Campwechsel und zwei kleine Etappen am Mittwoch

Am Mittwoch hat das Camp in Polen zum ersten mal gewechselt - von Recz im Norden ging es heute nach Sulecin, ca. 160 Kilometer weiter suedlich in Polen. Das Wetter war heute wieder bestens. Kein Regen, viel Sonne und 25 Grad sorgten fuer gute Laune bei den Teilnehmern.

Die heutige Etappe teilte sich in zwei Streckenabschnitte mit jeweils knapp 50 Kilometern auf. Die erste Etappe fuehrte von Recz Richtung Sueden und war bis auf einen kleine sumpfige Wiese sehr einfach und schnell zu fahren. Die zweite Etappe fuehrte durch ein Militaergelande rund um das neue Camp in Sulecin, das diesmal uebrigens nicht an der bekannte Stelle hinter einem Panzerparkplatz, sondern nahe der Bundesstrasse neben einer Kaserne aufgeschlagen wurde. Der groesste Vorteil am neuen Camp: Duschen!

Die zweite Etappe hatte es in sich. Seit Tagen hatte es hier nicht mehr geregnet, der Boden war knochenhart und in so manchen Bodensenken verbargen sich ueble Wasserloecher, die seit dem letzten Regen nicht mehr absickern wollten. Die Strecke war ueberwiegend schnell zu fahren, als Besonderheit hatten die Veranstalter jedoch eine kleine Schlamm-Gemeinheit eingebaut. Klein ist eigentlich uebertrieben, auf einer Laenge von 500 Metern ging es durch lehmigen Schlamm mit bis zu 60 cm tiefen Aufschwemmungen. Bis auf einen kleinen Daihatsu kamen alle durch - der Daihatsu hatte nur noch Heckantrieb, die Seile waren gerissen und die Winde nach einem kleinen Baumkontakt defekt...

"Sorry, aber die zweite Etappe heute war einfach scheisse zu fahren" berichtet Christian Woelfl, unterwegs auf einer KTM und heutiger (vorlaeufiger) Etappensieger. "Die Strecke war superhart, hatte viele Bodenwellen und man brauchte eine Menge Konzentration". Allgemein ist er mit der BB 2005 sehr zufrieden: "Klasse Veranstaltung, super Orga, tolle Strecken. Aber das Beste: Die Roadbuecher stimmen immer - bis auf 10 Meter genau." Witzig: Anhand minimaler Veraenderungen im Roadbook koennen die Motorradfahrer sogar feststellen, ob sich die Orga bei der Vortour festgefahren hat oder nicht.

Eine Neuerung in der Ausfuehrung erfreut vor allem die fairen Teilnehmer: "Die CP's sind nur zum Teil eingezeichnet, die meisten sind geheim und koennen nur gefunden werden, wenn man sich an das Roadbook haelt" so Woelfl. Natuerlich gibt es auch Ausreisser wie zum Beispiel "Lila Q" Piloten Strasser. Dieser verriet nach seiner Absolvierung der Strecke erst einmal die CP-Stellen an andere Teilnehmer. "Aeusserst unfair" so Veranstalter-Sohn Mike Aigner, "aber mit sowas muessen wir leben".

Die heutige Etappe war wie gemacht fuer die grossen Trucks. Dennoch erwischte es heute den schoenen Scania des Brandenburgers Niedergesaess. Im besagten grossen Schlammloch kippte der hohe Scania zur Seite und gegen einen Baum. Beim Versuch sich zu befreien, rammte er mit dem Fahrerhaus gegen den Baum und riss sich den Rammschutz auf der Beifahrerseite ab. MAN-Kat Pilot Czoelder kam ohne Probleme durch, dennoch fand auch er die Etappe sehr hart: "Es war sehr unangenehm zu fahren. Zuviele Wellen, der Boden Steinhart. Richtig Tempo haben wir heute nicht einlegen koennen."

Infiziert hat sich mittlerweile Wuesten-Quadpilot Walter Walschek, der auf der BB ein Quad fuer das ORMS-Aerzteteam faehrt. "Eigentlich wollte ich nie mit auf die Breslau, zu nass, zu hart, zu materialmordend. Aber irgendwie habe ich nun Lust bekommen und werde mir ein spezielles Quad fuer die BB 2006 aufbauen." Wir bleiben dran...

Aktuelle Tabellen gibt es bei uns heute am spaeten Abend, da wir vorher noch keine Daten von der Orga bekommen haben. In unserer Bildergallerie finden Sie in Kuerze die aktuellen Bilder des Tages, morgen gibt es zudem ein neues Online-Video.

Artikel vom 29.06.2005, Autor: BB-Live-Team/hs

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