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Dakar 2006: Putsch in Mauretanien, bisherige Route in Gefahr?



Bisher geplante Route der Dakar
Im westafrikanischen Land Mauretanien hat nach Angaben der Nachrichtenagentur "Reuters" das Militär offenbar in einem Staatsstreich die Macht übernommen. In der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes hiess es, das Militär habe strategisch wichtige Stellen in der Stadt Nouakchott besetzt. Der Flughafen sei geschlossen und die Lage in der Stadt unübersichtlich. Bis zur Klärung der Situation werde daher geraten, auf Reisen nach Mauretanien zu verzichten.

Dies bedeutet eine Gefahr für die Strecke der Dakar 2006, wie im Vorjahr soll ein Grossteil der Route durch Mauretanien führen. Um Mauretanien zu umgehen, müsste der Rallytross durch den Süden Algeriens und Norden Malis umgeleitet werden. Doch auch Algerien steht auf dem Index des Auswärtigen Amtes: "Bei Aufenthalten in Algerien rät das Auswärtige Amt zu Vorsicht, da Anschläge mit terroristischem Hintergrund nicht ausgeschlossen werden können" heisst es aus Berlin. Der Hinweis gelte aber besonders für Einzelreisende und weniger für Gruppen. Seitens des Dakar-Veranstalters A.S.O. gibt es derzeit noch keine Stellungnahme.

Der mauretanische Rundfunk verlas am Mittwoch die Erklärung eines "Militärrats für Gerechtigkeit und Demokratie", wonach Präsident Maaouya Ould Sid'Ahmed Taya abgesetzt wurde. Danach will der Militärrat bis zu zwei Jahre an der Macht bleiben. Taya befand sich nicht im Land. Der britische Honorarkonsul Sid Ahmed Abeidna sagte der Nachrichtenagentur Reuters: "Wir haben gehört, dass es einen Putsch gab, wissen aber nicht, wer daran beteiligt ist." Ungewiss sei auch, ob der Staatsstreich erfolgreich war.

Taya war 1984 selbst durch einen Putsch an die Macht gekommen. Durch seine Annäherung an die USA und Israel hat er den Ärger vieler Araber auf sich gezogen. Mauretanien ist eines von lediglich drei arabischen Ländern, das diplomatische Kontakte zu Israel unterhält. Seine Regierung ging zudem scharf gegen moslemische Extremisten vor. Moslemischen oppositionellen wurden Verbindungen zu den algerischen Salafisten vorgeworfen, die mit der Extremisten-Organisation Al-Kaida verbündet sind.

In der mauretanischen Bevölkerung wurde der Putsch hingegen mit Freude aufgenommen: "Es gab hier keine Demokratie. Hier gab es nur Sklaverei. Wir sind von einer Diktatur befreit worden", rief ein Beobachter einer Demonstration in der Hauptstadt Nouakchott. Ein Demonstrant ergänzte: "Es ist, als ob wir Jahrzehnte lang eingesperrt gewesen wären. Ich bin so glücklich. Der Wechsel ist gut. Wir sind vom Regime enttäuscht worden." Mit Knüppeln bewaffnete Polizisten bewachten andere Teile Nouakchotts, hielten sich aber offenbar im Hintergrund, wie Einwohner berichteten. Einige Strassen und wichtige Gebäude seien aber von Soldaten abgeriegelt.

Nach Schätzungen eines Oppositionsführers und eines Militärvertreters war der Chef der Präsidentengarde, Mohamed Ould Abdel-Aziz, an dem Putsch beteiligt. Berichten zufolge wurden einige führende Militärs festgenommen. Eine Bestätigung dafür lag indes nicht vor. In der Hauptstadt blieben die Geschäfte am Mittwoch geschlossen. Taxis nahmen keine Menschen mit, die das Stadtzentrum verlassen wollten.

Präsident Taya, der das Land wegen der Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen saudi-arabischen König Fahd verlassen hatte, traf am Mittwoch in der Hauptstadt Nigers, Niamey, ein. Im Juni 2003 war ein Putsch von Soldaten gegen ihn nach zwei Tagen niedergeschlagen worden. Nach Angaben der Regierung scheiterten 2004 zwei weitere Staatsstreiche.

Artikel vom 02.08.2005, Autor: Reuters, Redaktion/hs

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