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 Italian Baja: RMF Caroline Team hebte die Stimmung, warten auf Nani Roma.
Die "Italian Baja" ist zwar für ihre harte Strecke und sehr gute Organisation bekannt, doch beim Thema "Essen", "Spass", "Party" oder "Gruppendynamik" konnte man leider noch nie punkten - hier sind die osteuropäischen und deutschen Veranstalter einige Welten voraus, die russische "Northern Forest" hat 2007 den Standard gesetzt.
Selbst Catering ist auf der Italian Baja ein totales Fremdwort: Nur ein Kiosk (!) versorgte die Teilnehmer mit belegtem aber geschmacksneutralem Toastbrot. Snacks, Pizza, Pasta, Pommes, Hamburger - in und um das Fahrerlager keine Chance, da musste man schon in die Innenstadt fahren. In Italien zählt eben nur der knallharte Sport, basta!
Doch das auch zahlreiche Teilnehmer mehr wollen als nur Rally, ist bestens bekannt. "Damit ist in Italien jetzt Schluss" dachte sich das polnische "RMF Caroline"-Team (Porsche Cayenne) - und fuhr wie zur Breslau-Rally harte Geschütze auf. Kurzerhand wurde das halbe Messegelände (!) gemietet und zur schwarz-roten "RMF Caroline-Zone" umgebaut.
Am Samstag Abend war es dann soweit: Das polnische Team lud alle Teilnehmer und Fans zur grossen Party. Hunderte kamen und feierten bis in die Morgenstunden. Geboten wurde viel: Musik, Sänger, eine Saxophonistin, sexy Tänzerinnen (gleich eine Armee), zwei "Show-Barkeeper", eine Feuershow, ein grandios leckeres Catering aus Polen und natürlich viel Spass und leckere Cocktails.
Highlight: Selbst Nobel-Zigarrenhersteller "Davidoff" war dabei, versorgte die Besucher mit gratis Zigarren und Zigarillos. Danke Albert Grysczuk und danke an das polnische Team - ohne sie wäre die Italian Baja am Abend sehr langweilig geworden. Liebe Italiener: Lernt von den Polen!
Mit der Strecke hatte man in diesem Jahr Pech - da kann man nichts dafür. Anstatt Action im Flussbett gab es eben nun nettes Driften auf Schotter und Asphalt, mit Ach und Krach bekam man noch knapp 250 Wertungs-Kilometer zusammen.
"Das war ein sehr teures Preis-Leistungsverhältnis" meinte auch Frank Stensky. "Wir haben mal nachgerechnet. Wenn man nur die Kosten für Logistik und Startgelder rechnet, haben wir für jeden gefahrenen Wertungs-Kilometer knapp 25 Euro bezahlt - Material und Schäden nicht mitgerechnet."
SAM-Boss Sven Knorr blieb da cool. "Das ist eben so, wir nehmen alles wie es kommt. Im Gegenteil, lieber eine kurze Strecke als ein Rundkurs, um Kilometer zu bekommen. dann wird es gefährlicher, man muss wieder überholen, fährt im Staub oder man kommt nicht an langsameren Teilnehmern vorbei."
Am Abend durfte dann auch das "Grosse Geheimnis" der Rally gelüftet werden: Sowohl das SAM-Team, die marathonrally-Crew und GORM-Chef Jörg Sand bleiben noch bis Montag in Italien. Hintergrund ist der Besuch eines "Rally-Stars": Kein Geringerer als Ex-Werksfahrer Nani Roma aus Spanien wird den SAM 35CC am Montag exklusiv in Pordenone testen. Eingefädelt wurde der Deal von Teamchef Sven Knorr und G-Raid / Jörg Sand. "Es ist noch nichts Konkretes, Nani wird das Auto testen, dann sehen wir weiter" so Knorr.
Genauso schnell wie die Teams kamen, ist es auch wieder leer. Nach einer recht nüchternen Siegerehrung verliessen die Teilnehmer fast fluchtartig das Fahrerlager, binnen einer Stunde war 90 Prozent leer. Einsam steht jedoch noch ein Wohnwagen auf dem Gelände: Das Vater-Sohn Duo Stensky/Stensky und die beiden Mechaniker des Teams entspannen und bleiben noch eine Nacht in Italien.
2011/03/20 | 22:18 CET | ARTICLE: MR/SY


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