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 Italian Baja: Die Rückkehr der T4-Racetrucks - und eine Walcher-Lkw-Historie.
Der FIA Marathonrally World Cup wird immer spannender: Nach der Punkte-Splittung in "Bajas" und "Marathonrallys" und gleichzeitiger Zusammenlegung der Serien erfuhr der World Cup neue Beliebtheit. Ab diesem Jahr wird es noch interessanter: Die FIA lässt wieder T4-Racetrucks zu.
Als 1. Lauf des World Cups 2012 fungiert traditionell die "Italian Baja", die vom 15. bis 18. März wieder in der Region Pordenone am Rande der Alpen ausgetragen wird. Und die Italiener haben prompt zugeschlagen: Sie schreiben die Rally zum vierten mal nach 2000, 2002 und 2003 auch für Racetrucks aus. "Wir hoffen, das die Truckszene dies begrüsst und freuen uns auf eine rege Teilnahme" berichtet die Organisation.
Dabei erinnert man an die Anfänge. Im Jahr 2000 war der Truck-Boom und die Nachfrage nach Rennen gross, und so trat selbst Kamaz mit einem Werksteam an: Vladimir Chagin gewann die Rally erwartungsgemäss. Im Jahr 2002 setzte man die T4-Kategorie fort - und es gewann ein deutsches Duo: Gerhard Walcher mit Navigator Karl-Heinz Mayer.
Die beiden Schwaben starteten mit einem "SCAM" auf Basis eines Fiat Ducato Doppelkabiners mit Planenaufbau. Ausgestattet mit einem 200 PS Turbodiesel Motor und einem Fox Spezialfahrwerk gewann man die Baja - und trat später sogar auf der Dakar an. 2003 folgte zum letzten mal eine T4-Klasse - die gewann das ungarische "Fast-Assistance"-Team Szalay/Darazsi/Lener im MAN M2000.
Und noch etwas verbindet die "Walchers" mit der "Truck-Italian Baja": Ihr neuer Rallytruck. Der Mercedes Unimog, mit dem Gerhard Walcher und Stefan Niemz auf der Dakar 2007 "endlich" ihre erste Dakar-Rally beendeten, ist ein ehemaliges Fahrzeug aus dem Fuhrpark des Italieners Giacomo Vismara.
Vismara ist in Italien nicht nur "Dakar-Truck-Guru", sondern auch der bekannteste italienische Truck-Vertreter. Giacomo Vismara ist ein Dakar-Urgestein, 25 mal nahm er teil, 1986 gewann die Lkw-Wertung mit einem Mercedes Unimog. Diesem Fahrzeug blieb er über Jahre treu, jüngst startete er auch mit Iveco. "Damals hatten wir schon 74 Lkw auf der Dakar" erinnert sich Vismara.
Vismara hat die "Truck-Betreuung" auf der "Italian Baja" übernommen - das verspricht eine gute Organisation für die Lkw. "Die Racetrucks garantieren eine Riesen-Show. In heutigen Zeiten sind sie fast so einfach zu fahren wie Geländewagen, also auch sehr schnell. Ich habe die Rallystrecke mit einem Racetruck abgefahren und sie ist schnell. Ich glaube, die Trucks zuzulassen, ist eine sehr gute Idee."
Marathonrally.com wird wie im Vorjahr direkt aus Italien berichten - und auch deutsche Teams dürften wieder am Start vertreten sein. Im vergangenen Jahr feierten die beiden Lennson CC der Teams Stensky und Kaldarasch ihre FIA-Premiere und glänzten als Mercedes nebem dem SAM mit Matthias Kahle. Weitere Informationen finden Sie online unter [ ITALIANBAJA.COM ].
2012/01/22 | 01:55 CET | ARTICLE: MR/SY/HS






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