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East African Safari Rally: Marathonrally einmal ganz anders



Marathonrally einmal ganz anders: Nicht mit modernen Geländewagen, sondern mit historischen Rally-PKW aus den sechziger, siebziger und achtziger Jahren startete am 10. Dezember 2003 die "East African Safari Rally" in Kenia. Noch bis zum 19. Dezember rast der Rallytross, überwiegend bestehend aus Ford Escort und Porsche 911, durch die Steppen Ost-Afrikas.

Vor fünfzig Jahren gründete der Franzose Eric Cecil die "East African Safari Rally" und versammelte 53 Teilnehmer am Start. Zum fünfzigsten Jahrestag der Rally ein Grund, eine Jubiläumsausgabe zu starten - und wie schon vor fünfzig Jahren sind es wieder 53 Teilnehmer, die über die Startrampe unter den berühmten Elefantenzähnen der Moi Avenue in Mobassa fuhren. Die 4.893 Kilometer lange Strecke führt durch entlegenste, dennoch spektakuläre Gegenden in Kenia, Uganda und Tansania.

Nach dem Start durch den kenianischen Sportminister Najib Balala ging es in sengender Hitze gen Nordwesten aus Mombassa heraus. Die erste Etappe enthielt drei Wertungsprüfungen von fast 200 Kilometern Länge und führte durch unterschiedliches Gelände mit schnellen Sektionen und Halbwüsten.

Das kenianische Team Rob Collinge / Anton Levitan hatte mit seinem Datsun 240 Z an diesem Tag einen Gesamtvorsprung von 5 Minuten und 5 Sekunden herausgearbeitet: "Wir hatten einen schlechten Start und verloren Zeit durch einen defekten Reifen und einer durchgebrannten Sicherung, schliesslich wollte das Auto nicht mehr starten", so Collinge. "Der Rest des Tages war aber großartig und es ist schön am Ende der ersten Etappe zu führen." Auf Platz zwei lagen nach der ersten Etappe Gerard Marcy und Dan Erculisse mit einem Ford Escort, gefolgt von den Briten Iain Freestone und Rod Maclean in einem Ford Mexico.

Prominenteste Teilnehmerin und Rally-Legende Michéle Mouton, ebenfalls mit einem Ford Escort unterwegs, hatte hingegen einen schlechten Start. Die Französin und Ihre Venezulanische Beifahrerin hatten bereits auf dem Weg zum Start Probleme mit einem überhitzten Motor, in Wertungsprüfung CS2 gab es Probleme mit der Radaufhängung. Bei dieser Veranstaltung sind die Regeln jedoch grosszügiger als üblich und Mouton und Beifahrerin Goni konnten die Rally forsetzen.

Die dritte Etappe der East African Safari Rallye führte durch einige der schwierigsten Wertungsprüfungen der Veranstaltung, nur noch 37 Teilnehmer erreichten am Freitag Abend das Camp. Über einen Bergpass mit spektakulären Steilhängen ging es nach Eldoret, 900 km nordwestlich von Mombassa. Dabei ging es bis auf 3.000 Höhenmeter, was einigen der betagten Fahrzeuge Probleme bereitete. Für viele Teilnehmer waren jedoch die niedrigeren Temperaturen eine Erleichterung, immerhin herrschten zuvor in den tieferen Lagen Temperaturen von 32 bis 40 Grad bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit.

Zuschauer aller Altersgruppen drängten sich entlang beliebter Strecken und Zeitkontrollen und feuerten die Teilnehmer an. "Wir sind sehr froh die Safari Rallye wiederzusehen, wir haben sie vermisst" erzählte stolz ein Tankstellenwart in Nanyuki.

In Führung liegen weiter die Kenianer Rob Collinge und Anton Levitan mit ihrem Datsun 240Z, gefolgt vom Franzosen Frederic Dor in einem Porsche 911 auf Platz 2 und dem Briten Richard Martin Hurst auf dem dritten Platz.

In einem weiteren Porsche 911 kam das deutsche Team Wolfgang Pfeiffer und Peter Knöbel von Platz vierzehn auf Platz sieben. "Auf der langen, fast zweistündigen Wertungsprüfung haben wir viel Zeit gutmachen können und haben insgesamt vier Teilnehmer überholt."

Die vierte Etappe wird die Teilnehmer nach einer ersten Wertungsprüfung nach Uganda führen. Marathonrally.com wird weiter über diese ungewöhnliche Marathonrally berichten.

Artikel vom 13.12.2004, Autor: Redaktion/hs/Hayley Maxfield

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