Verhoeven aus Holland brachte es auf den Punkt: "Es ist wichtig, das die Veranstalter wieder zusammen arbeiten, dabei ist es egal ob FIA/FIM Lauf oder nicht. Entscheidend sind gute Veranstaltungen, ein guter Zeitplan, interessante Länder und eine gute Medienpräsenz. Gerade jetzt, wo die A.S.O. angekündigt hat, ohne Rücksicht auf bereits bestehende Termine eine eigene Serie ins Leben zu rufen, ist das umso wichtiger."

"Durch die Absage der Dakar 2008 ist es nicht leichter geworden, Sponsoren zu aquirieren. Auch das Interesse am Rallyraid-Sport geht in Frankreich eher zurück und wird internationaler. Dem muss man gerecht werden" ergänzte Cyril Neveu von der NPO.

Was sind die Wünsche der Teilnehmer? "Autohersteller bevorzugen vier Veranstaltungen an Orten mit einem hohen Marktpotential" meint Marco Pastorino von X-Raid. Patrick Lardeau von Toyota hingegen wünscht sich 3 bis 4 Monate Zweit zwischen den Läufen, Arnaud Negrier von ASM Racecars wünscht sich ebenfalls vier Veranstaltungen, aber auf verschiedenen Kontinenten.

Einig ist man sich in dem Punkt, den Worldcup für Autos, Motorräder und Trucks gleichermassen zu schaffen - am besten einen gemeinsamen "Rally Raid Worldcup" für alle Klassen. Das würde Teilnehmer, Verbände, Sponsoren und Presse gleichermassen interessieren.

Für David Casteu und Arnaud Guilloteau ist vor allem die Medienfrage essentiell: "Ein zentraler Ansprechpartner für die Presse und ein globaler Hauptsponsor könnten die besten Voraussetzungen sein, die Veranstalter zu vereinen und die Serie für alle Beteiligten attraktiver zu machen."

Am Ende einigte man sich darauf, die angedachten Ideen schnell in die Tat umzusetzen. "Wir müssen uns nun Gedanken zu dem Thema machen und rasch einen Plan entwickeln" heisst es einhellig. Angedacht ist eine Umsetzung bis in die zweite Jahreshälfte 2008, um dann für 2009 eine neue Serie, bzw. einen verbeserten Worldcup zu präsentieren. Im Detail einigte man sich dabei auf die folgenden Punkte:

- Erschaffung einer gemeinsamen Serie für Autos, Motorräder und Trucks
- 4 bis 5 Marathonrallys im Jahr
- Zeitraum der Rallys jeweils 7 Tage
- Dazwischen ausreichend Zeit für Vorbereitung und Tests
- Ein oder mehrere TV-Sender, die die gesamte Serie zeigen

Artikel vom 17.01.2008, Artikel: Redaktion/hs

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