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 Hungarian Baja: SAM 35CC Premiere - und sechs deutschsprachige Teams.
An diesem Wochenende startet in Ungarn bereits zum 7. mal die "Hungarian Baja" - die nicht nur als "Baja der 1000 Sprünge", sondern vor allem auch als die familiärste aller FIA-Bajas zählt. Hinter der Veranstaltung steckt der Ungar Zoltán Garamvölgyi, selbst Rallyteilnehmer und seit Jahren persönlicher Verfechter der Rallyraid-Sports in Ungarn.
Eine Besonderheit war seit Anfang an die Öffnung für die Amateursportler. Bei den Pkw werden neben den FIA-Startern die Klassen "TH" (FIA-Amateur), "Challenge" (ungarische Amateurmeisterschaft) und "Open" (offen für alle, minimale Bedingungen wie z.B. bei der GORM) angeboten. Das wird seit Jahren auch gerne von deutschsprachigen Teams genutzt.
Zum ersten mal startet die Rally in diesem Jahr in einem neuen Gelände. Wurde sie bisher traditionell in Veszprem am Balaton-See ausgetragen, findet sie heuer im Süden der Haupstadt Budapest statt. Das Gelände dürfte einigen FIA-Startern bekannt sein: Hier wurde 2008 die "Central Europe Rally" in Teilen ausgetragen. Die Strecke gilt als schnell, aber auch eng, sandig und ist umgeben von zahlreichen Wäldern. "Wir wollten eigentlich in Veszprem bleiben" berichtet Garamvölgyi, "aber auch in Ungarn verändern sich Landschaften und Bestimmungen immer mehr."
Die Rally gilt als vorletzter Lauf zum "FIA Baja Worldcup" - der noch nicht entschieden ist. Kein Wunder also, das die Führenden (T1) Krzysztof Holowczyc (22 Punkte, Polen, noch mit dem alten Nissan Navara Overdrive), Bogdan Novitskiy und Boris Gadasin (16 bzw 15 Punkte, beide Russland, beide G-Force Nissan) ebenso an den Start gehen wie der T2-Führende Nuno Matos (22 Punkte, Isuzu D-Max) aus Portugal. Der Rest des Starterfeldes spielt im Worldcup keine Rolle mehr.
28 Fahrzeuge haben in der FIA-Klasse genannt - darunter auch drei deutschsprachige Teams. Während der Österreicher Christof Danner (Mercedes/Puch G) bereits als "Alter Hase" in Ungarn gilt, gibt es zwei deutsche Premieren. Sven Knorr schickt zum ersten mal den neuen "SAM Mercedes 35CC" ins Rennen, pilotiert wird der von keinem Geringeren als Matthias Kahle. Als zweite Premiere starten Phillip und Steffen Beier mit ihrem Mercedes G erstmals mit frischem Wagenpass in der FIA-Klasse (wenn die Abnahme klappt...).
18 Fahrzeuge starten bei den Amateuren, die sich wie oben beschrieben aufteilen. Mit dabei ist auch die eigentliche FIA-Klasse "T4" für die schnellen Race-Trucks - und auch hier gibt es eine deutsche Premiere: Thilo Süptitz, Enrico Krause und Tom Heuer messen sich erstmals bei einem internationalen FIA-Lauf mit ihrem neuen MAN TGA mit der Konkurrenz.
Noch grösser ist das Feld bei den Motorrädern und Quads, 34 Teilnehmer meldet der Veranstalter. Stolz mit der Startnummer 1: Ingo Zahn aus Deutschland, ebenfalls schon langjähriger Teilnehmer in Ungarn. Mit Gerhard Puchberger ist zudem auch hier ein Teilnehmer aus Österreich dabei.
Und noch ein Stargast hat sich angekündigt: Jean-Louis Schlesser gibt sich am Freitag Abend die Ehre. Er wird allerdings nicht als Teilnehmer, sondern als offizieller Schirmherr des "Africa Race" die Wüstenrally promoten.
2010/08/26 | 13:20 CET | Editor: MR/HS


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