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Grand Erg 2008: Deutsche Wüstenrally in Tunesien - die ersten Etappen




Am 1. Mai haben sie nach Tunesien übergesetzt - seit dem 2. Mai ist sie offiziell gestartet: Die Marathonrally "Grand Erg" 2008 in Tunesien. Nach der Reisewarnung für Österreicher für den Süden Tunesiens wurde die Strecke mit Rücksicht auf die österreichischen Teilnehmer ein wenig abgeändert - was der Stimmung und der Herausforderung keinen Abbruch tut. Lesen Sie hier den Rückblick auf die bisherigen Etappen - aus der Wüste berichtet Reporter Peter Stenz.

1. Etappe Tunis - Tataouine, 100 Prozent Asphalt, 02. Mai 2008

510 Kilometer - und alles auf Asphalt. Die weite Anfahrt in den Süden hat Tradition. Seit 2006 umgeht die Grand Erg den dichtbesiedelten Norden Tunesiens - kein Prolog, keine "Alibi-Etappen" rund um Städte und Dörfer. Die lange Anreise geht dabei als Gleichmässigkeits-Prüfung in die Wertung ein. Klar ist "Teer-Kilometer-Fressen" zunächst mühsam - besonders dann, wenn die Gastgeber das letzte Dämmerlicht ausnutzen, bevor sie ihre selten benutzten Scheinwerfer am Gefährt einschalten. Als Lohn winken aber umso mehr Etappen mit Wüste, Sand und Dünen. Und darum geht es doch schliesslich...

2. Etappe Tataouine - Douz, Piste und Sand, 03. Mai 2008

[ ... ] Bei technischen Ausfällen blieb es für Roland Jäger und Thorsten Herrmann. Ein defekter Wasserkühler warf den Pajero früh aus dem Rennen. "Es ist zum Verzweifeln, mir ist es nicht vergönnt, die erste Etappe zu fahren", erzählt Jäger, der jetzt das dritte Jahr in Folge frühzeitig Strafzeiten kassiert. Morgen will er wieder starten. Ein Motorschaden beendete die Rally für Erwin Müller mit Beifahrer Thomas Bauer frühzeitig.

Michael Münch: "Was, wir sind die ersten? Und wir sind die letzten 30 Kilometer wirklich mit gebremsten Schaum gefahren. Das hätt ich jetzt wirklich nicht gedacht. Untersteller haben wir weit vorne gesehen, die haben uns ein paarmal überholt. Das ist echt wie Hase und Igel. Wir sind ein bisschen waidwund geschlagen, das Stossdämpfer-Reservoir hat sich vorne in die Lenkung eingearbeitet. Jetzt fahren wir nur noch mit einem. Der Toyota ist halt kein Fahrzeug für schnelle Pisten, und wir hatten viele schnelle Pisten. Das kurze Stück mit den Dünen war aber auch sehr schwer - bei dem Licht waren alle Konturen weg!"

Lothar Delp: "Jetzt ist Taktik angesagt, das Auto muss halten. Aber das liegt natürlich auch am Fahrer, und der fährt absolut rund."

Ulrich Leardi: "Letztes Jahr hat sich die Rally am ersten Tag entschieden. Wir hatten zwar gehofft, dass wir so schnell sind, aber wir mussten ja als 10. starten. Erstaunlich: In Ksar Ghilane hat es noch geheissen, wir wären das 5. Auto, aber überholt haben wir eigentlich keinen mehr. Im Moment verteidigen wir den Titel noch, das werden wir auch den Rest der Woche tun.

Frank Henning: "Im Gegenteil, während wir noch überlegten, wo wir am besten Luft ablassen, steckten wir schon auf der Düne. Ausserdem hatten wir einen Platten, mussten zweimal pumpen und am Ende sogar Reifen wechseln."

Linus Steiner und Paolo Cavadini: "Auf den sandbedeckten Pisten waren wir mit 130 km/h unterwegs, in den Dünen mussten wir allerdings ein paar mal schaufeln. Wir haben heute dreimal die Trasse der FIA-Tunesien-Rally gekreuzt, einmal mussten wir auf so einer Kreuzung sogar wenden - das wir mir nicht sehr geheuer."

3. Etappe Douz - Zmela, Piste und Sand, 04. Mai 2008

Ein wenig Wirbel in die noch junge Rallywertung brachte die 109 Kilometer lange 3. Etappe. Nur wenige Teilnehmer finden die Kontrollstellen, noch nicht mal die Angekündigten. Gleich zwei verpasste Stempel relativieren den Vortages-Sieg von Henning/Leardi. Für alle Teilnehmer geht die Etappe zügig und ohne Aussenübernachtung über die Bühne. Den Abend im Camp wirbelt ein kurzer Sandsturm durcheinander. Lang genug, dass Essen und Live-Musik in den Unterstand ausweichen müssen. Was die Wüste sonst noch in petto hat? Steile, steile Dünenabhänge. Die kleine Dünenfahrschule in er Fahrerbesprechung klingt spannend: "Beim ersten Mal hat der Beifahrer garantiert die Hosen voll."

Franz Brenken und Andreas Quehl (108) gehen mit ihrem "aufgebohrten" Defender als erste durch die Lichtschanke der Ziel-ZK. Brenken: "Wir haben alle DKs, alles. Das hier hat Spass gemacht, nicht so viele fiese Sprünge wie gestern. Kilometerlang sowas wie dieses Gelände hier, da habe ich ordentlich Stoff gegeben. Eugen Eble (Hummer H1) haben wir auf einer Hochebene "gezupft", und auf einmal hatten wir sie alle! Das spielte sich innerhalb von einer Stunde ab, Schlag auf Schlag. Andere mussten wühlen, wir nicht. Wir können nur auf Dünenetappen punkten, weil gegen den schnellen Pajero oder andere mit langem Radstand kommen wir nicht an. Hoffentlich geht's weiter so."

Eugen Eble: "Das Auto haben wir mittlerweile sehr gut im Griff, wir könnten eigentlich immer GPS-Kurs fahren. Wenn alles hält an unserer amerikanischen Technik, läuft's im Sand richtig gut. An einer Gruppe mit sechs Leuten sind wir innerhalb von einer Minute vorbei - einfach ins Nachbar-Dünental gewechselt und ein ganzes Sixpack stehen lassen. Die nächsten zwei Tage machen wir so weiter, schaun wir dass wir uns ein Polster schaffen."

Birgit Zeuch: "Wir sind als achte gestartet. Nach 50 Kilometern hatten wir unsere 1. Führung. Die meiste Zeit in den Dünen sind wir zusammen mit Münch/Delp und Brenken/Quehl gefahren."

Gerald Jacoby: "Es war toll wie immer. Mir hat es sogar besser gefallen als gestern, da sind wir einmal voll in die Gurte rein, ich konnte mich kaum mehr bewegen. Heute ging es relativ zügig, ein bisschen Piste hätte uns vielleicht noch gefehlt. Alle waren wieder sehr kooperativ, besonders die Schweizer und Andreas Malzer. Mit ihm sind wir teilweise zusammen gefahren, der kann den Sand lesen, der legt eine super Spur."

Artikel vom 06.05.2008, Artikel: Redaktion/hs

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