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 Italian Baja: Ein guter Tag für die deutschen Teams - SAM 35CC überzeugt.
Vor allem bei einem Deutschen ist das Grinsen gross: SAM-Teamchef Sven Knorr. Sein SAM Mercedes 35CC und die Piloten Matthias Kahle und Dr. Thomas Schünemann legen derzeit eine Spitzenleistung ab, der Mercedes-Prototyp aus Sachsen hält bisher problemlos - und natürlich kam dem sächsischen Team auch die Streckenkürzung mit WRC-ähnlichen Verhältnissen zu Gute.
"Bisher läuft es richtig gut" meint Sven Knorr. Auch auch am ersten Rallytag konnte der SAM nicht nur mit "den Grossen" mithalten, sondern auch mit nur 1:36 Minuten Rückstand den 3. Platz halten. "Wenn man bedenkt, das wir schon nach neuem FIA-Reglement und mit Serien-Motor fahren, ist das Ergebnis umso besser."
Auch bei den Stenskys herrscht gute Laune. Nach ersten FIA-Gehversuchen gestern war die gekürzte Strecke für den "Offroad-gierigen" Lennson zwar nicht so geeignet, doch im zweiten Part des Tages wurde man schneller und machte vor allem in der Offroad-Passage gegen Ende der Etappe Minuten gut.
"Heute lief es super" meint Junior Stephan Stensky, "wir haben uns rangetastet und es hat geklappt. Uns fehlt auf dieser Strecke ein wenig Leistung, es fehlen die harten Offroad-Passagen. Einmal ist der Fahrzeug wegen des "Kälteschlages" im Wasserloch in den Notlauf gegangen, das und eine Zeitstrafe (wegen zu spätem Starten im Prolog) haben uns ein paar Minuten gekostet. Ansonsten läuft das Auto super, keine grossen Probleme bisher."
Bei Ingo und Silke Kaldarasch lief es im zweiten Teil des Tages ebenfalls gut, nachdem man im ersten Teil Probleme mit der Leistung des G-Raid Lennson hatte. Man fuhr eine kontinuierlich gute Leistung, profitierte zudem von einigen Ausfällen. Das Resultat am Ende des Tages: Lennsom läuft und Platz 38 in der Gesamtwertung (26:51 Minuten Rückstand).
Zu Besuch sind auch LeTech-Lennson Pilot Oliver Koepp und Lennson-Konstrukteur Andreas Lennartz. "Es sieht gut aus was wir machen" meint der schwäbische Konstrukteur bescheiden. Neue Kunden hat er bereits, ein Münchener Paar ist ebenfalls in Italien, um sich die Leistung "ihres" neuen Autos anzuschauen.
Auch der als kritisch bekannte Oliver Koepp hat angesichts der Leistungen der Lennson nichts zu meckern. "Die Autos laufen gut, das sind beste Voraussetzungen für unsere Rallyeinsätze." Zu der mörderisch schnellen Fahrweise des führenden Russen Gadasin gefragt muss er lachen: "Gadasin denkt an Sieg und ans Krankenhaus. Wir denken nicht, wir fahren."
Stets im Einsatz ist auch Ralf Schmierer, Orga-Vertreter für die deutschen Teilnehmer. "Es ist so schade. Wir hatten eine so klasse Strecke und dann haben die heftigen Regenfälle alles zunichte gemacht. Selbst wenn man an einigen Passagen durchkommen könnte, die Bergefahrzeuge kämen nicht hin" so Schmierer.
"Dazu kommen neue Zuständigkeiten. Die Gelände unterliegen verschiedenen Organisationen, Italien, der EU, den Militärs - und jede hat seine eigene Regelung. Im nächsten Jahr hoffen wir, die Strecken wieder ausweiten zu können. In diesem Jahr müssen wir leider mit der Notlösung leben. Aber vielleicht haben wir Glück. Im Flussbett geht das Wasser stetig zurück, vielleicht können wir die Strecke am Sonntag wie geplant fahren."
2011/03/19 | 17:47 CET | ARTICLE: MR/SY


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