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 Hungarian Baja: Boris Gadasin siegt und übernimmt FIA Worldcup-Führung.
Die Würfel sind gefallen: Der Russe Boris Gadasin (G-Force Nissan Proto) konnte die Hungarian Baja 2010 mit knapp 8:30 Minuten vor dem Ungarn Erik Korda (Nissan Navara) und Balazs Szalay (Opel Antara RR) für sich entscheiden. Teamkollege Bogdan Novitskiy aus der Ukraine schaffte es auf den vierten Platz.
Lange hatte sich Gadasin ein spannendes Duell mit dem polnischen FIA-Baja Worldcup Führenden Kristof Holowczyc (Nissan Navara) geleistet, bis dieser gestern nach einem unsanften Kontakt mit einem Baum ausfiel. Damit übernimmt Gadasin nun mit 30 Punkten die Führung im FIA Baja Worldcup vor Holowczyc (22 Punkte), Novitskiy festigte seine dritte Position mit nun 21 Punkten.
"Für mich ist es ein besonderer Sieg - und ein besonderes Jahr" berichtet Boris Gadasin am Sonntag Nachmittag. "Im letzten Jahr musste ich den Worldcup wegen eines technisches Defektes aufgeben. Jetzt ist wieder alles offen, vielleicht reicht es für einen Sieg."
Den will sich Holowczyc aber nicht nehmen lassen - denn mit der Baja Portugal ist noch ein Lauf offen. Der Pole will auf der Dakar 2011 mit einem X-Raid BMW X3CC starten - die Premiere könnte nun vorgezogen werden. "Es macht mehr Sinn, in Portugal bereits mit dem BMW zu starten" verrriet Holowczyc gegenüber marathonrally.com.
In der Klasse der seriennahen Fahrzeuge machte der Portugiese Nuno Matos ein einsames Rennen - Konkurrenz gab es nur in Form des Italieners Riccardo Garosci (Mitsubishi Pajero, Platz 14). Er gewann erwartungsgemäss mit seinem Isuzu D-Max - und hat damit bereits den FIA Baja Worldcup T2 sicher in der Tasche.
Nach dem Ausscheiden des SAM Mercedes 35CC am Samstag blieben die Deutschen Steffen und Phillip Beier bei ihrem FIA-Debut weiter im Rennen und beendeten die Baja mit einem hervorragenden 13. Platz und 1:21 Stunden Rückstand auf Gadasin. Der Österreicher Christof Danner, in Ungarn bereits "ein alter Hase", fuhr ebenfalls ein souveränes Rennen, beendete die Rally mit Platz 16 (02:07 Stunden Rückstand).
Von 24 gestarteten Fahrzeugen erreichten nur 18 das Ziel. "Heute war das Wetter ok" berichtet Christof Danner, "aber gestern war es wie auf der Breslau. Die ganze Nacht und den halben Tag hatte es geregnet, die sandigen und teils sehr engen Strecken wurden glitschig und schlammig. Überall sah man die Einschläge von Autos abseits der Strecke. Die hatte es in sich, entgegen den Vorjahren hatten wir in diesem Jahr knapp 90 Prozent Wald, es fehlten die entspannenden, weitläufigen Passagen. Konzentratrion pur von Anfang bis Ende."
Einen guten Einstieg feierten auch die drei Deutschen Thilo Süptitz, Enrico Krause und Tom Heuer. Bei ihrem ersten Start auf einer FIA Rally fuhren sie in der Truck-Kategorie den Vierten Platz (von vier) Trucks ein - das aber lediglich mit 18:48 Minuten Rückstand nach drei Tagen und gleich drei FIA-Profis vor ihnen.
Den Sieg schaffte bei den Trucks der Ungar Miklos Kovacs mit seinem gelben Scania - der hatte bereits das "Africa Race" 2010 für sich entscheiden können. Auf den zweiten Platz kam der Holländer Marc Leeuw (DAF 75 FAV) vor den beliebten "Svoboda-Brothers" aus Tschechien (Tatra 815).
2010/08/29 | 16:34 CET | Editor: MR/HS


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