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Hail Saudi Baja: Eine etwas andere Baja hinter verschlossenen Türen




Gespannt schauten viele Teilnehmer und Fans auf die Hail Saudi Baja in Saudi Arabien. Zum ersten mal veranstalteten die Saudis die Rally als internationalen FIA-Event, zum ersten mal öffneten die Saudis ihr Land für diesen Motorsport. Denn ein Besuch in Saudi Arabien ist - wenn sie nicht gerade Politiker, Wirtschaftsboss oder eine gesuchte Fachkraft sind - schlicht unmöglich. Vehement schottet sich das Land nach aussen ab, innerhalb des Landes ticken die Uhren anders. Das Land ist streng nach dem Islam ausgerichtet, Frauen sind nicht viel wert - und nirgendwo ist die Spanne zwischen Megareich und Bettelarm grösser.

So ungewöhnlich wie das Land war auch die erste internationale Ausgabe der "Hail Saudi Baja". Die Rally ist eigentlich nicht neu, doch bisher lief sie nur als regionaler Motorsportevent und war eher mit einer Amateurrally vergleichbar. Und genau so fühlte sich die Hail Baja auch an. Neben den FIA-Boliden versuchten sie die Lokalmatadoren mit überwiegend alten Toyota Landcruisern, Nissan Patrol oder selbstgebastelten Buggies aus 4x4-Resten - und hatten es nicht leicht mit den Profis. Doch genau darin lag auch irgendwie das Interessante an der - ungewöhnlich für Bajas - mitten in der Woche ausgetragenen Rally.

Rennboliden, Semi-Fahrzeuge und Bastelkisten trafen in Saudi-Arabien aufeinander - als hätte man z.B. die "Erg Oriental" mit der "Optic Tunesien" kombiniert. Das spiegelte sich auch in den Wertungszeiten wider, die bereits nach dem ersten Rallytag weit auseinander lagen. Doch zumindest bei den Ausfällen traf es Profis wie Amateure gleichermassen - irgendwie ein beruhigendes Gefühl.

Wie ungewohnt die FIA-Neuerung vor allem bei den einheimischen Fahrern war zeigte sich bereits bei der Technischen Abnahme: Von 48 ursprünglich gemeldeten Teilnehmern wurden letztlich nur 33 Fahrzeuge für den Start zugelassen - obwohl die FIA-Komissare grosszügig beide Augen zudrückten. Bei den über 10 aussortierten Fahrzeugen (einige gemeldete Teilnehmer traten erst gar nicht zur Abnahme an) wurden überwiegend fehlende oder mangelnde Überrollkäfige moniert.

Nun mag man streiten, ob die "FIA-isiering" wieder eine kleinere Rally für schmalere Budgets unmöglich gemacht hat - doch auf der anderen Seite hat die Hail Saudi Baja dem Land eher geholfen. Die lokale Presse berichtete ausführlich und landesweit - und macht den Offroad-Motorsport so noch interessanter und beliebter. Zudem gibt es weitere Wüstenrallys im Land - die garantiert ohne internationale Teilnehmer ausgetragen werden. Für den FIA Baja Worldcup bot die Rally jedoch eine interessante Bereicherung - und die Saudis gaben sich alle Mühe, eine gute und interessante Veranstaltung abzuliefern.

Artikel vom 15.02.2008, Artikel: Redaktion/hs

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