







|
 |
 |
|


|


 | Berlin-Breslau Rallysplitter und aktuelle Stimmen |
 Oliver Schwermann und sein Copilot haben es in diesem Jahr nicht leicht - ihr babyblauer Landrover Defender 90, ausgestattet mit feinster Matzker-Technik, will in diesem Jahr nicht so richtig laufen. "Wir haben viele Probleme, auch die dritte und vierte Etappe lief fuer uns nicht besonders" berichtet Oliver Schwermann. Im letzten Jahr kaempften beide an vorderster Front und gewannen sogar eine Etappe. "Eigentlich wollten wir unter die ersten 10 kommen, aber das koennen wir in diesem Jahr vergessen", fuegt sein Copilot hinzu. Laufend neue technische Probleme lassen das Team einfach nicht nach vorne kommen. "Besonders die Navigation ist langweilig, wenn man nur Anderen hinterher faehrt. Ansonsten ist die Breslau aber sehr schoen und leicht zu navigieren, nur einige Kompasspassagen koennen einen schonmal verwirren."
Auffaellige Fahrzeuge hat auch das GZR-Rallyteam - ihre knallorangen Mercedes G sind vielen bereits von der vergangenen Breslau und dem Leipziger 4-Stunden Rennen bekannt. Doch auch fuer den Mercedes G300 Turbodiesel von Teammitglied Franko Boehme laeuft es nicht so, die vierte Etappe musste abgebrochen werden, die ganze Nacht wurde am Auto geschraubt. "Unser Ziel ist, anzukommen" berichtet Franko, "wir hoffen das Beste.
Ueberhaupt ist die Ausfallquote in diesem Jahr besonders hoch, fast die Haelfte aller Teilnehmer ist bereits ausgeschieden. Die Stimmung unter den Fahrern ist rauher geworden - jeder will der erste sein, der beruehmte "Breslau-Teamgeist" will sich nicht so richtig auf alle Fahrer uebertragen. Besonders einige der zahlreich teilnehmenden Franzosen benehmen sich leider nicht gerade vorbildlich. Ohne Ueberlegen geht es in die Schlammloecher, andere Fahrer werden abgedraengelt, es wird kreuz und quer gewinscht. Den Vogel schoss ein franzoesischer Range-Rover Pilot ab: Ohne zu ueberlegen draengelte er in ein Schlammloch, blieb natuerlich stecken und weigerte sich - warum auch immer -zu winschen. Ein LKW solle ihn gefaelligst rausholen, sonst mache er gar nichts - zur grossen Veraergerung der anderen Teilnehmer, die hinter dem Range-Rover fast drei Stunden warten mussten. Schliesslich stahl der Franzose Unimog-Pilot Udo Heidenreich die Bordkarte, um ihn zu erpressen, er moege ihn bergen. Heidenreich blieb jedoch cool, schnappte sich seine Bordkarte zurueck und half dem Franzosen trotzdem. Der Dank: Eine wueste Beleidigung. Schade - es geht auch anders.
Richtig eingelebt hat sich auf der Breslau das Volkswagen Team um Alexander Skibbe. Der Wolfsburger Autohersteller unterstuetzt die Breslau mit mehreren Touareg R5 und half beim Aufbau des "Off-Road" Rally-Iltis. Bereits nach zwei Tagen sah man den ersten Touareg mit Winsche - und glueckliche Gesichter bei der Volkswagen-Crew.
Heute am 1. Juli geht es nach Zagan - die polnische Wueste, wo am Samstag die letzte Etappe ausgetragen wird. Besonders schoen: Selbst ausgefallene Teilnehmer packen ihr Fahrzeug auf den Haenger und fahren weiter mit - "Die Siegerparty lassen wir uns nicht entgehen".
Artikel vom 01.07.2004, Autor: Breslau-Live-Team
Zurück zu den Berlin-Breslau News: [ HIER KLICKEN ]

|


|
|
|
 |
 |
|