Liveberichte und Fotos von Rallys & Events



Aktuelle Nachrichten 4x4, Offroad, Rally



Teams, Fahrzeuge, Links, Downloads...



Das Fotoarchiv zum Ansehen und Bestellen

















Sie befinden sich in den marathonrally.com News Einzelartikeln. Um zur Übersicht zurückzugelangen, klicken Sie bitte unter dem Artikel auf den gewünschten Link.





GORM: Resumee: Das waren die 1. German Offroad Masters









Was für ein Wochenende, was für ein Einstand der "German Offroad Masters" 2007, die am vergangenen Wochenende erstmals auf dem Gelände des "Camp4Fun" am Nürburgring ausgetragen wurden. Knapp 35 Teams aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, der Slowakei, Holland sowie England hatten sich am Samstag in der Eifel versammelt, um an der Pilotveranstaltung teilzunehmen.

"Es gibt bisher keine richtige Deutsche Meisterschaft" berichtete Veranstalter Jörg Sand, "mit den German Offroad Masters wollten wir nicht nur eine neue, kompakte Veranstaltung ins Leben rufen, sondern auch eine Art Deutsche Meisterschaft anbieten." Doch um den Namen "Deutsche Meisterschaft" zu tragen, müssen diverse Verbände eingebunden werden. "Die schreiben dann oft unverständliche Regeln vor und machen die Veranstaltung nur unnötig teuer, daher haben wir den Titel "German Offroad Masters" gewählt" so Sand.

Doch die GORM will nicht nur eine Teilnehmer-Veranstaltung sein. "Vor allem den Zuschauern wollen wir den Offroad-Sport näher bringen. Das Camp4Fun wurde von Anbeginn auch für eine derartige "Race of the Champions" Veranstaltung ausgelegt, für die Zuschauer ist das komplette Gelände von mehreren Seiten einsehbar.

Umso mehr Mühe hatten sich die Organisatoren auch gegeben, es Allen Recht zu machen. Und auch wenn es bei der ersten Veranstaltung zu Beginn etwas holprig verlief - am Ende wurde es ein klasse Event.

Die GORM begann am Samstag mit einer Einführungsrunde, bei der alle Teilnehmer einem "Pace Car" folgen mussten, die Beifahrer hatten hier die Möglichkeit, sich den Streckenverlauf zu merken. Für gemischte Meinungen sorgte eine Schlammpassage, bei der schon in der Einführungsrunde das erste Fahrzeug ausfiel. "Wahnsinn, wir fahren 2,5 Kilometer und das Auto ist verschlammt wie nach einer Breslau" grinste der Österreicher Christof Danner.

Das Schlammloch trennte die Meinungen, die Breslau- und Trophyfahrer jubelten, die Rallyfahrer grummelten ein wenig. "Ich habe mir nach der Einführungsrunde erstmal alles ausgebaut, was nicht verschlammt werden soll" berichtet der Brandenburger Matthias Krüger, "für die Rallyautos war das fast schon zu hart."

Aber es ging weiter, nach der Einführung folgte eine schnelle, nicht gewertete Testrunde für alle, die mochten - danach ging es ins Qualifying, bei dem um die Startposition am Sonntag gefahren werden musste. Einige findige Fahrer entdeckten hier schnell eine Lücke in der Organisation: "Es geht nur um die Startreihenfolge, es gibt keine Zeitstrafen oder Ähnliches, wenn man am Samstag nicht fährt. Daher schonen wir unser Auto lieber, machen ein wenig Party und starten am Sonntag als Letzte" so ein Teilnehmer. Und Tatsache - wer am Samstag Abend nicht antrat, wurde nicht bestraft...

Der Abend klang mit einem schönen Zusammensein im Fahrerlager und einer Party mit Musik im Festzelt aus. Kleines "Kinderkrankheit-Manko" hierbei: So manch Mitarbeiter der Security wusste nicht, mit welchem "Einlassbändchen" man wohin kam... das sorgte für Verwirrung und nicht jeder, der wollte, konnte gebührend mitfeiern.

Der Sonntag startete gemächlich, die Strecke wurde neu umgesteckt und verlängert, der Schwierigkeitsgrad erhöht. Gegen 10:30 Uhr starteten die ersten Teilnehmer in das "grosse" Qualifying - aus allen Teilnehmern wurden im Zeitfahren die 16 Besten ermittelt, die anschliessend im K.O.-System gegeneinander antreten mussten.

Die Schlammpassage unter einer Brücke wurde umgesteckt, wurde dadurch noch länger, aber fester und flacher. Im Gegenzug wurde entlang dem Fahrerlager eine Highspeed-Passage eingerichtet, im unteren Bereich des Geländes eine Trialpassage zwischen grossen und spitzen Steinen. Für Spannung sorgte eine steile Auffahrt gleich hinter der Schlammpassage, die mit zunehmender Zeit immer nasser und rutschiger und somit für einige Teilnehmer zum unüberwindlichen Hindernis wurde.

Anders als am Samstag mussten die Teilnehmer den Parcours nun nicht einzeln befahren, sondern traten immer mit zwei Autos gegeneinander an - dadurch wurde es auch für die Teilnehmer interessanter. Mussten sie am Samstag die meiste Zeit mit Warten verbringen, ging es ab Sonntag Mittag Schlag auf Schlag - und das erfreute vor allem die Zuschauer, denen durchgehend etwas geboten wurde.

Und plötzlich passierte etwas, das in der deutschen Rallyraid- und Trophyszene bisher kaum so hervorkam: Die Teilnehmer gaben Alles, wirklich Alles. Die Fahrzeuge wurden nicht mehr geschont, der Mut stieg und viele untereinander bekannte Teilnehmer lieferten sich zur Freude und unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer mehr als heftige und spektakuläre Duelle. "Wer hätte das gedacht, die können ja doch fahren" lachte ein Mechaniker, der "seinen" Teamchef bisher eher als gemütlichen Rallypiloten kannte.

Die spannenden Duelle sorgten für eine Riesenlaune bei Zuschauern wie Teilnehmern gleichermassen. "Das hat riesigen Spass gemacht" freut sich Jens Grünbeck im Ziel - auch er hatte gleich zwei sehr heftige Duelle gefahren. Auch Christof Danner zeigte sich zufrieden: "Eine tolle Veranstaltung, es fing ein wenig wackelig an, aber dann hat es sich entwickelt."

Mit Beginn des K.O.-Systems wurde es immer rasanter und lauter. Ein Fahrer nach dem Anderen musste ausscheiden, das Feld dezimierte sich im 10-Minuten-Takt. Am Ende blieb eine Handvoll Teams über, die sich nun auf das Finale zubewegte. Mit fast schon Übereifer kämpfte der Slowake Jozef Sykora gegen die überwiegende Amateur-Konkurrenz, doch die liess den FIA-Profi nicht einfach ziehen. Vor allem die Mercedes G Armada erwies sich letztlich als perfekt für die Veranstaltung und konnte mit dem Speed des Slowaken nicht nur mithalten, sondern ihn sogar toppen.

Am Ende blieben zwei Fahrzeuge über: Philipp Beier und sein Beifahrer Torsten Möller sowie Jozef Sykora und sein Bruder. Beide schenkten sich nichts und gaben Alles - doch dann das bitterböse Pech für den Slowaken: 600 Meter vor dem Ziel sprang der Mitsubishi zu hoch, Fahrwerk und Antrieb bekamen etwas ab, nichts ging mehr. Beier/Möller führten zur Halbzeit der Finalrunde, eigentlich war dennoch alles offen - doch nun hatten sie den Sieg in der Tasche - und beide sind die 1. German Offroad Master.

Zusammenfassend war die erste GORM ein voller Erfolg - zudem hatte man unwahrscheinliches Glück mit dem Wetter. Bis zu 26 Grad zeigte das Thermometer am Sonntag im Laufe des Tages an. Und auch, wenn es noch einige "Kinderkrankheiten" auszumerzen gilt, sowohl Zuschauer und Teilnehmer zeigten sich zufrieden - über 5.000 Besucher zählten die Veranstalter über das Wochenende.

"Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammensetzen und die Veranstaltung Revue passieren lassen" berichtet GORM-Chef Jörg Sand. "Wir haben viele Anregungen von den Teilnehmern, Zuschauern, Sponsoren und anderweitig Beteiligten bekommen, das gilt es nun auszuwerten und umzusetzen. Wir bedanken uns bei allen, die an der Durchführung der GORM geholfen haben, vor allen den unzähligen Menschen, die dies nur für den Sport und ganz ohne Gage gemacht haben."

Über 40.000 Menschen verfolgten zudem am Wochenende vor ihrem Computern die Live-Berichterstattung von der GORM, in der sie auch alle Informationen zum sportlichen Ablauf der Rally finden. In unserem GORM-Sonderbereich finden Sie auch zahlreiche Fotos sowie Kurzvideos.

Artikel vom 24.09.2007, Artikel: marathonrally.com/hs

Zurück zur News-Übersicht: [ HIER KLICKEN ]

Zurück zur Startseite: [ HIER KLICKEN ]








































smava - Kredite von Mensch zu Mensch









Kostenlos und wöchentlich - der Marathon Newsletter







 COPYRIGHT 2003 - 2010 MARATHONRALLY.COM | LONDON | COLOGNE | NUREMBERG | BUDAPEST | KUALA LUMPUR | ST. PETERSBURG | QATAR | PRAHA | MANILA