

|

 Italian Baja: Guter Einstand für die deutschen Teams, Kaldarasch kippt um.
Regen über Regen - die Vortage hatten Schlimmes für die Region Pordenone angekündigt, in der am Freitag dem 18. März mit der "Italian Baja" der FIA Cross Country World Cup gestartet wurde. Die Flussbetten rund um die Stadt nahe den südlichen Ausläufern der Alpen sind voll, ebenso matschig und schwammig sind die Strecken drumherum.
Als Resultat wurde knapp die Hälfte des Prologes, bzw. der einzig anspruchsvolle Teil gestrichen. Dennoch hatten es die Teilnehmer am Freitag nicht einfach. Trotz angenehmen Wetters, Sonnenschein und frühlingshaften 20 Grad wurde auf dem nun knapp 7 statt 14 Kilometer langen Prolog gerutscht und geschleudert, die PS-Boliden bekamen einfach keine Traktion auf die Piste, die Autos mit langem Radstand durften driften.
Mit Spannung erwartet wurde der Einsatz des deutsche SAM Mercedes 35CC mit Matthias Kahle und Dr. Thomas Schünemann sowie die FIA-Premieren der beiden Lennson CC von den Deutschen Meistern Stensky/Stensky und dem Schweriner Team Kaldarasch/Kaldarasch.
Zumindest die Schweriner sorgten für den ersten grossen Hingucker: Knapp 800 Meter vor dem Ziel rutschte der G-Raid Lennson auf stehender Bremse von der Strecke, kippte in einem Graben um. Doch Helfer waren schnell zur Stelle, keine bleibenden Schäden an Mensch und Maschine. Immerhin, als Vorletzte gestartet schafften es die Schweriner bei ihren ersten FIA-Kilometern auf Platz 47 von 50 gestarteten Pkw in 15:47 Minuten.
Besser durch kamen Vater und Sohn Stensky. Beide verpassten erste den Start, mussten (als eigentlich Vor-Vorletzte) noch ein weiteres Fahrzeug passieren lassen. Doch beide blieben ruhig, fuhren die ersten Kilometer konstant und schafften mit 6:45 Minuten Rundenzeit Platz 32 in der Wertung - nur 1:06 Minuten fehlten auf den Sieger.
Den Tagessieg machte überraschen (vorläufig) die Spanier J. Roca / J. Ferrer in ihrem gemieteten Ralliart Mitsubishi L200 Pickup Proto mit 5:39 Minuten, exakt eine Sekunde (!) vor (Deutschland aufgepasst) Matthias Kahle und Dr. Thomas Schünemann im SAM 35CC, den Russen Boris Gadasin / D. Shchemel im G-Force V8-Proto (5:44) und den Italienern Benazzato/Benazzato im Peugeot Proto (5:47).
Jean-Louis Schlesser und sein Beifahrer Jean-Paul Forthomme hatten mit dem rutschigen Untergrund so ihre Schwierigkeiten - wie alle Buggies schlitterten sie mehr schlecht denn recht durch die kurze Strecke, mussten sich mit Platz 9 und 6:00 Minuten zufrieden geben.
Bester X-raid BMW wurden Leonid Novitskiy und sein deutscher Beifahrer Andreas Schuulz im X-raid BMW X3CC auf Platz 4 (5:49 Minuten). Mit Spannung erwartet wurde der Start des zweiten BMW X5CC der Polen Beaupre/Lisiecki, diese traten aber mit ihrem alten Bowler an, da der BMW nicht rechtzeitig fertig wurde.
Fuer eine Überraschung sorgten hingegen der ehemalige FIA Weltmeister Miroslav Zapletal und Tomas Ourednicek aus Tschechien. Statt ihres Hummer H3 Proto kamen sie mit einem X-raid BMW X3CC, dem ehemaligen Auto von Nasser Al Attiyah. "Das sollte für Alle eine Überraschung werden" grinste ein stolzer Navigator Ourednicek vor dem Start.
Ruhig hingegen gingen es die polnischen "Caroline-Team" Porsche Cayenne an, die lauit polternd durch die Strecke drifteten. Platz 39 und Platz 45 war es am Ende für das Porsche-Debut. Dennoch, auffallen tun die Polen auf jeden Preis. Wie schon auf der Breslau hat das Team mit seinem Camp "ein Dorf im Dorf" aufgebaut, lädt am Samstag alle Teilnehmer und Fans der Rally zu einer grossen Party ein.
Am Samstag starten die eigentlichen Etappen. Die ersten beiden Runden wurden unter dem Namen "Route Schlesser" zusammengefasst, um 08:00 Uhr geht es in die erste Runde, gegen 12:30 Uhr folgte die zweite Runde. Gegen 21:00 Uhr wollen die Veranstalter mit einem kurzen Nachtetappe punkten, bevor es am Samstag unter dem Namen "Route Kleinschmidt" in die letzten Runden (3 und 4) geht.
2011/03/18 | 20:03 CET | ARTICLE: MR/SY


|

|