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 | Die erste Berlin-Breslau Etappe sorgte für viel Action und Schäden |

 |  |  Überschlag auf der ersten Etappe
|  | | Noch gestern waren einige BB-Fans enttäuscht - fehlten doch die berühmt-berüchtigten Abhänge und Action-Garantien für Umfaller und Überschläge (die natürlich zumeist harmlos und mit Blechschaden ausgehen). Doch heute sorgten die Veranstalter für echtes BB-Feeling und präsentierten eine erste Etappe, die sich aus vier Einzelwertungen zusammensetzte. Während die erste und dritte Etappe als Highspeed-Prüfungen zu verstehen waren, boten die zweite und vierte Etappe das, was sich der BB-Fan wünscht. Fiese Abhänge, verwinkelte Kohleberge und schier unüberbrückbare Mondlandschaften mussten bezwungen werden.
Unter dem Gejohle tausender Fans, die teils aus dem gesamten Bundesgebiet anreisten, mussten die Teilnehmer bei Klettwitz in einem Tagebau ein Gebirge aus Kohle, Lehm und Sand durchqueren. Motorradfahrer kämpften sich nach diversen Umfallern bis zur Erschöpfung durch die harte Mischung, die Quads sorgten mit deftigen Sprungeinlagen für Action und Autos und Lkw lieferten Offroad-Einlagen, die seinesgleichen suchen. Natürlich legte sich der eine oder andere Pkw und Lkw auf die Seite. Zwei spektakuläre Überschläge (ohne Verletzte) unterstrichen den Ruf der Berlin-Breslau, immer noch die härteste erste Etappe einer Amateurrally zu bieten.
Zwei Quadfahrer aus dem Cottbuser Raum mussten heute erste Erfahrungen mit der neuen "Roten Liste" machen. Ohne Rücksicht bedrängelten sie einen havarierten Motorradfahrer und rammten ihn bewusst mehrmals - Grund genug für einen Eintrag in der neuen "Roten Liste", in der ab diesem Jahr unfaires Verhalten vermerkt und mit Zeitstrafen geahndet wird. Das es auch fair geht, bewiesen die ausgerechnet als "hart" betitelten Franzosen. Sie liessen Ihre Quads stehen um einem Schweizer Teilnehmer per Muskelkraft durch eine schwierige Passage zu helfen. Bitteschön, geht doch!
"Ein geiler Tag" berichtet "Nordbär" Norbert Pahlke, der seit Jahren mit seinem schweren roten Ural 4320 auf der BB antritt. "Viel Rauf und Runter, fast schon zuviel, ständig mussten wir wegen havarierten Kollegen warten. Aber unsere Stärke liegt im Schlamm in Polen" so der Norddeutsche, "dort werden die Anderen wieder hinter uns Schlange stehen um sich durchziehen zu lassen".
"Schön" fand die heutige Etappe auch Beifahrer Torsten Müller, der gemeinsam mit Pilot Jork Neese die Berlin-Breslau bereits 2003 und 2004 gewann. "Die schwierigen Sektionen waren einigermassen zu meistern, der zweite Abschnitt war in der Navigation schwer, dafür entschädigte der dritte Abschnitt mit klasse Highspeed-Strecken". Seine Gewinnchancen in diesem Jahr sieht er bescheiden: "Schaun mer mal" grinst Müller, "was wird, wird".
Überhaupt war die heutige Etappe wie immer ein erstes Aussieben der Teilnehmer, selten gab es schon zu Beginn soviele Schäden wie heute. Selbst den MAN 8x8 KAT von Georg Becker aus Köln erwischte es. Er verbog sich den Längslenker der Vorderachse und musste mühsam geborgen werden. Pech auch für den "Rally-Liebling", den Berlin-Breslau Käfer auf VW Iltis Basis von Karl-Heinz Porschen. Neben mehrfachen Problemen mit der Antriebswelle sorgte schliesslich auch die Achse für Probleme. Porschen will den Schaden aber noch beheben und in Polen starten. Das wollen auch Michael Gensler und Thomas Neugebauer, unterwegs in einem blauen Rally-VW Iltis. Etappe für Etappe brach eine Antriebswelle nach der Anderen, schliesslich gab man (vorläufig) auf und schaffte den Iltis mit der letzten verbliebenen Antriebswelle ins Ziel.
Die ersten Platzierungen entnehmen Sie bitte den entsprechenden Einträgen in den News, da bis Redaktionsschluss noch nicht alle Auswertungen vorlagen. Dafür haben wir die aktuellen Listen des Prologes in der Rubrik "Tabellen" veröffentlicht. Die Ergebnisse des heutigen Tages folgen morgen vormittag.
Am Montag geht es von Senftenberg ins polnische Recz, wo umgehend die erste Etappe auf polnischem Boden gestartet wird. Veranstalter Klaus Leihener versprach am Abend "tiefe Wasser, Schlamm und Flussdurchfahrten" da es sehr viel geregnet haben soll. Doch die Motorradfahrer tröstete er: "Für Euch gibt es eine kleine Brücke". Vorteile für die Mopeds? Ein Schelm, wer dabei Böses denkt - schliesslich ergänzte Leihener: "Die Brücke ist allerdings eingestürzt"...
Artikel vom 26.06.2005, Autor: BB-Live-Team / hs
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