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Hungarian Baja: Mayer/Schönleiter bestes deutschsprachiges Team








Das es so hart wird, hätte wohl keiner gedacht: Von 34 gestarteten Fahrzeugen in der FIA-Klasse kamen nur 10 (!) über die Ziellinie, von 15 gestarteten Fahrzeugen in der Amateurklasse nur 9 und auch bei den Motorrädern und Quads erwies sich die Ausfallquote als aussergewöhnlich. "Die Veranstaltung ist ähnlich wie die Italian Baja, weniger Steine, aber mehr harter Schotter" meinte Christof Danner, den es als ersten erwischte: Bereits auf der Überführung vom Prolog zum Showstart fiel der Österreicher nach einem Getriebeschaden an seinem Mercedes G aus.

Die Strecken waren ähnlich wie im Vorjahr, jedoch hatte lang anhaltende Trockenheit die Strecke besonders hart gemacht - zudem erwiesen sich die meisten Ausfälle als technisch bedingt. So musste das Team Beier/Beier aufgeben, nachdem lediglich die Benzinpumpe ausfiel und der Service das havarierte Fahrzeug nicht rechtzeitig fand.

Ganze vier von neun deutschsprachigen Teams schafften es am Ende über die Ziellinie. Das beste Ergebnis lieferten der Österreicher Wolfgang Mayer und sein deutscher Copilot Phillip Schönleiter (Sohn von Grand Erg Spezi Eki Schönleiter) ab. Der Hekla-Toyota Prototyp hielt - und beide lieferten ein souveränes Rennen: "Das Team Hekla Offroad um Ewald Holler hat die ganze Rally über einen Spitzenjob gemacht, wir möchten und nochmals besonders dafür bedanken" freute sich Taubenreuther Österreich Chef Wolfgang Mayer. Am Ende reichte es für einen guten 7. Platz in der Gesamtwertung - und für Platz 3 (und somit einen Podiumsplatz) in der Diesel-Kategorie.

Souverän unterwegs waren auch das Familienteam Hrabal (Mercedes G) sowie Rainhard und Pauline Friedl. Während Vater und Sohn Hrabal von Beginn an ein konstantes Rennen ohne jegliche Schäden fuhren, liessen es die Friedls schon einmal krachen. Kein Wunder, ihr neuer Mitsubishi Pajero V20 ist erst kurz vor der Baja fertig geworden und erwies sich nicht nur als schnell, sondern auch als haltbar. Einzig mit den Reifen hatte das österreischische Pärchen zu kämpfen, gleich mehrfach hiess es "Antreten zum Wechseln". "Das ist unglaublich" lachte Rainhard Friedl am Ende, "irgendeinen Trick müssen die FIA-Profis haben, die flogen nur so durch die Kurven und den Reifen machte das garnichts aus - wir hingegen zuckten bei jedem harten Einschlag." Am Ende reichte es für Platz 8 in der Amateurwertung - der Mercedes G der Hrabals schaffte es sogar auf Platz 6.

Ein heisses Rennen in der Motorradkategorie lieferte sich der deutsche Ingo Zahn gegen drei Konkurrenten aus Tschechien, der Slovakei und Frankreich. Bis zuletzt lieferte sich Zahn mit seiner KTM vor allem mit dem Franzosen Mickael Naudet ein heftiges Duell um Platz 3, inklusive einiger spektakulärer Ausflüge abseits der Rallystrecke. Der Mut sollte jedoch am Ende nicht belohnt werden - knapp drei Minuten fehlten am Ende für einen Podiumsplatz.

Christian "Chescht" Beneke aus Luxemburg ging es mit seiner französischen Sherco von Beginn an eher ruhiger an: "Ich bin hier mit meinem Ersatzmotorrad und will mich vor allem auf die Pharaonen Rally Ende September vorbereiten" meinte Beneke schon zu Beginn der Rally. "Auf der Pharaonen Rally geht es um Alles, es ist nicht nur ein Weltmeisterschaftslauf, sondern auch ein repräsentativer Event für die kleine Motorradschmiede Sherco." Beneke war nach technischen Problemen bereits am Samstag ausgeschieden.

So gut wie einstimmig lobten die Teilnehmer die Organisation der Rally. "Es läuft alles sehr professionell und dennoch familiär ab" freute sich FIM-Experte Chrescht Beneke, "jeder weiss was zu tun ist, es läuft einfach. Und wenn man mal ein Problem hat, ist sofort jemand von der Orga oder der Chef selbst zu sprechen." "Super gelaufen" meint auch Björn Hrabal, "allerdings herrschte gegen Ende ein wenig Durcheinander - nur durch einen Zufall erfuhren wir, das wir schon in den letzten Parc Fermé nach Balatonfured aufbrechen müssen, das hätte man besser machen können."

Wie beliebt die Rally mittlerweile in deutschsprachigen Gefilden ist, zeigte sich schon kurz nach der Ankunft. Mit neun Teams stellten die Deutschen, Österreicher und Luxemburger das grösste ausländische Starterfeld nach der Kombination Tschechien/Slovakei. Die Startgelder sind günstig, die Anreise übersichtlich und das Wetter hervorragend - beste Bedingungen für eine interessante Baja.

Die Hungarian Baja ist die einzige FIA-Veranstaltung, die auch eine - sehr offene - Amateurklasse anbietet. Wermutstropfen war bisher immer eine gültige FIA-Lizenz, da eine Tageslizenz an Westeuropäer bisher nicht ausgestellt werden konnte. "Das ändert sich im nächsten Jahr" berichtet Veranstalter "Zoli", "ab 2008 soll das Versicherungsgesetz geändert werden, dann können Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und Luxemburg für ein paar Euro eine FIA-Tageslizenz vor Ort kaufen. Wir würden uns freuen, wenn das dazu führt, das wir im nächsten Jahr noch mehr deutschsprachige Teilnehmer hier am Balatonsee begrüssen dürfen."

Artikel vom 29.08.2007, Artikel: marathonrally.com/hs

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